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Bild: Peter Schwierz
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Per E-Auto auf die Skipiste: Audi A6 Avant e-tron im Familien-Wintertest

Elektroauto im Winter? 2026 eigentlich keine Herausforderung mehr. Wobei es da eine Disziplin gibt, die muss man erstmal meistern: Von Brandenburg zum Skifahren in die Alpen mit drei Teenagern. Dieses „Extremszenario“ haben wir ausprobiert. Mit einem E-Auto, das die Tour auf dem Papier locker schaffen muss: Der Audi A6 Avant e-tron performance bietet viel Platz, einen 100 kWh großen Akku und somit die besten Voraussetzungen. Hier lesen Sie den Reality-Check.

Achtung, dies ist kein klassischer Testbericht – den können sie zum A6 Avant e-tron quattro hier nachlesen und zum Limousinen-Ableger Sportback hier. Bei diesem Text handelt es sich um einen Reisebericht. Moderner Testwagen ohne große Eingewöhnung – echtes Leben, einfach drauflos. Elektroauto-Erfahrung ist freilich vorhanden. Die Anforderung? Die Königsdisziplin des Reisens mit Familie: Skiurlaub in den Alpen.

Für den Wintersportfan aus dem nordbrandenburgischen Flachland, der hier als Testfahrer fungiert, musste für die Tour in die Berge ein Auto her, das beides vereint: Viel Platz für Gepäck und hohe Winter-Reichweite angesichts von rund 780 Kilometern pro Weg. Ein SUV oder ein Van erschienen überdimensioniert, das machte die Auswahl übersichtlich. Vier Personen mit reichlich Gepäck, darunter eine Ski-Ausrüstung und ein kleineres Snowboard, waren zu transportieren. Da sollte ein Kombi reichen! Die Wahl fiel ergo auf den Testsieger aus dem neuen ADAC-Wintertest: den Audi A6 Avant e-tron performance.

Los geht’s an einem Sonntag: Gepäck rein, Skitasche durch die versenkbare Mittelarmlehne (Was für ein Segen!) gesteckt, das Auto über Nacht (trotz Blockiergebühr) an der öffentlichen AC-Ladestation stehen lassen und morgens um 8 Uhr voll geladen und vorgeheizt losfahren. Der ADAC hat in seinem Test mit dem Audi eine winterliche Testreichweite von 441 Kilometern erzielt – bei einer WLTP-Angabe von 719 km wohlgemerkt. Doch diese Rechnung, das zeigt sich schnell, geht an diesem Sonntag nicht auf. Der sibirisch anmutende Winter in Brandenburg mit einer Temperatur von minus 10 Grad zum Start der Tour fordert seinen Tribut. Wärmebedarf dreier Teenager, die natürlich unbedingt nur in Socken chillen wollen, und der Wunsch des Fahrers, nicht auf der rechten Spur Däumchen zu drehen, sondern wenigstens Richtgeschwindigkeit zu fahren, leeren die 192 prismatischen Zellen des 800-Volt-Akkus schneller als gedacht. Und siehe da: Der A6 e-tron zeigt zum Start – wohl wissend, was da vor ihm liegt – nur rund 300 Kilometer Reichweite an.

Die Folge der arktischen Kälte: Ein Verbrauch von rund 28 Kilowattstunden auf hundert Kilometer auf der ersten Etappe. Schon am Hermsdorf Kreuz, also nach rund 280 Kilometern geht’s mit 18% SoC (State of Charge) zum erster Ladestopp. Der erfolgt ungünstigerweise auf einem Bauhaus-Parkplatz, da der gerade tarifbedingt bevorzugte CPO des Fahrers dort eine Kooperation hat. An einem Sonntag ist da natürlich alles dicht. Folglich bleiben drei Teenager mürrisch im E-Auto hocken und nur der Fahrer vertritt sich bei immerhin nur noch minus 5 Grad die Beine. Das übrigens 25 Minuten lang, weil der einzige verfügbare 300-kW-Lader zeitweise noch mit einem anderen Stromer geteilt werden musste und so nur 220 kW in der Spitze flossen, wo der Akku eigentlich 270 verträgt. Praxis schlägt mal wieder Theorie. Das soll auf dieser Tour noch häufiger passieren.

