Ladenetz von EWE Go erreicht 2.000 Ladepunkte

Der Oldenburger Ladenetz-Betreiber EWE Go hat seinen 2.000. Schnellladepunkt in Betrieb genommen. Dieser ist Teil eines neuen Standorts am McDonald’s in Neu Wulmstorf im Hamburger Umland mit insgesamt sechs Schnellladepunkten.

Ewe go ladestation dc hpc wulmstorf mcdonalds
Bild: EWE Go

Der neue Standort an der A1 nahe Hamburg stehe für einen “strategischen Ausbau, der sich nicht nur an reiner Statistik orientiert, sondern an der tatsächlichen Nutzung“, wie EWE Go mitteilt. Das sei ein Vorgehen, das den Anbieter „über die letzten Jahre maßgeblich zum Erfolg geführt hat“.

Tatsächlich nutzt der Ladeinfrastruktur-Ableger des Oldenburger Energieversorgers EWE den Meilenstein der 2.000 Schnellladepunkte für einen kleinen Rückblick: Schon 2009 hatte sich die EWE AG gezielt mit neuen Mobilitätskonzepten auseinander gesetzt, um früh eigene Expertise aufzubauen. Der in diesem Zug als Lernprojekt entstandene Elektroauto-Prototyp E3 wurde eigens erarbeitet, um „Elektromobilität aus Nutzersicht zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse für Infrastruktur und Energieversorgung zu ziehen“, so EWE Go. 2014 wurden diese Erkenntnisse in ein Kompetenz-Center Mobilität innerhalb der EWE AG überführt, 2018 eine eigene GmbH gegründet. Seit 2020 ist diese Ladeinfrastruktur-Tochter unter dem Namen EWE Go aktiv.

Nach der Umfirmierung wurde der gezielte Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur vorangetrieben, unter anderem durch die bis heute gültige und weit bekannte Partnerschaft mit McDonald’s. „Mit der zunehmenden Spezialisierung auf öffentliches Schnellladen wurde der Ausbau weiter fokussiert“, so das Unternehmen. 2024 wurde die Marke von 500 Filialen der Fastfood-Kette mit EWE-Go-Ladestationen erreicht.

Seit 2018 setzen die Oldenburger dabei auf Hardware von Alpitronic. „Deren Hypercharger mit einer Ladeleistung von bis zu 400 kW pro Ladestation stehen für Sicherheit, einfache Bedienbarkeit und vor allem verlässliche Funktionalität“, teilt EWE Go mit. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Alpitronic und EWE Go bildet ebenfalls das Fundament des Erfolgs.“

„Laden muss unkompliziert, zuverlässig und schnell möglich sein“, sagt Ilker Akkaya, Geschäftsführer von EWE Go. „An dieses Motto haben wir uns über die letzten Jahre konsequent gehalten. Der Standort in Neu Wulmstorf zeigt einmal mehr die erfolgreiche Entwicklung der Verkehrswende insgesamt und unseren Anteil daran.“

Aus praktischer Erfahrung mit EWE Go-Standorten an McDonald’s-Filialen sei angemerkt, dass es dort zu Hauptreisezeiten inzwischen durchaus zu Stress und Gedränge kommen kann. So erlebt hat es ein Mitglied der electrive-Redaktion an der A9 im bayerischen Greding. Dort sind die Parklücken schräg angeordnet und man muss teils in komplizierten Manövern rückwärts einparken, wenn sich der Ladeanschluss des Fahrzeugs am Heck befindet. Und das in einer Einbahnstraßen-Situation bei zugleich enger Verkehrsführung. In der Spitzenlastzeit war der Ladepark mittags voll belegt und schon eine weitere Einbahnstraßen-Runde zum besseren Anfahren eines freien Ladepunktes konnte bedeuten, dass an Laden nicht zu denken war. Die Situation zeigt zweierlei: Die Kooperation mit McDonald’s macht für die EWE Go-Auslastung absolut Sinn. Doch mancher Ladepark ist so eng gebaut, dass Laden zum Stressfaktor wird.

