Auch VW e-Transporter erhält Batterie-Upgrade

Anfang Dezember hat Ford angekündigt, im E-Transit Custom künftig eine größere Batterie zu verbauen. Jetzt hat Volkswagen Nutzfahrzeuge die Änderung auch für die VW-Schwestermodelle Transporter und Caravelle bestätigt: auch hier gibt es künftig 70 kWh Netto-Energiegehalt und weitere Verbesserungen.

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Bild: VWN

Ford baut neben seinem E-Transit Custom und dem Pkw-Ableger E-Tourneo Custom bekanntlich in Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge auch die VW-Modelle Transporter und Caravelle als Verbrenner und mit Elektroantrieb. Daher überrascht es kaum, dass auch die VW-Varianten aus dem Werk in der Türkei die von Ford angekündigten Verbesserungen erhalten.

Das betrifft vor allem die Batterie: Statt bisher 64 kWh wird künftig eine Batterie mit 70 kWh nutzbarem Energiegehalt verbaut. Damit steigt die Reichweite des VW e-Transporters auf bis zu 380 Kilometer nach WLTP – 13 Prozent mehr als bisher. Auch beim E-Transit Custom liegt das Reichweiten-Plus bei 13 Prozent. Wie die Verbesserung beim Netto-Energiegehalt erzielt wird, gibt VWN nicht an. Ein Ford-Sprecher hatte aber im Dezember gegenüber electrive bestätigt, dass man künftig einen „höheren Anteil des Energiegehalts nutzen“ könne. „Das heißt die Batteriegröße ändert sich nicht, aber die nutzbare Kapazität“, so der Sprecher. Bestandsfahrzeuge mit 64 kWh können aber nicht per Update auf 70 kWh freigeschaltet werden.

Die Batterie verfügt auch über eine bessere Ladekurve: Zwar bleibt es bei 125 kW Peak-Ladeleistung, allerdings kann künftig länger eine höhere Leistung abgerufen werden. Im Ergebnis sinkt die Ladezeit von zehn auf 80 Prozent auf 30 Minuten, also ganze zehn Minuten weniger als bisher. Bei einem kurzen Ladestopp von zehn Minuten Länge kann laut VWN Strom für 100 Kilometer nachgeladen werden. Aber: Hier können Bestandsfahrzeuge per Software-Update von der Verbesserung profitieren, zumindest bei Ford. Mit der 64-kWh-Variante soll der Standard-Ladevorgang künftig nur noch 25 Minuten dauern – statt bisher 39 Minuten.

Analog zum Ford ist ab Anfang 2026 der elektrische VW-Transporter auf Wunsch auch mit dem Allradsystem erhältlich, das bei VW wie üblich als „4Motion“ bezeichnet wird. „Es kombiniert den bekannten Heckmotor mit einer zusätzlichen elektrischen Maschine an der Vorderachse. Da die beiden elektrischen Antriebseinheiten nicht mechanisch gekoppelt sind, kann das Drehmoment blitzschnell und bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden – für bessere Traktion auf Baustellen, nassen Straßen oder unbefestigten Wegen“, erklärt VWN.

Das Allrad-System wird – wie die Varianten mit Heckantrieb – in drei Leistungsstufen angeboten: 100 kW, 160 kW und 210 kW. Die Preise für die neuen Modellvarianten nennt Volkswagen Nutzfahrzeuge in der Mitteilung nicht, allerdings sind die Modelle bereits im Konfigurator aufgeführt. Der e-Transporter Kastenwagen mit der 70,9-kWh-Batterie startet bei 59.369,10 Euro brutto (49.890 Euro netto), als Allradler steht der Kastenwagen mit 65.259,60 Euro brutto in der Liste. Bei der e-Caravelle für Privatkunden ist die Preisdifferenz ähnlich: Hier sind es 66.080,70 Euro mit dem 100-kW-Heckantrieb und 71.971,20 Euro als 4Motion-Modell. Aufgrund der Vielfalt an Antriebs- und Karosserieversionen können wir an dieser Stelle nicht alle Einzel-Preise aufführen und verweisen stattdessen auf den Konfigurator.

Quelle: Info per E-Mail (Mitteilung), volkswagen-nutzfahrzeuge.de (Konfigurator)

2 Kommentare

zu „Auch VW e-Transporter erhält Batterie-Upgrade“
SepulNation
08.01.2026 um 17:10
Also kostet der E-Transporter ca. 20.000€ mehr als der Kia PV5 Passenger und das bei geringerer Reichweite und ähnlicher Ladeleistung? Wieso sollte ich dann den E-Transporter nehmen?
Simon
08.01.2026 um 21:04
Oder den 800V Renault. Für den Preis gibt es den technisch besseren Van von Mercedes. Die neue V Klasse wird bald vorgestellt.

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