Immerhin haben wir jetzt das arschkalte Ostdeutschland hinter uns gelassen und bewegen uns bald bei Temperaturen um den Gefrierpunkt durch Bayern. Die erfreuliche Folge: Der Verbrauch sinkt und die Reichweite steigt! Ein weiterer Ladestopp erfolgt wegen hungriger Teenager gegen 13 Uhr bei Mc Donald’s in Greding, wo in einer guten halben Stunde bei riesigem Andrang sowohl der Akku als auch die Mägen gefüllt werden. Genauer lässt sich das später nicht mehr sagen, da aufgrund sich schon ankeifender E-Auto-Fahrer, die bereits Schlange stehen, der Ladeplatz umgehend geräumt wird, ohne die Ladekurve zu fotografieren. Solchen Stress beim Laden haben wir lange nicht erlebt!

Abhaken und auf zur letzten Etappe nach Lofer in Österreich. Nach siebeneinhalb Stunden Fahrzeit und 780 Kilometern spuckt der Bordcomputer schließlich einen Verbrauch von 25,7 kWh auf 100 km aus – bei Tempo 105 im Durchschnitt. Das ist etwas dichter an den 23,2 kWh/100km, die der ADAC bei 0 Grad Temperatur auf seinem Prüfstand ermittelt hat. Die Lücke zwischen Theorie und Praxis sowie die riesigen 21-Zoll-Felgen des Testwagens (inkl. rot lackierte Bremssättel für 350 Euro extra) lassen grüßen.

Also ab zum Skiverleih, das restliche Equipment besorgen (auf dem Schoß der Teenager ist ja noch Platz) und auch noch fix einkaufen im örtlichen Spar, der auch sonntags geöffnet hat. Auf dessen Parkplatz schaufelt ein 150-kW-Lader in 23 Minuten 53,5 Kilowattstunden in den Akku des A6 Avant e-tron. Die täglichen Fahrten der bevorstehenden Skiwoche von Lofer zur Talstation der Bergbahnen Steinplatte-Winklmoosalm in Waidring sind also schon mal gesichert. Zeitverlust beim Laden: keiner! Teenager und Fahrer: happy! Ab in die Ferienwohnung, Geraffel verstauen, kochen, schlafen.

Die Folgetage sind von der Pendelstrecke zwischen Ferienwohnung und Parkplatz geprägt. Der Audi A6 Avant e-tron macht, was er soll. Und das Elektroauto hat sich sogar gemerkt, dass man es an den Händen warm mag – und aktiviert ungefragt die Lenkrad-Heizung beim Einsteigen. Herrlich! Überhaupt sind die Sonderfunktionen im Klima-Menü wie „Füße wärmen“ oder „Frische Luft“ traumhaft. Wer sich die drei Klicks durch das noch immer etwas verschachtelte MMI sparen will, kann dem Audi per Sprachsteuerung auch zurufen „Ich habe kalte Füße“ und schon wird’s warm. Sagt man dann allerdings, dass die Füße nun angenehm warm sind, gibt’s prompt kalte Luft.

Das Laden am Supermarkt, so komfortabel es auch war, hätten wir uns übrigens sparen können, hätten wir gewusst, welch‘ herrliches Ladeerlebnis die Bergbahnen Steinplatte-Winklmoosalm direkt an der Talstation in Waidring bieten: Während du oben über die Pisten saust, füllt sich unten der Akku – und das für faire 0,44 @/kWh ohne Blockier- oder Minutengebühr via Direct Payment beim Betreiber da emobil direkt an der Talstation der Bergbahn. So muss das! Und das schätzen nicht nur wir, sondern sehr viele weitere E-Mobilisten aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg, wie ein Blick auf die Nummernschilder offenbart. Klar, es sind ja auch Winterferien in der fernen Heimat.

