Candela sichert Finanzierung für P-12-Produktion

Der schwedische Elektroboot-Hersteller Candela hat von Investoren 210 Millionen Schwedische Kronen (rund 18,7 Millionen Euro) eingesammelt. Mit dem frischen Kapital will Candela sein im vergangenen Jahr vorgestelltes P-12 Shuttle zur Serienproduktion bringen.

Als Lead-Investoren fungieren bei der Finanzierung EQT Ventures und das Investorenduo Joel Eklund (Fosielund Holding AB) und Svante Nilo Bengtsson (Marknadspotential AB). Aber auch Ocean Zero LLC soll sich mit einer nicht näher genannten Teil-Summe an den 210 Millionen SEK beteiligt haben.

Laut der Mitteilung werden die Mittel nur zu einem Zweck verwendet: Die E-Fähre P-12 Shuttle, die für bis zu 30 Passagiere ausgelegt ist, soll in die Massenproduktion in der neuen Stockholmer Fabrik des Unternehmens gebracht werden. Das P-12 Shuttle ist bekanntlich ein Tragflächenboot mit Unterwasserflügeln, auch Hydrofoils genannt. Dank dieser Hydrofoils wird der Rumpf aus dem Wasser gehoben, das P-12 Shuttle schwebt also über die Wasseroberfläche. Damit soll das Gefährt 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Schiffe verbrauchen. Mit einer Batterieladung sollen 60 Seemeilen (111 Kilometer) bei einer Reisegeschwindigkeit von 27 Knoten (50 km/h) möglich sein.

„Diese neue Investition wird das Potenzial ungenutzter Wasserstraßen für klimafreundliches Hochgeschwindigkeitspendeln erschließen“, sagt Gustav Hasselskog, Gründer und CEO von Candela. „Das P-12-Shuttle wird in vielen Fällen schneller und billiger sein als Landtransporte wie Buslinien, und er wird für die Betreiber vom ersten Tag an profitabel sein.“ Den Betreibern solcher Tragflächenboote verspricht Candela dank des geringen Energieverbrauchs und der geringen Wartung 50 Prozent niedrigere Betriebskosten.

Candela befindet sich nach eigenen Angaben mit mehr als 180 Interessenten in Verkaufsgesprächen über die P-12 Shuttle-Systeme. Der erste Betreiber wird die Region Stockholm sein, die Pendler zwischen dem Vorort Ekerö und dem Zentrum von Stockholm bewegt. Die Fahrzeiten werden von derzeit 55 Minuten mit dem Auto, Bus oder der konventionellen Dieselfähre auf nur noch 25 Minuten im P-12 verkürzt. Da das Schiff kein Kielwasser erzeugt, wurde es von der 12-Knoten-Geschwindigkeitsbegrenzung auf Stockholms städtischen Wasserstraßen ausgenommen – und kann so die 27 Knoten voll ausnutzen.

„Das P-12 Shuttle wird die Passagierschifffahrt grundlegend verändern“, sagt Lars Jörnow, Partner beim Investor EQT Ventures. „Candela ist auf dem besten Weg, ein generationenprägendes Unternehmen zu werden, das den Transportmarkt auf dem Wasser revolutioniert, indem es die klimafreundlichsten, kostengünstigsten und kundenfreundlichsten Bootserlebnisse der Welt anbietet.“
mynewsdesk.com

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