Gera soll zehn weitere E-Busse bekommen

Der ÖPNV-Betreiber GVB Gera hat vom Energieministerium des Freistaats Thüringen einen Bewilligungsbescheid über 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln für die Anschaffung von zehn zusätzlichen Elektrobussen und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur erhalten. Bis 2029 soll dadurch die E-Busse-Flotte der Stadt auf 16 Fahrzeuge anwachsen.

Gvb gera man lions city e
Bild: GVB Gera

Seit Juli 2023 rollen die ersten Elektrobusse durch Gera, und zwar vom Modell MAN Lion’s City E. Schritt für Schritt wurden aus dem EFRE-Topf der Europäischen Union bis heute sechs Elektrobusse beschafft – und schon bald sollen weitere zehn Fahrzeuge dazu kommen. Von welchem Hersteller diese stammen werden und wie sie konfiguriert sein werden, ist noch nicht bekannt. Im Sommer hatten die GVB aber auf Instagram auch einen längeren Test des elektrischen Gelenkbusses MAN Lion’s City 18E vermeldet.

Die Finanzierung von zehn neuen E-Bussen ist in jedem Fall nun gesichert. Denn wie das Thüringer Energieministerium mitgeteilt hat, wird der ÖPNV-Betreiber GVB Gera nun weitere 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln erhalten, die in die Anschaffung von weiteren zehn Elektrobussen fließen sollen.

„Elektrobusse machen den Nahverkehr für alle attraktiver. Sie sind modern, leise und umweltfreundlich“, erklärte Energieminister Tilo Kummer (BSW). „Dank der EU-Fördermittel können wir das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger ausbauen, und die Unternehmen dabei finanziell unterstützen. Das Förderprogramm gleicht die Mehrkosten für die Anschaffung der Fahrzeuge und der Ladeinfrastruktur aus.“ Auch diese Mittel stammen wieder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Für ihre steigende Zahl an Elektrobussen hat die GVB erst im Oktober eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Busdepots eingeweiht. Mit einer Leistung von 676 kWp und 1.538 Solarmodulen produziert sie rund 640.000 kWh Strom pro Jahr – genug, um bis zu zehn E-Busse klimaneutral zu betreiben, so das Unternehmen. Die Anlage ist erweiterbar und ermöglicht künftig den weiteren Ausbau der Elektromobilität.

Gera ist nicht die einzige Stadt in Thüringen, die mithilfe von EU-Mitteln Elektrobusse beschafft. Laut dem Ministerium sollen schon bis Ende 2026  im Freistaat rund 46 Busse mit emissionsfreiem Antrieb – sowohl Elektro- als auch Wasserstoffbusse – im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein, die durch EU-Mittel gefördert wurden. 

Neben Gera sollen auch in Meiningen, Suhl, Leinefeld und Jena weitere neue Elektrobusse zum Einsatz kommen. Bereits heute fahren E-Busse im Wartburgkreis, im Landkreis Nordhausen, in Heilbad Heiligenstadt, in Bad Langensalza, in Jena sowie in Suhl/Zella-Mehlis. In Weimar sind zudem geförderte Wasserstoffbusse unterwegs. Zusätzlich zu den über EU-Mittel geförderten E-Bussen sind noch weitere emissionsfreie Fahrzeuge im ÖPNV im Einsatz, so das Ministerium weiter.

thueringen.de

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