Diese komfortable Situation nutzen wir auch am letzten Skitag, machen den Akku randvoll und treten damit am nächsten Morgen die Rückreise an. Welche sich allerdings besonders zäh gestaltet, da ganz Berlin und Brandenburg heimfährt und dafür Sachsen die Alpen erobert. Ganz Bayern scheint an diesem Wochenende ein Transitland für Skitouristen zu sein. Viele Staus veranlassen den Audi A6 Avant e-tron performance immer wieder, uns aus „Effizienz-Gründen bei der Ladeplanung“ (oder so ähnlich sagt es das Navi jedenfalls) von der Autobahn ab und über Landstraßen zu leiten. Zugleich ist es mit einstelligen Plusgraden deutlich milder als auf der Hinfahrt. Die Folge: Der Audi zeigt 400 Kilometer Reichweite an – und schafft diese Sprünge auch problemlos.

Doch die Tour zieht sich. Ganze neun Stunden Fahrtzeit plus zwei Ladestopps (wegen Hunger und anderen Teenager-Bedürfnissen oft früher als technisch nötig) sorgen für zehn Stunden Reisezeit. Immerhin ist der Fahrer trotzdem noch fit, denn so komfortabel wie in diesem malpeloblauen Elektro-Kombi mit den vier Ringen reist er sonst in seinem E-Auto nicht. Die Sportsitze (S Line Interieur, 2.230 Euro Aufpreis) mit Stoff/Kunstleder-Kombination sind ein Traum und fühlen sich gerade im Winter fast schon kuschelig an. Das Fahrwerk mit Luftfederung im Fahrmodus „balanced“ ist herrlich ausgewogen. Kein Gesäßmuskel zwickt von der langen Reise. Aber: Bei einem deutschen Premium-Autobauer hat das alles seinen Preis: So werden mit ein paar Kreuzchen in der Aufpreisliste aus einem ohnehin schon hohen Grundpreis von 77.250 Euro mal eben 103.475 Euro für den Testwagen. Dass hier also ein VW ID. Polo oder zwei Dacia Spring nur an aufpreispflichtigen Extras drinstecken, ist zwar keine News, muss man sich aber dennoch immer wieder auf der Zunge zergehen lassen. Immerhin: Das schicke Malpeloblau-Metallic kostet keinen Aufpreis.

Und der Verbrauch? Ist mit 20,7 kWh/100km auf der Rückreise bei 88 km/h im Schnitt deutlich geringer. Auf der gesamten A9 war es aber auch dermaßen voll, dass selbst an Richtgeschwindigkeit kaum zu denken war. Signifikant darüber kamen wir nur zwischen Leipzig und Berlin voran.

Fazit: Winter ist nicht gleich Winter

Wir lernen: Über die Balance zwischen Theorie und Praxis entscheidet beim Elektroauto im Winter noch immer das Thermometer. Zwei Grad plus oder 8 Grad minus machen auch beim A6 Avant e-tron einen großen Unterschied. Auch an die Audi-Software mit ihrer fehlenden SoC-basierten Reichweiten-Navigation muss man sich gewöhnen. Hier musste der Teenager auf dem Beifahrersitz häufiger bei der Feinjustierung der Filter in der Ladeplanung helfen. Denn wer bestimmte Anbieter anfahren will, muss das dem System natürlich sagen – und dann die Navigationshinweise im Cockpit-Display hinterm Lenkrad anzeigen lassen. Dort – und nur dort – sieht man den prognostizierten SoC-Wert bei der Ankunft am nächsten Ziel. Und das muss man auch erstmal wissen!

