Next.e.GO kündigt Zusammenschluss mit Athena Consumer Acquisition an

Der in Aachen ansässige E-Auto-Hersteller Next.e.GO Mobile hat einen Unternehmenszusammenschluss mit dem Firmenmantel (SPAC) Athena Consumer Acquisition vereinbart. Das fusionierte Unternehmen soll an der New Yorker Börse notiert werden.

An die Transaktion knüpft das Unternehmen die Erwartung eines Bruttoerlös von bis zu ca. 285 Millionen US-Dollar an – bestehend aus bis zu ca. 235 Millionen US-Dollar aus dem Treuhandkonto der Athena Consumer Acquisition und bis zu 50 Millionen US-Dollar an geplanten Fremdmitteln. Das Geld ist für die Finanzierung von Betrieb und Wachstum geplant, heißt es in einer Mitteilung von Next.e.Go. Der Unternehmenswert des kombinierten Unternehmens wird den Angaben zufolge auf 913 Millionen Dollar geschätzt.

Das Vorhaben, dessen Abschluss den üblichen Abschlussbedingungen unterliegt, wurde laut der Mitteilung einstimmig von den Boards of Directors der beiden Unternehmen genehmigt. Der Board of Directors des kombinierten Unternehmens soll aus Vertretern von Next.e.GO und Athena zusammengesetzt und von Ali Vezvaei geleitet werden.

Ali Vezvaei, Vorstandsvorsitzender von e.GO, sieht angesichts der weltweit wachsenden Anforderungen an die Dekarbonisierung der städtischen Mobilität das Unternehmen gut positioniert. „Die heute bekannt gegebene Partnerschaft mit Athena ist ein bemerkenswerter Meilenstein auf dem Weg von e.GOs Reise“, sagte er. „Diese Transaktion wird es uns ermöglichen, Wachstum zu beschleunigen, unsere globale Reichweite zu vergrößern und unsere bahnbrechende Innovation fortsetzen.“

Dass Next.e.GO Mobile an die Börse strebt, ist seit spätestens Anfang des Jahres bekannt. Schon damals spekulierten Finanzkreise über einen SPAC-Deal, es wurde jedoch auch über einen normalen Börsengang nachgedacht.

Zur Einordnung: Die e.GO Mobile AG stellte Anfang April 2020 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Unternehmen hatte bereits zuvor Finanzsorgen und keine weiteren Investoren gefunden – die Bestandsinvestoren mussten Gelder nachschießen. Als die Corona-Pandemie Verkauf und Lieferketten beeinträchtigte, folgte der Insolvenzantrag. Mit Wirkung zum 1. September 2020 übernahm ND Industrial das Unternehmen, alle Tochtergesellschaften und die Mitarbeitenden.

Unter dem neuen Eigentümer hat das Unternehmen die Produktion des E-Kleinwagens Life Anfang Juli 2021 wieder aufgenommen, nachdem der Hersteller im Juni mit dem Verkauf der Sonderedition e.GO Life Next in Deutschland begonnen hatte.

Im Jahr 2018 errichtete e.GO seine erste MicroFactory in Aachen, Deutschland, und entwickelte seine batterieelektrische Fahrzeugplattform. Bis heute hat das Unternehmen laut aktueller Mitteilung mehr als 1.000 seiner Fahrzeuge auf die Straße gebracht. Der Bau einer zweiten MicroFactory in Südosteuropa soll voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen. Jede MicroFactory sei in der Lage, im Dreischichtbetrieb etwa 30.000 Autos pro Jahr zu produzieren, heißt es weiter.
windows.net (PDF)

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