03.03.2022 - 09:32

Nachhaltiges Quartiersprojekt der Baugemeinschaft StadtNatur realisiert zukunftsfähige Ladeinfrastruktur

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Die Elektromobilität spielt im Wohnungsbau eine immer größere Rolle. Denn wenn elektrische Privat- und Dienstwagen auch daheim geladen werden sollen, müssen die Immobilien dafür ertüchtigt werden. Ein Vorzeigeprojekt realisiert die Baugemeinschaft StadtNatur nahe München – mit vielen Innovationen.

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Ökologisch und nachhaltig sollte es sein, das gemeinsame Haus von 35 Parteien in der Nähe von München, die sich unter dem Namen StadtNatur eine neue Heimat geschaffen haben. Die Baugemeinschaft hat ihr Projekt von Anfang an auf ökologische Aspekte ausgelegt. Und so ist in den Jahren 2019 und 2020 ein Passivhaus Plus entstanden, ein Hybrid aus Beton und Holz, bei dem möglichst viele nachwachsende Rohstoffe verbaut wurden.

Dem Nachhaltigkeitsaspekt entsprechend sollte die Tiefgarage mit 29 Stellplätzen auf Elektroautos ausgelegt werden. Gesucht war eine ganzheitliche Lösung zum Laden der E-Autos, die sich nach und nach an die Entwicklungen des Marktes und neue Technologien anpassen lässt. „Unser Anspruch war, möglichst flexibel und offen für Innovationen bleiben zu können. Zum Beispiel auch im Hinblick auf das bidirektionale Laden, mit dem wir künftig die Nutzung unserer 99 kWp starken PV-Anlage auf dem Hausdach optimieren können. So sind wir letztendlich auf The Mobility House und deren Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot gekommen, das für uns die beste und zugleich günstigste Lösung darstellt“, sagt Julian Häßler, der innerhalb der Baugemeinschaft das Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur betreut und bei einem großen Nutzfahrzeughersteller ebenfalls mit der Elektrifizierung von Antrieben beschäftigt ist.

  • Innovative Stromschienen versorgen die Wallboxen in der Tiefgarage mit Energie, ohne dass dazu aufwendig Kabel verlegt werden müssen.
  • Das StadtNatur-Architektenhaus bietet 35 Parteien in der Nähe von München ein nachhaltiges Zuhause. Dabei durften Lademöglichkeiten für E-Autos nicht fehlen.

Eine hohe Flexibilität erlaubt auch die Stromversorgung innerhalb der Tiefgarage: Statt klassischen, aufwendig sternförmig verlegten Kupferkabeln ist dort eine Stromschiene verlegt, die am jeweiligen Stellplatz nur noch mit ein, zwei Metern Kabel „angezapft“ werden muss, um die Energieversorgung der Wallbox sicherzustellen. Für die Datenverbindung zu den Wallboxen sind bereits separate Kabel und Anschlussdosen verlegt. In puncto Stromschienen hat Häßler einen Tipp für alle, die Ladeinfrastruktur für Tiefgaragen planen, da hier seiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt wird: „Die Bauweise stellt in einigen Gebäuden, vor allem älteren Bestandsbauten, ein Problem dar. Oft kreuzen zum Beispiel Säulen oder andere Verrohrungen den möglichen Laufweg einer Stromschiene. So etwas sollten Planer bei einem Neubau vermeiden. Sonst verbaut man sich eine sehr zielgerichtete und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur, die je nach Bedarf mit wenig Aufwand skaliert werden kann.“

Die ersten elf Wallboxen sind schon an der Stromschiene angeschlossen, ein zusätzlicher Ausbau ist bereits in Aussicht, da weitere Hausbewohner ebenfalls Interesse an einer Lademöglichkeit bekundet haben. Um die Stabilität und Leistung der Ladeinfrastruktur macht sich Häßler keine Sorgen: Ein dynamisches Lastmanagement, geregelt von der herstellerunabhängigen Software ChargePilot von The Mobility House, berücksichtigt stets den aktuellen Verbrauch des gesamten Gebäudes.

Clever ist auch die Art und Weise, wie die Wallboxen freigeschaltet werden: Dies erfolgt über digitale Dongles, kleine RFID-Schlüsselanhänger. Diese lassen nicht nur Strom ins E-Auto fließen und sorgen für die korrekte Zuordnung und Abrechnung der Ladevorgänge, sondern dienen gleichzeitig zum Öffnen der Haus- und Wohnungstüren, von Gemeinschaftsräumen wie etwa der Werkstatt und dem Waschraum. „Und wenn jemand einen Dongle verliert, ist das auch nicht weiter schlimm. Dann wird ein neuer ausgegeben und freigeschaltet und der alte einfach gesperrt.“ Und das macht das StadtNatur-Haus nicht nur zu einem Vorbild unter ökologischen Aspekten. Auch in Sachen Digitalisierung hat die Münchner Baugemeinschaft ein kleines Leuchtturmprojekt verwirklicht.

The Mobility House gibt uns in regelmäßigen Gastbeiträgen Einblicke in interessante Elektrifizierungs-Projekte. Berichtet haben die Experten für Lade- und Energielösungen aus München unter anderem bereits über die Umstellung des Fuhrparks des Arbeiter-Samariter-Bundes in der bayerischen Landeshauptstadt, über die E-Flotte der Großbäckerei Harry-Brot oder über die groß angelegte Antriebswende bei der Berner Gruppe.

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Ein Kommentar zu “Nachhaltiges Quartiersprojekt der Baugemeinschaft StadtNatur realisiert zukunftsfähige Ladeinfrastruktur

  1. Alhard von Nordenskjöld

    Wer als Immobilien-Eigentümer, egal in welcher Rechtsform, solch ein System wählt, holt sich zwei Probleme ins Haus:
    – Er braucht eine zentrale Strombeschaffung und interne Abrechnung; beides Ewigkeitskosten
    – Er wird dauerhaft von TheMobilityHouse abhängig, weil das System nur online funktioniert und gegen regelmäßige Zahlung einer Lizenzgebühr.
    Will man das beides …?

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03.03.2022 09:03