Ford machte 2025 im E-Auto-Geschäft einen Verlust von 4,8 Mrd. Dollar
Zum Segment Model e zählt Ford dabei nur die elektrischen Pkw wie den Mustang Mach-E und den in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingestellten elektrischen Pickup F-150 Lightning, zudem die 2024 in Europa eingeführten und in Köln hergestellten E-Autos Capri und Explorer. Nicht dazu zählen hingegen elektrische Transporter wie der E-Transit und E-Transit Custom, die der Sparte Ford Pro zugeordnet sind.
Dabei handelt es sich um die 4,8 Milliarden US-Dollar „nur“ um den Verlust im operativen Geschäft (EBIT). Hinzu kommen Abschreibungen in Höhe von 10,7 Milliarden US-Dollar, die Ford im vierten Quartal 2025 für Wertminderung von Vermögenswerten und Stornierungen von Elektrofahrzeug-Programmen im Bereich Model e vorgenommen hat. Diese Abschreibungen sind Teil der insgesamt 19,5 Milliarden US-Dollar an Abschreibungen, die Ford im Dezember angekündigt hatte. Dabei hatte Ford eine umfangreiche Neuausrichtung seines Geschäfts mit Elektrofahrzeugen bekanntgegeben, die bereits pausierte Produktion des F-150 Lightning endgültig gestoppt unter auch den Stecker beim Projekt T3 gezogen, einem neuartigen Elektro-Pickup, der nun nicht auf den Markt kommen soll.
Dabei ging es im Geschäft von Model e im vergangenen Jahr durchaus aufwärts: Der Umsatz des Segments wuchs um 73 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar, während die Verluste gegenüber 2024 nur um 9,4 Prozent zurückgingen. Sprich: Ford hat sich sehr schwer getan damit, die Elektromobilität zu skalieren und schleppt vermutlich hohe Fixkosten im Segment Model e mit sich, die nur durch noch viel höhere Absatzzahlen aufgefangen werden könnten. In der Finanzpublikation heißt es denn auch: „Das Segment konzentriert sich weiterhin auf die Verbesserung der Strukturkosten und die Bereitstellung erschwinglicher Fahrzeuge der nächsten Generation in großen Stückzahlen.“
Das E-Auto-Geschäft trug übrigens nur zu einem sehr kleinen Teil zum Gesamtumsatz von Ford bei: 2025 belief sich dieser auf 187,3 Milliarden US-Dollar (+1 Prozent). Heißt: Die 6,7 Milliarden US-Dollar von Model e machen nur 3,6 Prozent des Gesamtgeschäfts aus. Und da alle anderen Geschäftsbereiche profitabel arbeiten, müssen diese die Verluste von Model e auffangen.
Auch für 2026 erwartet Ford nur eine geringfügige Verbesserung des Verlusts von Model e: Dieser soll auf 4,0 bis 4,5 Milliarden US-Dollar sinken. Zudem will Ford 2026 und 2027 die restlichen vorgesehenen Abschreibungen im E-Auto-Bereich von rund 7 Milliarden US-Dollar bilanzieren.
ford.com (PDF-Datei)





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