15.04.2021 - 14:19

VW erweitert Batteriesystem-Produktion in Braunschweig

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Volkswagen Group Components hat in seinem Werk in Braunschweig die Produktion von Batteriesystemen deutlich ausgebaut. Nach der ersten Ausbaustufe mit einer maximalen Kapazität von 250.000 Batteriesystemen ist nun die zweite Ausbaustufe mit gleicher Kapazität angelaufen.

Die zweite Fertigungslinie mit einer Kapazität von 250.000 Batteriesystemen soll dabei helfen, die Fertigung der MEB-Fahrzeuge zu skalieren und mögliche Batterie-Engpässe zu vermeiden. „Die starke Nachfrage nach attraktiven und bezahlbaren E-Modellen auf Basis des MEB lastet die Anlagen der ersten Ausbaustufe voll aus, sodass wir jetzt die zweite Stufe gezündet haben“, so der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Group Components und Konzern-Vorstand Technik Thomas Schmall. „Damit flankiert die Komponente die beispiellose E-Offensive des Konzerns.“

In den Neubau hat der Konzern laut der Mitteilung mehr als 300 Millionen Euro investiert. In der neuen Fertigungshalle werden die MEB-Batterien auf einer größtenteils vollautomatisierten Linie montiert. Die Batteriegehäuse werden geschweißt, geklebt und abgedichtet. Anschließend werden die Module und Steuereinheiten eingebaut. Mehrere Inline-, Dichtigkeits- und End-of-Line-Prüfstände sollen „eine gleichbleibend hohe Qualität“ sicherstellen, so VW.

Wie Volkswagen im November 2020 mitgeteilt hat, wird die Logistik der Batterien von und nach Braunschweig größtenteils per Zug abgewickelt – also der Transport der Zellen vom polnischen Werk von LGES nach Braunschweig als auch der Transport der fertigen Batteriesysteme ins MEB-Werk Zwickau. Ebenfalls im November hat VWGC veröffentlicht, welche eigenen Komponenten für den ID.4 zugeliefert werden.

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Insgesamt kann der Standort damit bei komplettem Hochlauf jährlich bis zu 500.000 Batterien für Modelle auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) montieren – in diesem Fall für den VW ID.3 und VW ID.4 sowie den Škoda Enyaq iV. Hinzu kommen bis zu 100.000 Batteriesysteme für die Modelle VW e-Up, Seat Mii Electric, Škoda Citigo e iV sowie für Hybridfahrzeuge wie zum Beispiel den VW Golf GTE. Das gesamte Werk kommt somit auf eine Jahreskapazität von 600.000 Batterien.

Die Kapazität wird aber nicht lange bei 600.000 Batteriesystemen bleiben, da Braunschweig auch den Zuschlag für die Ausweitung der Produktion für PHEV-Batterien erhalten hat – von derzeit 50.000 Einheiten auf 300.000 Batteriesysteme von 2023 an. Schmall spricht seinem Werk somit eine „Schlüsselrolle“ für den VW-Konzern zu.

„Mit der konsequenten Ausrichtung auf Elektro-Mobilität und einer klaren Fokussierung des Produktportfolios stellt sich der Standort Braunschweig wirtschaftlich zukunftssicher auf“, sagt Werkleiter Martin Schmuck. „Die Transformation des Standorts geht einher mit der Transformation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf die Arbeitsplätze im Batterieumfeld umfassend qualifiziert wurden.“ In der Batteriemontage sind mehr als 800 Menschen beschäftigt, die laut VW „weitestgehend innerhalb des Standorts für die neuen Aufgaben qualifiziert und durch passgenaue Schulungen und Qualifizierungen auf den Einsatz im Hochvoltbereich vorbereitet“ wurden.

In Braunschweig werden außer Batteriesystemen zum Beispiel Lenksysteme, Bremsscheiben, Federbeine, Schwenklager, Radantriebe und Hilfsrahmen sowie Vorder- und Hinterachsen gefertigt.
volkswagen-newsroom.com

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15.04.2021 14:29