Mit dem Elektro-Reisebus quer durch Afrika

Kiira Motors aus Uganda hat einen seiner elektrischen Reisebusse vor einigen Tagen auf eine 30-tägige „Made in Uganda Grand Trans-Africa Electric Expedition“ über 13.000 Kilometer durch sechs afrikanische Länder geschickt, um das Potenzial der E-Mobilität zu demonstrieren.

Kiira motors e bus uganda african electric expedition
Bild: Kiira Motors

Konkret geht es von Uganda aus über Tansania, Sambia, Botswana und Eswatini bis nach Südafrika. Mit der 13.000-Kilometer-Tour will der Hersteller aus Uganda sein neues Modell promoten, den Kayoola Electric Coach 13M. Kiira selbst bezeichnet das Fahrzeug auch als „Premium-Lösung für Afrika“. Es handelt sich dabei um einen vollelektrischen Überlandbus, der „den Bedarf an neuartigen und innovativen Transportmitteln decken soll“.

Kurz zur Technik: Der Kayoola Electric Coach 13M verfügt über einen 400 kW starken Antrieb mit bis zu 5.000 Nm Drehmoment. Der Bus kann bis zu 100 km/h schnell fahren. Mit seiner 422 kWh großen Batterie sollen bis zu 500 Kilometer Reichweite möglich sein – es wird aber nicht angegeben, in welchem Normzyklus oder unter welchen Bedingungen diese Reichweite erzielt werden kann. Der Bus bietet bis zu 64 Passagieren Platz, die alle auf verstellbaren Sitzen mit Drei-Punkt-Gurt reisen können. Für das Entertainment gibt es zwei 19-Zoll-Bildschrime und einen LTE-Router für das WLAN an Bord.

Die 13.000-Kilometer-Fahrt ist nicht nur ein Test für das Fahrzeug, sondern natürlich auch eine Demonstration der Fähigkeiten von Kiira, dass ein in Afrika entwickeltes und hergestelltes Elektrofahrzeug so lange Strecken über Grenzen hinweg bewältigen kann.

Regelmäßige Updates zur Expedition veröffentlicht Kiira Motors auf LinkedIn. Die ersten knapp 2.000 Kilometer sind schon geschafft: Laut einem Post vom 26. November befindet sich der Bus in Mbeya in Tansania und hat bereits 1.897 Kilometer oder fast 15 Prozent der gesamten Strecke zurückgelegt. Dabei hat der Bus dem Unternehmen zufolge bisher 1.650 kWh verbraucht, was 0,87 kWh/km entspricht. Sicherheitsrelevante Vorfälle habe es bisher keine gegeben.

cleantechnica.com, newvision.co.ug, linkedin.com

10 Kommentare

zu „Mit dem Elektro-Reisebus quer durch Afrika“
ioniqKnechter
26.11.2025 um 19:48
Ehy, Moin erst ma... Tja, Afrika u Indien sind der neue E-mobilitäts Markt. China ist dort schon sehr stark vertreten. Die deutschen Hersteller verschlafen auch diese Entwicklung komplett.
Auto-Pabst
27.11.2025 um 17:52
Die dt. Hersteller überlassen die "Masse" anderen Märkten und konzentrieren sich fast ausschießlich auf "Klasse". Dabei ist "Masse" für die Umstellung auf Elektromobilität holistisch betrachtet weit wichtiger als "Klasse" und die Renditeerwartungen der Aktionäre. Deutschland wird die Technologieführerschaft und "Klasse", wie bei allen anderen Technologien zuvor, an China verlieren. Diese Entwicklung ist vollkommen unausweichlich. Deutschlands Konzerne sind zu alt, zu senil, um die Zeichen der Zeit zu erkennen.
Robert
27.11.2025 um 07:14
"Bus dem Unternehmen zufolge bisher 1.650 kWh verbraucht, was 0,87 kWh/km entspricht. Sicherheitsrelevante Vorfälle habe es bisher keine gegeben." 422 kwh geteilt durch 0.87 kwh/km entsprcht 485km nicht ganz die 500 km aber fast. das ist schon recht ordentlich kann man nicht meckern. Offensichtlich gibt es genug Ladesäulen um den Bus auch aufzuladen. Es geht vorran in Afrika ohne das Grosse Geschrei von Lobbyisten das das alles gar nicht gehen kann.
Karl Steidel
28.11.2025 um 06:40
Ich lebe zeitweise in Sambia. Aktuell 3 Stunden Strom. Nachts. Ich lach mich schlapp.
Mike
27.11.2025 um 10:24
Vielleicht hat er ja Solar auf dem Dach?
E. Wolf
27.11.2025 um 07:58
So geht Fortschritt !Machen ist wie wollen, nur krasser !
Manfred Stummer
27.11.2025 um 08:26
Wenn das so weitergeht werden europäische Autobauer künftig auch noch von Afrika überholt. Aber immer schön am Verbrennerfahrzug festhalten. Die aktuellen E-Auto-Verhinderer werden wohl nie zur Verantwortung gezogen werden. Aber vielleicht geschieht noch ein Weihnachtswunder...
Uwe Walter Bosse
27.11.2025 um 14:14
Ich schäme mich für meine erzkonservativen Landsleute, die wohl noch nicht verstanden haben, welche Risiken die Erd-Erwaermung mitbringt. Allein die Dürreperioden werden die Lebensmittel-Herstellung einschränken. Aber in Deutschland ist es Tradition erst dann zu handeln, wenn "das Kind schon in den Brunnen gefallen ist".
Michael
27.11.2025 um 21:59
Schaut euch mal die Videos und Bilder auf linked in an. Der Bus hat ein chinesischen DC Anschluß. Sie haben entlang der Route die Ladestationen provisorisch und extra für diese Expedition aufgestellt.
WH
05.12.2025 um 12:14
Und damit wird demonstriert dass das Fahrzeug die Reise schafft. Danach baut man mehr Fahrzeuge und eine permanente Ladeinfrastruktur (China regelt das schon). Günstiges Chinesisches Solar und einen Batteriecontainer zum zwischenspeichern, fertig ist die Ladesäule für Busse im ländlichen Raum Afrikas. Tesla hat bei der Grundsteinlegung der Gigafactory Nevada auch einen Mobilen Supercharger aufgestellt, weil das Netz noch nicht ausgebaut war 2014. Und heute?

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