22.03.2022 - 11:30

Batterierecycling: Aurubis startet Testbetrieb in Hamburger Pilotanlage

Der Multimetallanbieter Aurubis hat den Testbetrieb einer neuen Pilotanlage für das Batterierecycling in Hamburg begonnen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll eine Batterierecyclinganlage im industriellen Maßstab entstehen.

Die Pilotanlage ist den Angaben zufolge modular aufgebaut. In einem hydrometallurgischen Prozess werden dort Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Graphit aus der sogenannten „Schwarzen Masse“ extrahiert. Diese entsteht als pulverförmiger Reststoff, wenn Lithium-Ionen-Batterien zerlegt und geschreddert werden. Das Verfahren wurde von dem Unternehmen selbst entwickelt und zum Patent angemeldet.

Die im Recyclingprozess gewonnenen Metalle können anschließend wiederverwendet werden – zum Beispiel für neue Batterie oder auch andere Produkte. Wie lange genau der Testbetrieb der Pilotanlage laufen wird, geht aus der Mitteilung von Aurubis nicht hervor. Auf die Pilotanlage soll im nächsten Schritt eine Machbarkeitsstudie folgen.

Die Pläne nach von Aurubis nach Abschluss der Testphase sehen eine Batterierecycling-Anlage im industriellen Maßstab in den nächsten fünf Jahren vor. „Ich bin fest davon überzeugt: Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird Aurubis eine Anlage in industriellem Maßstab für Batterierecycling in Betrieb nehmen“, sagt CEO Roland Harings.

Das Unternehmen rechnet dafür derzeit mit einem Investment von etwa 200 Millionen Euro. „Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und das Ziel, den Kreislauf wertvoller Metalle für die Elektromobilität zu schließen, sind wichtige Faktoren für unsere Investitionsentscheidung“, führt Harings aus. „Darüber hinaus ist Recycling für Aurubis ein zentraler, strategischer Wachstumstreiber. Wir wollen beim Batterierecycling eine führende Rolle spielen.“

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Die Investitionen in das Feld Batterierecycling tätigt Aurubis im Rahmen seiner Strategie „Metals for progress. Driving Sustainable Growth“. Im Februar kündigte das Unternehmen bereits eine Investition über 70 Millionen Euro in den Bau einer Anlage (BOB – Bleed treatment Olen Beerse) am belgischen Aurubis-Standort Olen an, wo Elektrolyt (sogenanntes Bleed) verarbeitet und daraus unter anderem Nickel extrahiert wird.

Aurubis produziert eigenen Angaben zufolge mehr als eine Million Tonnen Kupferkathoden und daraus diverse Produkte aus Kupfer oder Kupferlegierungen wie Gießwalzdraht, Stranggussformate, Profile oder Flachwalzprodukte. Darüber hinaus erzeugt das Unternehmen andere Metalle wie Edelmetalle, Selen, Blei, Nickel, Zinn oder Zink. Aurubis beschäftigt rund 7.200 Mitarbeiter und verfügt über Produktionsstandorte in Europa und den USA sowie über ein Service- und Vertriebssystem in Europa, Asien und Nordamerika.
aurubis.com

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