32 Kommentare

zu „Per E-Auto auf die Skipiste: Audi A6 Avant e-tron im Familien-Wintertest“
Gregor
15.02.2026 um 13:03
und wer keine 100.000€ für ein gutes Auto ausgeben will/kann, der kann den Zeekr7x nehmen. Kostet die Hälfte und kann sogar nach Anbieter Ladestationen filtern (was bei VW Hexenkunst gleicht)
David W
18.02.2026 um 15:53
a better routeplaner app. Habe noch nichts auch nur annährend vergleichbares bei einem OEM gefunden, das ist einfach immer lieblos hingemurkst. Keine Ahnung wieso die nicht in der Lage sind vernünftige Ladeplanungs-Apps zu entwickeln, aber mit ABRP und Android Auto kann man super selbst priorisierte Netzwerke auswählen und andere ausschließen. Mit OBD Dongle kann die App auch den SOC live auslesen.
Branchenkenner
15.02.2026 um 20:38
Der Zeekr 7X hat viiieeel weniger Reichweite, insbesondere im Winter und auf der Autobahn
Markus
15.02.2026 um 20:37
Tatsächlich kann der VW ID.7 das auch, ich kann mir deshalb nicht erklären, wieso der Audi das nicht kann.
Melvin
16.02.2026 um 08:18
Naja, der ID.7 filtert zumindest unter 5.4.0 bisher nur Ionity und "WeCharge". Beliebige CPO lassen sich hier leider noch nicht filtern, das geht nur, wenn man in der App eine Route plant und ans Auto sendet. Bei allem, was ich bisher von der 5.6.3 gesehen habe, kann es VW auch in neueren Versionen immer noch nicht. Quelle: Ich fahre einen ID.7 mit o.g. Software.
Stefan Mahlau
15.02.2026 um 19:17
Ja, stimmt, auch der Zeekr 7GT wäre derzeit mein absoluter Top Favorit. Bei Zeekr ist wirklich absolut alles absolut top. Preis, Ausstattung, PS, Ladeleistung, Akku-Größe Verarbeitung, Optik etc. - echt krass!
Oliver Daniel
15.02.2026 um 22:16
Ein Auto benötigt funktionierenden Service, bezahlbare Ersatzteile und ein enges Werkstattnetz. Mit einem Chinesen wird das ein praktisch unmögliches Unterfangen. Und wenn dann mal schnell das nächste Modell in 2 Jahren dasteht, ist es aus mit Service. Wer billig kauft, kauft 2 mal und wenn die Chinesen erstmal da sind ist Schluss mit Europäischen Autos und dann sind die Jobs auch noch Weg. Tesla ist der Beweis, nicht auf kurzzeitige Hypes zu springen!
MWF
18.02.2026 um 13:42
Ein Verbrenner pder BEV aus deutscher Produktion braucht ein enges Werkstattnetznetz, lieferbare Ersatzteile und einen funktionierenden Service. Mit einem BEV von TESLA braucht man das nicht.
Josef
18.02.2026 um 20:35
Und fällt dann durch den TÜV weil die Querlenker ausgeschlagen sind und keiner kontrolliert hat. Auf keinerlei Service kann ich gut verzichten und war DER Grund warum bei meiner alten Firma mit 1500 Firmenwagen keine Tesla auch nur in Betracht kamen...Null Service ist inakzeptabel. Tesla Fans verkaufen das als Vorteil. Unglaublich.
Steeg freyer
15.02.2026 um 17:52
Völliger Quatsch was sie hier erzählen....
Fischmeister
15.02.2026 um 16:37
Dafür hast du auch nur einen Zeekr mit anderen Problemen die man bei deutschen Herstellern nicht hat. Wer sie Assistenzsysteme der deutschen kennt und nutzt fährt freiwillig keinen Chinesen mehr. Außer man steht auf Selbstbestrafung.
ErichW
15.02.2026 um 14:16
25,7 kWh auf der Hin- und 20,7 kWh auf der Rückreise ergeben exakt den vom ADAC ermittelten Durchschnittsverbrauch von 23,2 kWh. Es fehlt lediglich der Durchschnittsverbrauch vor Ort. Die Differenz zwischen Hin- und Rückreise ist nachvollziehbar, da der Zielort höher liegt.
