Japanischer Taxi-Unternehmer unzufrieden mit Toyotas Mirai

Selbst in Japan herrscht offenbar Unzufriedenheit mit Wasserstoff-Pkw. Im japanischen Kobe hat das Taxiunternehmen MK West Group laut einem Bericht von Bloomberg neben Hybridautos seit etwa zwei Monaten auch zwei Toyota Mirai im Einsatz – aber wohl nicht mehr lange, wenn man die jüngsten Aussagen des Firmenchefs kennt.

Die beiden H2-Autos wurden in erster Linie wegen der kurzen Betankungszeiten beschafft – praktisch für ein Taxiunternehmen, bei dem untätige Fahrer Geld kosten. Das Unternehmen ärgert sich nun tatsächlich über hohe Kosten – nämlich die für den Wasserstoff. „Man müsste verrückt sein, um ein FCEV zu kaufen, selbst wenn man den Umweltaspekt berücksichtigt. Und die Kunden sind nicht bereit, mehr Geld zu zahlen, weil das Taxi, das sie nutzen, gut für die Umwelt ist“, wird Firmenchef Yoshiaki Aoki nach den ersten Praxiserfahrungen zitiert.

Das Taxiunternehmen will künftig einen größeren Teil seiner Flotte auf Batteriefahrzeuge umstellen, wenn die hohen Kosten für Wasserstoff nicht deutlich sinken, zumal auch immer bessere BEV auf den Markt kommen, während es bei Wasserstoff-Autos kaum Auswahl gibt. Aoki gibt selbst an, dass er noch nicht final entschieden habe, ob er längerfristig FCEV oder Batterie-Elektrofahrzeuge bevorzugen werde. Mit den aktuellen Wasserstoff-Kosten sind die Ladevorgänge der Batterie-Autos zumindest derzeit günstiger.

MK West ist laut dem Bloomberg-Bericht kein typisches Taxi-Unternehmen, sondern betreibt in seiner Flotte vor allem Premium-Fahrzeuge. Die Fahrer seien elegant gekleidet und verstünden sich eher als Chauffeure denn als Taxifahrer.
bnnbloomberg.ca

8 Kommentare

zu „Japanischer Taxi-Unternehmer unzufrieden mit Toyotas Mirai“
Udo Oelmann
30.08.2023 um 08:29
Euer Titel ist irreführend und reißerischOffenbar liegt die Unzufriedenheit des Unternehmers am hohen Preis für Wasserstoff und nicht am Fahrzeug.Toyota kann das ja wohl kaum ändern – oder?
Talis
30.08.2023 um 09:07
Und da hat sich die Taxifirma nicht vorher drüber informiert und ist nun von den Kosten überrascht? Das wäre ja ganz schön fahrlässig.
Huber
30.08.2023 um 11:36
Toyota mit negativ zu bewerten, weil Kosten zu hoch sind für Wasserstoff. Was kann da Toyota dafür. Wenn der Benzin über 2 Euro kostet ist dann auch das Auto schuld. Super Unternehmer
ganzjahresreichweite
30.08.2023 um 11:54
Ein (vermutlich hochpreisiger) Premium-Chauffeurdienst kann die aktuell noch höheren H2 Kosten nicht stemmen und wusste das nicht vorher? Klingt irdwie nach einer gestellten Beschwerde.
Peter
30.08.2023 um 21:42
Zum Glück wird ja in Deutschland der Wasserstoff bald Subventioniert Dann kostet er nicht mehr 13,50 Euronen pro kg sondernder maximal 1,50 Euronen Und für 100 km braucht man ca 1,4 kg Wasserstoff
gjr
31.08.2023 um 09:22
völlig sinnfreier Kommentar
Martin
31.08.2023 um 08:36
Ich möchte mich den Vorrednern anschließen: Der Titel ist irreführend und suggeriert, die Firma wäre mit dem Fahrzeug unzufrieden, was aber offensichtlich nicht der Fall ist. Hier wäre etwas mehr journalistische Sorgfalt und Verantwortung wünschenswert.
John
03.09.2023 um 11:25
Bekommt mein volle Unterstützung. Schade dass hier nicht sauber recherchiert wird. Hoffe der Beitrag wird gepostet?

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