Quelle: Info per E-Mail

8 Kommentare

zu „Ladenetz von EWE Go erreicht 2.000 Ladepunkte“
Uwe
12.02.2026 um 21:38
Ich kenne auch noch einen Standort bei dem die Säulen unmöglich platziert sind: A7 Feuchtwangen West. Nur zwei Anschlüsse genau am Eingang und schräg zur Einbahnstraße. Wer seinen Anschluss hinten hat, hat großes Problem. Solche Standorte sind nicht zu empfehlen. Ganz das Gegenteil: A10 Wildau. Ladesäulen am Rand vom Parkplatz. Sehr gut zum Laden.
Peter
13.02.2026 um 06:01
Gleiches Problem in Überlingen. Parklücken sind schräg angeordnet und man muss teils in komplizierten Manövern rückwärts einparken, wenn sich der Ladeanschluss des Fahrzeugs am Heck befindet. Zudem ist das Ladekabel noch recht kurz. Und das in einer Einbahnstraßen-Situation bei zugleich enger Verkehrsführung. De facto ist deshbalb nur ein Ladepunkt nutzbar, wirklich schade.
Daniel
13.02.2026 um 09:33
An jedem Mc Donalds mit schräg angeordneten Parkplätzen das gleiche Lied.
ph91
13.02.2026 um 11:21
Nicht nur die Anordnung der Ladeplätze sorgt für Stress, dazu kommt auch noch das in Stoßzeiten die Säulen gerne mal blockiert / zugeparkt sind.Standorte mit nur 1 oder 2 Alpitronics sind da für Langstrecke leider ungeeignet.
Torben
13.02.2026 um 14:16
Moin, schön das jetzt bei Hamburg die richtigen Lader stehen aber in Oldenburg und Bad Zwischenahn leider absolut Null. Hier in Bad Zwischenahn nur 50 kw Ladestationen und “einer” mit 140 KW. Und die Nachfrage der Einwohner ist da und wenn am Wochenende die Touristen mit ihren E Autos kommen,kommt es regelmäßig zu einem Auflauf und alle sind sehr verärgert.Nach wirklich mehrmaligen Nachfragen wann neue und mehrere 400KW Ladestationen kommen, kommt nichts oder standardisierte Antworten oder man wird als Firmen Kunde nicht wirklich ernst genommen. Wir laden unsere 5 E Fahrzeuge ab demnächst in der Nähe bei den 5 neuen 400 KW Ladern bei EON. Wenn man als ansässiges Unternehmen mit Monopol Status nicht will oder möchte, dann werden mir sicher viele folgen. Danke für nichts. VG T.Mj.
ioniqKnechter
14.02.2026 um 10:37
Torben.... Was schreibst du da? MC Osterburg, MC Wechloy, ADAC Wilhelmshavener Heerstraße, Aktiv Irma Kreyenbrück, Edewechter Landstraße u Alexander Str, sind nur einige Beispiele an denen nicht nur eine EWEGo Ladesäule steht. Nach meinem Kenntnisstand sind es 10-12 Standorte mit HPC Säulen u etwa 40 Ladepunkte nur von EWEGo. Alles Ladeleistungen von 150-300 kW. Es gibt in meinem Augen auch etwas versteckte Ladesäulen von EWEGo wie zb. am Westkreuz unter der BAB 100 kW u an der Schützenhofstraße 103 direkt beim Umspannwerk mit 3x 400 kW. - bBy the way- es gibt in Oldenburg noch EnBW ( Obi Werrastraße, Kaufpark Kreyenbrück) mit insgesamt 12 + 12 HPC Ladepunkte u Mer bei Ikea mit 12x 150 kW+ 12x 50 kW. - Allerdings in Zwischenahn sieht's etwas anders aus. Dort gibt es tatsächlich nur 3 Standorte mit 150 kW Ladeleistung (Brüderstraße, Am Badepark). Wobei sich in unmittelbarer Nähe vom MC eine 150 kW befindet. Die restlichen 3 Ladestationen können nur Leistungen zwischen 50-75 kW liefern. Das macht dann 3x 150 kW u 3x 50-75 kW. - Torben, wo bitte ist das von dir beschriebene "leider absolut Null". Entweder App nutzen oder Augen auf, aber bitte keine Fake News verbreiten.
ioniqKnechter
14.02.2026 um 23:29
Weitere Ergänzung zu Bad Zwischenahn und Lademöglichkeiten.. Seit 2025 müssen Supermärkte mit über 20 Stellplätzen am Gebäude mindestens einen Ladepunkt vorweisen. Ab Mai 2026 verschärfen EU-Vorgaben (EPBD) die Pflicht auf feste Quoten und intelligente Technik. Bei Nichtbeachtung drohen bis zu 10.000 € Bußgeld. Also hat der Gemeinderat von Badzahn ein Druckmittel gegenüber Edeka, Rewe, Netto, Lidl, Combi, Hagebau. Als haben mehr als 20 Parkplätze!
ioniqKnechter
14.02.2026 um 22:51
Nachtrag zu meinem Kommentar. Torben..es ist ja schön wenn du/ihr 5 eigene BEV im Fuhrpark habt. Der Landkreis Ammerland hat Förderungen für Ladeinfrastruktur. Entweder man nutzt eigene günstige Ladesäulen die ev gefördert werden, oder man muss sich auf Wartezeiten einstellen. Wenn man als ortsansässiger weiß, dass am Wochenende " die Touristen" kommen, muss man genau dann die 5 BEV laden? Badzahn lebt ja von "die Touristen" Dort sind ja sogar sonntags viele Supermärkte u andere Geschäfte nur deswegen geöffnet. Natürlich gibt es immer was zu verbessern. Dazu muss man eventuell den Gemeinderat ansprechen um Veränderungen auf den Weg zu bringen. - Fossile Tankstellen gibt es in Zwischenahn auch nur 3 - 4 . Hier eine Quellen Angabe - https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert