MG Motor soll weitere Varianten des MG4 planen

MG Motor ist offenbar dabei, weitere Varianten seines Elektromodells MG4 nachzuschieben. Konkret eine neue Performance-Version namens MG4 XPower mit einem 320 kW starken Allradantrieb sowie eine neue Variante mit einer größeren Batterie für das einmotorige Standardmodell.

Zunächst zur aktuellen Auswahl beim MG4: Der Kompakt-Stromer ist bisher bekanntlich in drei Modellvarianten erhältlich. Den Einstieg bildet der MG4 Electric Standard mit einer Batteriekapazität von 51 kWh, einer maximalen Reichweite von 350 Kilometern im WLTP-Zyklus und einem 125 kW leistenden Elektromotor im Heck. Der MG4 Electric Comfort und der MG4 Electric Luxury verfügen jeweils über eine 64-kWh-Batterie und einen Elektromotor mit 150 kW. Das Comfort-Modell kommt damit bis zu 450 Kilometer weit.

Laut britischen Medienberichten sind jetzt zwei weitere Varianten in den Startlöchern. Die neue Performance-Version namens MG4 XPower erhält dabei wohl denselben 64-kWh-Akku, aber gekoppelt mit einem 320 kW starken Allradantrieb. Damit soll das Fahrzeug in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, bis zu 200 km/h schnell werden und 239 Meilen (rund 385 Kilometer) zurücklegen können. Als Preis in Großbritannien ist von 36.495 Pfund die Rede, was umgerechnet rund 42.600 Euro entsprechen würde.

Als zweite Neuheit wird unter anderem bei „Autocar“ eine neue „Long-Range“-Variante des MG4 genannt. Diese erhält mit 77 kWh wohl eine größere Batterie als alle bisherigen Varianten des Kompaktwagens und dazu einen „neuen Motor“ mit 184 kW. Mit diesen Antriebskomponenten soll das Fahrzeug 323 Meilen (also rund 520 Kilometer) und den Spurt auf 100 km/h in 6,5 Sekunden schaffen. Preisschätzungen für diese Variante liegen nicht vor.

Der MG4 ist bekanntlich 4,29 Meter lang, bei einem Radstand von 2,71 Metern. Die Basis für den Kompakt-Stromer bildet die reine E-Plattform „Modular Scalable Platform“, oder kurz MSP. BEV-üblich hat der MG4 Electric entsprechend einen relativ langen Radstand, kurze Überhänge und nur eine sehr kurze Fronthaube. Die Batteriezellen sind im Pack liegend angeordnet, womit die gesamte Einheit nur elf Zentimeter hoch ist. Für den kleinen Akku (51 kWh) gibt MG eine DC-Ladeleistung von bis zu 88 kW an, der Ladevorgang von zehn bis 80 Prozent soll in bis zu 37 Minuten abgeschlossen sein. Für den großen Akku (64 kWh) gibt MG hingegen eine maximale Ladeleistung von bis zu 140 kW und eine Ladezeit von rund 26 Minuten an.

Erst kürzlich hat MG Motor für den MG4 Electric übrigens eine Modellpflege angekündigt. Neu ist etwa, dass künftig bereits das Standard-Modell mit Sitzheizung vorne, einem beheizbaren Lenkrad sowie 17-Zoll-Alufelgen mit Bicolor-Radzierblende aus dem Werk kommt. Und: Die bisher dem Luxury-Modell vorbehaltene Wärmepumpe ist nun auch Teil der Serienausstattung des Comfort-Modells. Zudem erhalten alle drei Varianten einen Heckscheibenwischer sowie drei Kopfstützen hinten. Außerdem verfügen alle Varianten künftig über ein One-Pedal-Driving und für das Luxury-Modell gibt es zudem ein Update für die Batterie-Vorkonditionierung.

Nach Abzug des Herstelleranteils am Umweltbonus startet der neue Modelljahrgang des MG4 Electric in Deutschland in der Standard-Version ab 32.312,50 Euro. Der MG4 Electric Comfort ist ab 37.312,50 Euro und der MG4 Electric Luxury ab 39.312,50 Euro erhältlich. Bei den genannten Preisen ist wie erwähnt der Herstelleranteil von 2.677,50 Euro bereits abgezogen, die Brutto-Listenpreise liegen also bei 34.990 Euro, 39.990 Euro und 41.990 Euro. Der staatliche Anteil am Umweltbonus in Höhe von 4.500 Euro kann nach einem erfolgreichen Antrag beim BAFA noch angezogen werden, womit zumindest das Standard-Modell unter die Marke von 30.000 Euro kommt.
autocar.co.uk, carmagazine.co.uk

3 Kommentare

zu „MG Motor soll weitere Varianten des MG4 planen“
Michael
27.06.2023 um 07:40
Wann kommt die Variante mit funktionierenden Assistenten?
Chris Tall
27.06.2023 um 10:00
Berechtigte Frage. Wir machten Probefahrt vor ein paar Monaten, da waren die Assistenten nicht berauschend (z. B. „Pingpong beim Spurhalteassistenten“). Eine bestimmte Sache, ich weiß nicht mehr welche, hatte der freundliche Agenturmitarbeiter sogar vorher deaktiviert, weil ihm klar war, dass sie den Kaufinteressenten zu sehr ärgern würde;) Trotzdem: Interessantes Auto, geht seinen Weg.
Markus
29.06.2023 um 15:24
Deaktiviert bei den ersten Vorführern wurde vermutlich der Müdigkeitswarner der Anfangs über eine Kamera ging und bei Brillenträgern (wie mir) völlig fürn Allerwertesten war. Mir sind Assis inzwischen fast egal. Der von meinem Mokka E gilt nicht als sooo schlecht trotzdem nervt es mich einfach wenn z.B. extrem gebremst wird weil ein Auto 100 Meter vor mir abbiegt (und schon längst weg wäre bis ich ankomme), ich hinter einem LKW fahre der einem Radfahrer ausweicht den ich vorher nicht sehe, ich das auch will aber in der Eile nicht blinke und mich der Assi dann erst lieber auf den Radfahrer zusteuert um dann voll in die Eisen zu latschen, etc. Gott gehen mir diese ganzen Assis auf den Zeiger die seit 2022 Pflicht sind. Herrje. Mir wäre bei neuen Autos am wichtigsten das man sie so einfach wie möglich deaktivieren kann. DAS wäre mal beim Test wichtig zu erwähnen. Diese Gängelei nervt einfach nur noch tierisch und jeder schaut nur noch das die ganzen Assis dabei sind und auf der geraden Straße schön funktionieren. o.O

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