29.03.2022 - 13:07

Battrion und Jagenberg wollen Aligned-Graphite-Produktionslinien liefern

Battrion, ein Batterietechnologie-Spinoff der ETH Zürich, hat sich mit dem deutschen Produktionsspezialisten Jagenberg Converting Solution zusammengetan. Gemeinsam wollen sie Anoden-Pilot- und GWh-Produktionslinien liefern, die die Aligned-Graphite-Technologie von Battrion für die Lithium-Ionen-Batterie-Industrie nutzen.

Jagenbergs Elektrodenbeschichtungsanlagen, die mit der Aligned-Graphite-Technologie ausgestattet sind, ermöglichen die Herstellung von negativen Elektroden (Anoden) mit extrem niedrigem Widerstand und kontrollierter Ausrichtung der Graphitpartikel. Diese Elektroden seien für schnell aufladbare Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation geeignet, so das Unternehmen. Laut Battrion können die Produktionslinien als schlüsselfertige Anlagen geliefert werden, die vollständig in die hochmoderne GWh-Batterie-Produktionsumgebung integriert sind.

Seine Batterietechnologie treibt Battrion vor dem Hintergrund steigender Nachfrage angesichts der massenhaften Einführung von Elektroautos voran. So habe der Schweizer Batterietechnologieanbieter die Aligned-Graphite-Technologie auch für die Massenproduktion von schnell ladenden Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Die Verbesserung der Mikrostruktur der negativen Elektroden könne die Ladezeit von Lithium-Ionen-Batterien um bis zu 50 Prozent verkürzen, heißt es.

Eine Kleinserienfertigung für Batterieelektroden mit einer Kapazität von 20 MWh pro Jahr hat Battrion wie berichtet im Schweizerischen Dübendorf aufgebaut und dort auch die Produktion für Kunden aus der Automobilindustrie aufgenommen. Die Aligned-Graphite-Technologie kommt dort bereits zum Einsatz.

Schon damals war klar, dass es bei der Kleinserienfertigung vor Ort nicht bleiben sollte. Battrion kündigte als nächsten Schritt an, seine Technologie tauglich zur Fertigung im GWh-Bereich machen zu wollen, was nun offenbar gelungen ist.

Zum Hintergrund: Bereits im Juli 2020 berichteten wir über die von Battrion gemeinsam mit dem Bautechnologiekonzern Hilti entwickelten Batteriezell-Prototypen, die auf dieser neuartigen Technologie basierten. In Elektrogeräten wiesen sie laut dem Duo eine um bis zu 20 Prozent höhere Entladeleistung auf als herkömmliche Zellen. In weiteren Zelldesigns und Anwendungsbereichen zeigten die Batteriezellen durch die Technologie sogar eine Steigerung der Entladeleistung um bis zu 40 Prozent und eine Reduzierung der Ladezeit um bis zu 50 Prozent. Ein Nebeneffekt: Sogar bei einer höheren Lade- und Entladeleistung soll die Wärmeentwicklung nicht zunehmen – was die Zellen schont bzw. nicht zusätzlich belastet.
prnewswire.com

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