Eve Energy errichtet Campus für Na-Ion-Batterien
Der Bau des Komplexes wurde laut dem Portal CN EV Post am 22. Dezember an Eve Energys Stammsitz in Huizhou eingeleitet. Das Unternehmen plane mit einer jährlichen Produktionskapazität von 2 GWh, heißt es. Die Investitionen für den Bau des etwa 90.000 Quadratmeter großen Zentrums sollen sich auf eine Milliarde Yuan (rund 122 Millionen Euro) belaufen.
Eve Energy will vor Ort die Forschung und Entwicklung von Natrium-Ionen-Akkus, deren Pilot- und Massenfertigung koppeln. Außerdem wird das Projekt auch ein separates KI- und Robotikzentrum auf 50.000 Quadratmetern umfassen. Nach seiner Fertigstellung soll der Campus laut Eve Energy „Chinas führender Standort für die Industrialisierung von Natrium-Batterien und die Integration von KI- und Robotik-Anwendungen“ sein.
Eve Energy zählt zu den größeren Batterieherstellern Chinas. Im November 2025 belegte das Unternehmen mit 3,59 GWh installierter Batteriekapazität und einem Marktanteil von 3,84 Prozent im China-internen Batteriekonzern-Ranking den fünften Platz, wie aus Daten der China Automotive Battery Innovation Alliance (CABIA) hervorgeht. International hält Eve Energy auf dem globalen Markt für E-Auto-Batterien laut Zahlen des südkoreanischen Marktforschungsunternehmens SNE Research einen Anteil von 2,6 Prozent (Januar bis Oktober 2025) – und damit Platz neun unter allen Batterieherstellern.
Dass Eve Energy nun Natrium-Ionen-Batterien als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien aufbauen will, folgt einem generellen Trend. Denn Natrium gilt als günstig und leicht zu beschaffen. Die eher geringe Energiedichte von Natrium-Ionen-Akkus wollen Hersteller dabei durch ihre verstärkten Forschungsinitiativen auf und über das Niveau von LFP-Batterien bringen. CATL vertreibt bereits heute seine sogenannte Naxtra-Batterie für Pkw mit einer Energiedichte von bis zu 175 Wh/kg – was an LFP-Akkus herankommt.
Auffällig ist: Natrium-Ionen-Batterien werden immer dann als Alternative hervorgehoben, wenn die Lithiumpreise anziehen. Da die Preiskurve zuletzt recht niedrig verlief, hielten sich die Hersteller in letzter Zeit zurück. Doch in China sind die Preise für Lithiumcarbonat in Batteriequalität laut jüngsten Medienberichten in den vergangenen drei Monaten um über 50 Prozent gestiegen – auf nun über 110.000 Yuan (rund 14.000 Euro) pro Tonne. Dies soll bereits dazu geführt haben, dass einige inländische Hersteller von Lithium-Eisenphosphat (LFP) ihre Produktion unterbrechen. Denn Kunden weigern sich offenbar, die Kostensteigerungen mitzutragen.





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