12.08.2021 - 12:46

Freyr liebäugelt mit Batteriezellenwerk in Finnland

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Das norwegische Unternehmen Freyr unternimmt erste Schritte, um den Bau einer weiteren Batteriezellenfabrik auf den Weg zu bringen – diesmal in Finnland. Hierfür hat Freyr mit der Finnish Minerals Group und der finnischen Stadt Vaasa zwei unverbindliche Absichtserklärungen unterzeichnet.

Die Absichtserklärung mit der Stadt Vaasa gewährt Freyr das exklusive Recht an einem 90 Hektar großen Grundstück für das potenzielle Batteriezellenwerk. Nähere Details wie die potenzielle Kapazität sollen im weiteren Prozess bestimmt werden. Freyr spricht aber von einer geplanten Produktion „im industriellen Maßstab“. Und: Die nordische Region biete Wettbewerbsvorteile für eine nachhaltige, kohlenstoffarme Batteriezellenproduktion in großem Maßstab durch kostengünstige erneuerbare Energie, lokale Versorgung mit Batterierohstoffen und hochqualifizierte Mitarbeiter.

„Die Entwicklung starker regionaler Wertschöpfungsketten für die Lieferung nachhaltiger, kohlenstoffarmer Batteriematerialien an unsere geplanten Fabriken in Norwegen und potenzielle Fabriken in der nordischen Region mit Materialien mit kurzen Transportwegen ist ein Schlüsselelement von Freyrs Bestreben, allen unseren Kunden Batteriezellen zu liefern, die mit dem niedrigsten CO2-Fußabdruck der Branche und hohen ESG-Standards (Environmental, Social and Governance) hergestellt werden“, kommentiert Torstein Dale Sjøtveit, Gründer und Executive Chairman von Freyr.

Erst vor wenigen Wochen hatte Freyr eine endgültige Investitionsentscheidung für den Bau einer ersten Produktionslinie für Batteriezellen im norwegischen Rana getroffen. Die sogenannte CQP-Produktionslinie (Customer Qualification Plant) soll im zweiten Halbjahr 2022 in Betrieb gehen. Diese Produktion will das Unternehmen nutzen, um Muster-Zellen für potenzielle Kunden herzustellen. Dabei setzt Freyr im Rahmen seiner Lizenzvereinbarung mit dem Zellspezialisten 24M Technologies auf dessen Semi-Solid-Technologie. Die CQP-Produktion soll im Mo Industrial Park in Rana errichtet werden. Rana liegt im Norden des Landes, etwa auf halber Strecke zwischen Trondheim und Bodø. Die Kapazität der CQP-Produktion nennt Freyr bisher nicht. In früheren Berichten war von 2 GWh die Rede.

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Für seine ebenfalls in Rana geplante und erstmals 2019 angekündigte Fabrik zur Serienproduktion von Batteriezellen nennt Freyr zudem wieder eine neue Kapazität. Ursprünglich waren 32 GWh geplant, nun soll das Werk bis 2025 über Kapazitäten für 35 GWh verfügen. Zwischenzeitlich war von 40 oder gar 43 GWh die Rede.

Letztgenannte Zahl könnte aber bald dennoch zutreffen – zumindest für ganz Norwegen. Denn Freyr will über Joint Ventures in Norwegen weitere 8 GWh Produktionskapazitäten aufbauen – was zusammen mit den 35 GWh der eigenen Fabrik in Rana eben jene 43 GWh ergeben würde. Nach 2025 dürften dann auch die finnischen Pläne in die Rechnung einfließen: Bis 2028 strebt Freyr bereits eine Gesamtkapazität von bis zu 83 GWh in Europa an.

Darüber hinaus erwägt Freyr wie berichtet auch den Aufbau von Produktionskapazitäten in Nordamerika über ein Joint Venture mit einem namentlich nicht genannten „großen multinationalen Industriekonzern“. Die Nordamerika-Pläne sind Teil des Börsengangs von Freyr, der mittels der Fusion mit der Alussa Energy Acquisition Corporation erfolgen soll.
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Ein Kommentar zu “Freyr liebäugelt mit Batteriezellenwerk in Finnland

  1. philipp k

    Der Börsengang ist bereits erfolgt, dass Papier ist auf tradegate und inzwischen auch an anderen deutschen börsen handelbar!
    einfach FREYR BATTERY suchen 😉

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