Tesla will wohl 2024 überarbeitetes Model Y bringen

Tesla arbeitet offenbar auch an einer überarbeiteten Version des Model Y. Laut einem Agenturbericht wird das neue Model Y unter dem Codenamen „Juniper“ entwickelt und soll im Oktober 2024 in Produktion gehen.

Wie Reuters unter Berufung auf drei in die Pläne eingeweihte Personen berichtet, sind zum einen optische Änderungen außen wie innen und zum anderen an der Leistung des Antriebsstrangs geplant. Doch dabei geht es dem Vernehmen nach nicht um die für derartige Facelifts oft üblichen Argumente wie etwa eine optische Auffrischung und etwas mehr Leistung. Laut dem Bericht soll bei Tesla der Schwerpunkt auf der Produktionseffizienz liegen. Sprich: Das Model Y „Juniper“ soll wohl einfacher und günstiger zu bauen sein als die aktuelle Variante.

Laut zwei der Reuters-Informanten habe Tesla seine Zulieferer bereits um separate Angebote für die überarbeiteten Komponenten gebeten, wobei ein Produktionsstart im kommenden Jahr gefordert worden sei. Um welche Komponenten es geht und wie umfangreich die Änderungen ausfallen, ist nicht bekannt.

Reuters hatte im November 2022 bereits über den Plan für ein überarbeitetes Model 3 berichtet, das unter dem Codenamen „Highland“ entwickelt werde. Tesla hat offenbar bereits damit begonnen, sein Werk in Shanghai für das neue Model 3 umzurüsten. Die Highland-Version des Model 3 soll laut einem Insider dort im September 2023 in Produktion gehen.

Aber: Während es beim Model 3 mit Blick auf das aktuelle Model Y klares Verbesserungspotenzial in der Produktion gibt, ist noch nicht bekannt, wo beim Model Y „Juniper“ angesetzt werden soll. Bei der Entwicklung des Model Y hat Tesla im Vergleich zum Model 3 zum Beispiel mit den großen Druckguss-Maschinen die Zahl der Bauteile (und somit der notwendigen Arbeitsschritte in der Montage) weiter reduziert, zudem ist das Model Y aus der Giga Texas mit den strukturellen Batteriepacks und 4680-Zellen kompatibel. Beides könnte beim Model 3 mit dem „Highland“-Update nachgezogen werden.

Das Model Y ist in zahlreichen Märkten die meistverkaufte Baureihe von Tesla und auch das Modell, das global in den meisten Werken produziert wird – mit Fremont, Texas, Shanghai und Grünheide bauen vier Fabriken das E-SUV.

Dabei gab es – teils übergreifend, teils spezifisch nach Werken – immer wieder kleine, inkrementelle Änderungen am Fahrzeug. Gerade bei den Giga-Castings hing das auch von der Verfügbarkeit solcher Pressen ab, aber auch kleinere Änderungen wurden laufend durchgeführt – etwa die hinzugefügte Hutablage, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch die Sitze unterscheiden sich zwischen Fahrzeugen aus der Giga Shanghai und Grünheide leicht – wohl aufgrund unterschiedlicher Zulieferer.

Eine dieser Änderungen hat Tesla nun selbst bestätigt: Auf seinem Weibo-Account hat Tesla hat bekannt gegeben, dass alle seit dem 1. Januar in Shanghai produzierten Model Y mit einem aktualisierten Federungssystem für verbesserten Komfort ausgestattet sind. Die elastischen und dämpfenden Komponenten im Aufhängungssystem des in China hergestellten Model Y wurden demnach optimiert, „um Unebenheiten bei niedrigen Geschwindigkeiten zu reduzieren und eine stabilere Fahrt bei hohen Geschwindigkeiten zu ermöglichen“.
reuters.com (Project Juniper), cnevpost.com (Fahrwerk)

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