Sono Motors mit geglücktem Börsendebüt an der Wall Street

Das gestrige Börsendebüt des Münchner Solarauto-Entwicklers Sono Motors hat erfolgreich begonnen. Die an der US-Technologiebörse Nasdaq zum Preis von je 15 US-Dollar ausgegebenen Aktien schlossen am ersten Handelstag bei 38,20 Dollar. Sono Motors kommt damit aktuell auf einen Börsenwert von rund 2,6 Milliarden Dollar.

Die Stammaktien des Münchner Unternehmens werden seit dem 17. November am Nasdaq Global Market unter dem Symbol „SEV“ gehandelt. Das Solar-Elektroauto-Startup platzierte 10 Millionen Aktien zum Preis von je 15 US-Dollar – also genau in der Mitte der zuvor in Aussicht gestellten Spanne zwischen 14 und 16 US-Dollar. Das Volumen des Börsengangs beläuft sich ergo auf 150 Millionen Dollar, umgerechnet gut 132 Millionen Euro. Zudem gewährt das Unternehmen den Konsortialbanken wie berichtet eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu 1,5 Millionen zusätzlichen Stammaktien zum öffentlichen Angebotspreis.

Einen Tag nach dem Börsenstart verzeichnete Sono Motors bei Handelsschluss ein Kursplus von 155 Prozent auf 38,20 Dollar. Ein vielversprechender Auftakt. Mit dem an der Börse eingesammelten Kapital will das Startup die Entwicklung, die Vorbereitung der Serienproduktion sowie die Markteinführung seines Solarautos Sion vorantreiben.

Sono plant bekanntlich, die Produktion des Fahrzeugs bei Auftragsfertiger National Electric Vehicle Sweden (NEVS) 2023 aufzunehmen. Zuletzt gab es allerdings Verwirrung um den vertraglichen Status zwischen Sono Motors und NEVS.
spiegel.de

5 Kommentare

zu „Sono Motors mit geglücktem Börsendebüt an der Wall Street“
Tomasi Tupou
19.11.2021 um 11:00
1. Frage: Warum geht ein deutsches Unternehmen nicht an die deutsche Börse? 2. Frage: Wie kann eine Firma die noch kein einziges Fahrzeug an Kunden ausgeliefert hat plötzlich 2,6 Milliarden $ wert sein? 3. Frage: Wann steht fest wo der Sion wo produziert wird?
C-Zero
19.11.2021 um 12:16
1.: Das haben sie erklärt: Weil in Deutschland "Sparkassenmentalität" herrscht und kein günstiges Klima für Startups 2.: Das frage ich mich auch. Es zeigt die Irrationalität an den Börsen. Bei Sono ist es eine gewaltige Blase, die NICHTS mit den Fundamentaldaten der Firma zu tun hat, aber die Zocker sind schon auf dem Plan! 3.: Da sieht es aufgrund des anstehenden NEVS-Verkaufs und der nicht vorhandenen Produktionsvereinbarung nicht gut aus. Ich persönlich glaube nicht daran, dass 2023 nennenswerte Stückzahlen des SION vom Band laufen werden.
Manfred Beck
22.11.2021 um 08:00
zu 2.: 16 000 Vorbesteller haben jeweils ca. 3000 € angezahlt (im Schnitt). Das sind ernsthafte Kaufabsichten. Oder zahlst Du 3000 € an für nen VW ID xy wenn Du ihn nicht haben willst? Macht 0,4 Mrd. €. Darufhin kann man schon mal 0,13 Mrd, € an Aktien ausgeben.. zu. 3. Zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht nicht dumm mit Evergrade keinen Vertrag zu haben. Abgesehen davon: Würdest Du einen Vertrag abschliessen, wenn Du noch gar nicht weißt, ob Du deinen Teil zahlen kannst?
Gerd
19.11.2021 um 11:47
sehr gute Fragen. Zu 2. eine Entwicklung für ein zukünftiges Produkt zu finanzieren ist natürlich immer teuer und risikoreich; für dieses Produkt gehen scheinbar viele Investoren ein bestimmtes Risiko ein. Es stellt sich aber auch die Frage, warum hier so ein bayerisches Unternehmen kaum Unterstützung aus Bayern bekommt, ein Chinesischer SUV Hersteller aber offensichtlich schon? https://s1-acmepoc.bayern.de/300-arbeitspltze-geplant-chinesischer-autohersteller-great-wall-motor-gwm-erffnet-europazentrale-in-mnchen/
Florian Sigel
19.11.2021 um 11:27
1: Mehr Aufmerksamkeit -> Mehr Cash, 2: Nikola etc. die Vision wird verkauft 3: Es gibt kein Datum, das wird Sion irgendwann verkünden, sofern sie nicht vorher Pleite gehen.

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