16.11.2022 - 13:02

Toyota stellt fünfte Prius-Generation vor

Toyota hat die inzwischen fünfte Generation seines Hybrid-Pioniers Prius enthüllt – und passt zumindest für Europa das Antriebskonzept an. Ab dem kommenden Jahr wird der Prius hierzulande nur noch als Plug-in-Hybrid angeboten.

Gänzlich aussortiert wird das Vollhybrid-Konzept aber nicht, außerhalb Europas wird der Prius weiterhin mit diesem Antrieb zu haben sein. Blicken wir aber zunächst auf den für Europa relevanten PHEV: Der Antriebsstrang kommt auf eine Systemleistung von 164 kW und soll eine „reaktionsschnelle Beschleunigung“ sicherstellen, so Toyota in der Mitteilung.

Dafür kombinieren die Japaner einen 111 kW starken 2,0-Liter-Benziner und „einen 120 kW/160 PS starken Transaxle-Elektromotor an der Vorderachse“, wie es in der Mitteilung heißt. Auf Nachfrage gibt ein Toyota-Sprecher an, dass man als „Hybrid Transaxle“ das Frontantriebssystem bezeichnet, „bei dem alles in einem Gehäuse (Elektromotor, Planetengetriebe und Differential) untergebracht ist“. Mit dem eigentlichen Transaxle-Ansatz bei Verbrennern (Motor vorne, Getriebe hinten) oder anderen Plug-in-Hybriden (Verbrenner vorne, Elektromotor hinten) hat diese Bezeichnung also nichts zu tun.

Die Batterie selbst wurde auf 13,6 kWh vergrößert und soll so eine um mehr als 50 Prozent erhöhte E-Reichweite bieten, „um den Großteil der alltäglichen Fahrten lokal emissionsfrei zurücklegen zu können“. Genau genannt wird die E-Reichweite aber nicht. Der Akku ist nun nicht mehr unter dem Kofferraum, sondern zwischen den Achsen unter der Rückbank platziert und soll so zu einem niedrigen Schwerpunkt beitragen. Geladen wird der Lithium-Ionen-Akku per Kabel oder über das optionale Solardach, die Ladeleistung gibt Toyota aber nicht an.

Außerhalb Europas wird es noch einen Parallel-Vollhybrid geben. Diesen gibt es in zwei Versionen, wie bisher mit einem 1,8-Liter-Benziner und auch einem 2,0-Liter-Motor. Mit letzterem liegt die Leistung bei 144 kW.

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Während sich bei der vierten Generation der Prius Hybrid und Prius Plug-in-Hybrid optisch noch deutlich voneinander abgehoben hatten (und auch die Länge um sieben Zentimeter abwich), unterscheiden sich die Karosserien nun nicht mehr. Mit 4,60 Metern ist der PHEV sogar 4,5 Zentimeter kürzer geworden. Da aber der Radstand um 50 Millimeter auf 2,75 Meter gestreckt wurde (für die neu positionierte Batterie), soll es im Innenraum etwas mehr Platz geben.

Aus aerodynamischen Gründen bleibt es aber bei der laut Toyota „ikonischen“ Keilform. Diese wurde jedoch neu interpretiert, in Generation fünf setzen die Japaner auf eine „elegantere und modernere Linienführung“. Sprich: Die für Toyotas zuletzt charakteristischen Schnörkel und ausgeformten Karosserieteile wurden deutlich schlichter gehalten.

Preise hat Toyota anlässlich der Vorstellung noch nicht genannt. Klar ist aber, dass der Prius im Sommer 2023 auch in Deutschland angeboten werden soll. Das war bei der vierten Generation zumindest für den Vollhybrid zuletzt nicht mehr der Fall, das Modell wurde 2020 vom Markt genommen. Der eigenständige PHEV wurde aber weiterhin angeboten.
toyota-media.de, global.toyota

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4 Kommentare zu “Toyota stellt fünfte Prius-Generation vor

  1. Albert Lambert

    „Der eigenständige PHEV wurde aber weiterhin angeboten.“
    Er wurde seit diesem Sommer von Toyota in Deutschland ebenfalls nicht mehr angeboten.

  2. Detlev Wertheim

    Ich fahre seit 2017 den bisherigen Prius PHV und bin sehr, sehr zufrieden.
    Entsprechend freue ich mich sehr auf das neue Modell und stehe in den Startlöchern 🙂

  3. Manfred Stummer

    Anstelle der 13,6 kWh Batterie eine mit 60-70 kWh und den Verbrennermotor herausnehmen wäre zeitgemäßer.
    Ich fuhr von 2007 bis 2017 den Prius2 und seither BEV (Ioniq/Kona). Da sind doch Welten dazwischen!
    2 Systeme zu verbauen ist nicht klug.
    Schade so verliert Toyota an Glaubwürdigkeit.

    • Ottmar Zell

      Ich fahre Prius seit 2008 (erst 9 Jahre Prius 2, seit 2017 Prius 4 PHV).
      Mich zumindest wären sie mit einem reinen BEV Prius künftig als Kunden los:( Auf Langstrecken lasse ich mir den Verbrenner nicht nehmen.

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16.11.2022 13:17