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„Wir glauben, dass 800 Volt die Zukunft ist.“ – Otmar Scharrer von ZF über die Evolution des elektrischen Antriebs

Dr. Otmar Scharrer arbeitet mit seinem Team bei ZF täglich daran, den Elektro-Antrieb noch besser zu machen. Über die Potentiale und Trends haben wir mit dem eMobility-Chefentwickler auf der IAA in München gesprochen – von induktiver Stromübertragung bis 800 Volt.

Dr. Otmar Scharrer arbeitet mit seinem Team bei ZF täglich daran, den Elektro-Antrieb noch besser zu machen. Über die Potentiale und Trends haben wir mit dem eMobility-Chefentwickler auf der IAA in München gesprochen – von 800 Volt über Thermomanagement bis zur induktiven Stromübertragung im Motor.

Für Dr. Otmar Scharrer ist klar: „Viele haben unterschätzt, wie viele Innovationsmöglichkeiten in der E-Maschine stecken.“ Der Leiter Engineering Elektrifizierte Antriebsstrangtechnologie von ZF Friedrichshafen verspricht denn auch viele Fortschritte in naher Zukunft: „Da kommt jetzt fast im Halbjahrestakt eine Innovation!“ Stellschrauben gibt es viele zu drehen – beim Inverter, der E-Maschine selbst und auch in der Mechanik, die es ja weiterhin gibt. Die Entwicklungsziele für ZF beschreibt Scharrer wie folgt: Zunehmende Kompaktheit, starke Performance, hohe Dauerleistung.

Umgesetzt hat es die Mannschaft von ZF in einem Konzeptfahrzeug namens EV Beat, einem umgebauten Porsche Taycan. Gerade beim Thema Bauraum will es Otmar Scharrer wissen, aus gutem Grund: „Platz ist nie genug da“, sagt Otmar Scharrer im Gespräch mit electrive-Chefredakteur Peter Schwierz.

Schaut der Experte zurück auf die verschiedenen Generationen der Antriebe in den Elektroautos auf dem Markt, stellt er zufrieden fest: „Die Effizienz hat sich dramatisch verbessert in den letzten Jahren.“ Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch das immer ausgeklügeltere Thermomanagement im Fahrzeug. Ein Thema, das auch bei ZF neuerdings im Fokus steht. „Wir haben ein ganz neues Kühlkonzept eingeführt“, erklärt Otmar Scharrer. Dieses kühlt sogar direkt an den Hairpins im Stator der elektrischen Maschine.

Doch es geht weiter: Aktuell entwickelt ZF Friedrichshafen einen E-Motor zur Serienreife, der ohne Magnete auskommt. Im Unterschied zu heute schon verfügbaren fremderregten Synchronmaschinen wird beim sogenannten I2SM (In-Rotor Inductive-Excited Synchronous Motor) von ZF die Energie für das Magnetfeld über einen induktiven Erreger innerhalb der Rotorwelle übertragen. Welche Vorteile diese Innovation bringt, warum parallel die 800-Volt-Technologie so wichtig ist und welche Evolution der E-Antrieb generell durchlebt, erfahren Sie in sechseinhalb spannenden Minuten mit Otmar Scharrer von ZF.

2 Kommentare

zu „„Wir glauben, dass 800 Volt die Zukunft ist.“ – Otmar Scharrer von ZF über die Evolution des elektrischen Antriebs“
Sebastian Krebs
16.10.2023 um 11:46
"Die Meisten haben unterschätzt, wie viel Innovationspotential in der elektrischen Maschine noch drin steckt." Ja, es gibt durchaus valide Gründe, weshalb der texanische Hersteller immer noch Marktführer, sowie Preis-/Effizienz- und Performancessieger ist. Wie werden den andere fremderregte Synchronmaschinen (Rotoren) bestromt? Also wie machen das BMW und Renault zur Zeit, wenn ZF das via Induktion als große Innovation auslobt?
Michael
16.10.2023 um 12:54
Mit Schleifringen

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