04.01.2022 - 11:18

Joachim Doerr von Audi über das Antriebssystem im Audi e-tron S

Mehrere E-Motoren war das Stichwort für den Keynote-Speaker Joachim Doerr von Audi bei der 15. Ausgabe unserer Online-Konferenz „electrive.net LIVE“. Doerr ist zwar inzwischen Project Lead Premium Platform Electric (PPE), berichtete bei seinem Auftritt aber über das elektrische Antriebssystem im Audi e-tron S.

Das Top-Modell des e-tron quattro verfügt bekanntlich über drei E-Motoren (genauer drei ASM), mit Torque Vectoring an der Hinterachse. Dass der e-tron quattro in allen drei angebotenen Versionen auf Asynchronmotoren setzt, lag laut Doerr auch am Timing: „Als die Konzeptphase für das E-SUV 2012/2013 begonnen hat, haben wir uns schnell auf die ASM festgelegt. Die Magnetpreise für PSM waren damals sehr hoch“, erzählte der langjährige E-Motor-Entwickler während der Video-Schalte aus seinem Ingolstädter Home Office. Und: Audi hat sich bereits damals auf das Konzept mit drei Motoren festgelegt.

Obwohl der e-tron 55 quattro 2018 zuerst mit zwei Motoren auf den Markt kam, hat die Entwicklung mit dem dreimotorigen Antrieb begonnen, der 2020 im e-tron S und e-tron S Sportback debütierte: Die Einheit mit zwei ASM im Heck gab den Bauraum vor – die eine, aber etwas größere Antriebseinheit der beiden normalen Allradler würde dann locker passen. Trotz der Bedeutung der Halbleiter in der Leistungselektronik und der Steuerungs-Software gab es bei der Entwicklung auch jede Menge mechanische Herausforderungen.

Doerr betonte die allgemeinen Vorteile des E-Antriebs bei der Steuerung, die Software könne dem Motor – etwa bei rutschigem Untergrund – viel schneller und genauer regeln als eine Anti-Schlupf-Regelung bei einem Verbrenner. Mit dem Torque Vectoring, beim e-tron S können die beiden Hinterräder dank unabhängiger Motoren separat angesteuert werden, nutzt man diese Eigenschaft aus. Das spüre man nicht nur bei extremer Fahrweise auf der Teststrecke: „Selbst bei normaler Fahrweise wird das Auto eher nach innen gedrückt, wenn man etwas knackig in eine Kurve einlenkt.“

Zu seiner aktuellen Tätigkeit als Projekt Lead PPE wollte sich Doerr auch auf Nachfrage nicht äußern. Nur so viel: „Wir haben die Effizienz im Gesamtfahrzeug und in den Antrieben massiv verbessert.“ Die PPE wird wie der Porsche Taycan und Audi e-tron GT auf 800 Volt setzen. Die maximale Ladeleistung wird wohl wie bei den beiden genannten Modellen bei 270 kW liegen – „aber über einen größeren Ladezustandsbereich“.

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