10.06.2021 - 11:31

UK: DPD beschafft 750 E-Transporter von Maxus

DPD erweitert seine Flotte in Großbritannien um 750 Elektrofahrzeuge. Die neuen E-Transporter hat der Paketzusteller bei der SAIC-Marke Maxus geordert. Konkret handelt es sich um 500 Exemplare des elektrischen 3,5-Tonners eDeliver 9 sowie 250 Einheiten des kleineren eDeliver 3.

Durch die neuen Fahrzeuge wird sich die elektrische UK-Flotte von DPD auf knapp 1.500 Fahrzeuge annähernd verdoppeln. Und das soll nur eine Zwischenetappe sein: Bis zum Jahreswechsel will DPD in Großbritannien bereits über 1.700 E-Fahrzeuge einsetzen. Der Konzern hatte im Herbst 2020 angekündigt, bis zum Jahr 2025 in 225 der größten europäischen Städte emissionsfreie und emissionsarme Lieferfahrzeuge im Dienst haben zu wollen.

Zu den nun bestellten Maxus-Fahrzeugen ist Folgendes bekannt: DPD wird den eDeliver 9 mit langem Radstand in zwei Batterieversionen beschaffen: mit 72 kWh und mit 88 kWh. Die 88-kWh-Version könne mit einer einzigen Ladung über 200 Meilen zurücklegen, teilt DPD mit. Das sind umgerechnet etwa 320 Kilometer. Großbritannien ist der erste Markt, auf dem der Deliver 9 mit Elektromotor zu haben ist. Für Deutschland ist das Modell für die zweite Jahreshälfte 2021 angekündigt.

Auf der britischen Webseite von Maxus gibt es weitere Details zum eDeliver 9. Demnach wird der 3,5-Tonner grundsätzlich in zwei Längen (5.546 mm und 5.940 mm) und drei Batterieversionen angeboten. Neben den genannten Akku-Varianten gibt es das Fahrzeug noch mit einer kleineren 52-kWh-Batterie. Die Leistung des E-Antriebs gibt Maxus mit 150 kW an, das Drehmoment mit 310 Nm, die Höchstgeschwindigkeit mit 100 km/h. Das Ladevolumen des eDeliver 9 liegt bei maximal elf Kubikmetern, die Nutzlast bei maximal 1.200 Kilogramm. Die Ladezeit beziffert der Hersteller beim 52-kWh-Akku auf 6 und bei den größeren Akkus auf 8 Stunden (AC) bzw. 40 und 45 Minuten (DC; 0 bis 80 % SoC).

Der kleinere eDeliver 3 ist ebenso wie der dritte E-Transporter der Chinesen – der Maxus EV80 – unter anderem bereits durch die Vorstellung zu seinem Marktstart in Deutschland bekannt. Im Gegensatz zum eDeliver 9, der der Ableger eines Verbrenners ist, wurde der eDeliver 3 von vorneherein als reines Elektrofahrzeug geplant. Der wendige Transporter fährt mit zwei Batterie-Optionen vor. Für Deutschland gelten folgende Spezifikationen: Die kleine Batterie mit 35 kWh erlaubt eine Reichweite von 150 Kilometern (Langversion des Fahrzeugs) und 158 Kilometer (Kurzversion) nach WLTP. Mit der größeren Batterie mit 52,5 kWh geht es laut Hersteller bis zu 230 Kilometer (Langversion) beziehungsweise 240 Kilometer (Kurzversion) weit. Der Hersteller betont jedoch, dass die innerstädtische Reichweite nach WLTP bis zu 342 Kilometer betragen könne. Alle Versionen des Fahrzeugs haben einen Elektromotor mit 90 kW und 255 Nm Drehmoment an Bord. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 120 km/h gedeckelt.

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Ein 7,2-kW-Onboard-Lader erlaubt an einem entsprechenden AC-Ladegerät eine vollständige Ladung in sechs bis acht Stunden – je nach Batteriegröße. Via Schnellladung sei das Fahrzeug in 45 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen, meldet der Hersteller. Für die Nutzfahrzeugbranche ansonsten noch wichtige Angaben: Der eDeliver 3 bietet zwei Sitzplätze, hat ein Ladevolumen von 4,8 bis 6,3 Kubikmeter und erlaubt eine maximale Zuladung von 1.020 Kilogramm. Die lange Version kann drei Europaletten laden, die kurze Version zwei. Die maximale Anhängelast (gebremst) variiert zwischen 120 und 440 kg, der Wendekreis zwischen 11,7 und 13,1 Metern. Nutzer des neuen China-Stromers können unterwegs zwischen zwei Fahrmodi und drei Energierückgewinnungsstufen wählen.

So viel zu den Modell-Spezifikationen. DPD hatte im Mai die Einführung eines neuen Programms zur Überwachung der Luftqualität in sechs der größten Städte Großbritanniens bekannt gegeben. Dem vorausgegangen war bereits im Oktober 2020 die Ankündigung, 25 der größten Städte Großbritanniens bis 2025 komplett mit emissionsfreien und emissionsarmen Zustellmitteln beliefern zu wollen.

Grundsätzlich verfolgt die DPD-Gruppe das Ziel, die CO2-Emissionen auf der letzten Meile in den 225 der größten europäischen Städte im Vergleich zu 2020 um 89 Prozent und die Schadstoffemissionen um 80 Prozent zu senken. Und: „Unser langfristiges Ziel ist es, auf diesem ersten ehrgeizigen Plan aufzubauen (…) und innerhalb der nächsten 20 Jahre bei unseren Aktivitäten auf der letzten Meile vollständig CO2-frei zu werden”, äußerte Konzernchef Boris Winkelmann im Oktober.
dpd.co.uk

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