Schweden: Streikende Gewerkschaft legt Tesla Kompromiss nahe

Die von der Gewerkschaft IF Metall ausgelösten Streiks gegen Tesla in Schweden dauern auch im neuen Jahr an. Die Gewerkschaft nennt jetzt aber eine mögliche Lösung, mit der Streiks beendet werden könnten - mit Amazon als Vorbild.

Bild: Tesla

Die IF Metall macht ein Hintertürchen auf, wie der anhaltende Streik gegen Tesla auch ohne Tarifvertrag beigelegt werden kann. Der Gewerkschaft zufolge könnte Tesla dem Beispiel von Amazon folgen und einen Auftragnehmer engagieren, der einen Tarifvertrag hat. Amazon befand sich in einer ähnlichen Lage wie Tesla, als das Unternehmen im Jahr 2020 erstmals versuchte, in den schwedischen Markt einzusteigen. Um das Problem eines nicht von dem Konzern gewollten Tarifvertrags zu lösen, beauftragte Amazon einen schwedischen Logistikdienstleister, der bereits einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft der Transportarbeiter hatte. Der Auftragnehmer betreibt seitdem das Lager von Amazon in Schweden.

Der Streik gegen Tesla startete bekanntlich Ende Oktober mit mehr als 120 Mechanikern, die in Schweden ihre Arbeit niederlegten. Tesla fertigt zwar nicht in Schweden, die Elektroautos des Herstellers werden in dem Land aber von eben jenen Mechanikern gewartet. Diese wollen mit dem Streik darauf aufmerksam machen, dass Tesla ihre Forderung nach Tarifverträgen rigoros ablehnt. Im Laufe der Wochen schlossen sich immer mehr Berufsgruppen dem Streik an, darunter Lackierer, Hafenarbeiter und Postbeamte. Erst nur in Schweden, dann auch in anderen skandinavischen Ländern. Eine Chronik der Ereignisse ist hier nachzulesen. Die jüngste Verschärfung ist eine am 29. Dezember eingeläutete Blockade gegen das gesamte Abfallmanagement in den Tesla-Werkstätten.

teslarati.com, dn.se (auf Schwedisch)

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