Lorenz
15.02.2026 um 14:29
Wir sind gerade bei ähnlichen Temperaturen von Kiel nach Südtirol (1300km) und zurück gefahren.14 Stunden pro Strecke und 21KWh Verbrauch bei Zielgeschwindigkeit 140km/h (manchmal auch schneller).Komfortfunktionen sind bei unserem Auto fast exakt gleich, nur beim Laden mussten wir nie warten, da immer genügend Ladesäulen zur Verfügung stehen. Und eine sinnvolle SoC Darstellung für die Ladeplanung ist auch dabei.Wir nutzen einen Tesla Model 3, der weniger als die Hälfte des o.g. Audis kostet. Das Supercharger Netzwerk ist bei Preis und Leistung für die Langstrecke perfekt: 45 - 50 Cent pro KWh und immer genügend Ladesäulen. Es wird viel über Elon geschimpft(zurecht), aber die Autos von Tesla sind immernoch bei Preis/Leistung weit vorn und das Model Y wird in Deutschland produziert und nicht in China!
Christian
17.02.2026 um 15:54
Ja, stimmt. Hatte auch mal ein Model 3, war super effizient. Aher gerade nen Tesla kaufen bringe ich nicht über mich. Wäre mir unangenehm, auch vor mir selbst.
Branchenkenner
15.02.2026 um 20:41
Nein, die Autos sind natürlich nicht vorn. Teslas fehlt es etwas an Reichweite und sehr viel an Ladegeschwindigkeit und Ausstattung. Dafür muss man trotzdem tief in die Tasche greifen. Deutsche 800V Fahrzeuge wie der IX3 bieten da viel mehr, kosten aber auch mehr. Preis-Leistung ist insgesamt besser bei den deutschen Herstellern da viele Kunden natürlich auch die Premium-Features haben möchte die es bei Tesla gar nicht erst gibt. Chinesische Modelle sind dann in der Preis-Leistung nochmals besser und wirklich welten vor jedem Tesla
Lumia
16.02.2026 um 04:54
Natürlich ist ein Tesla Model Y ganz vorne dabei. Sehr viel Platz, sehr viel Leistung, sehr effizient, sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis, sehr gute Materialanmutung, null Hartplastik. Fahre selbst ein Model Y Juniper Performance und ab und an E-Autos andere Marken. Einzig allein eine elektrisch klappbare Anhängerkupplung würde ich mir wünschen, Head Up Display oder Massagesitze brauche ich nicht. Ansonsten ist der Tesla top ausgestattet, die Software inkl. Heizungssteuerung top durchdacht, das Soundsystem sucht seines gleichen, rote Bremssättel Serie:-) (350€ für rote Bremssättel… ernsthaft? Kostet ein Qi-Ladepad auch noch Geld?). Aber trotzdem, natürlich muss man die „deutschen“ Hersteller unterstützen, wegen Jobs und so. Welche E-Autos werden denn überhaupt noch Deutschland produziert?
MWF
18.02.2026 um 13:43
100%
NurnochBEV
17.02.2026 um 20:32
Ich kann das vollkommen bestätigen! Ob es den Leuten passt oder nicht, ob man Elon mag oder nicht. Tesla baut immer noch Top BEVs wenn auch nur mit 400V und im Vergleich zu kleinem Akku. Bin jetzt in 3Jahren 150TKm MY LR AWD gefahren davon 6x zum Skifahren. Habe mich dann wegen Herrn Musk gegen das neue Model entschieden und zum BMW i5T gewechselt. Er sieht viel besser aus (ich liebe die Optik), hat die besten Assis und fährt sich wie ein BMW (und hat die Auto AHK:-). Da sind die Vorteile. Brauche aber auch 25kw statt 20. Habe deutlich weniger Kofferraum und Platz im Fonds. Performance ist deutlich schlechter, kein AWD mehr. Und finde mal Sa vor Silvester nach Süden eine freie Ladesäule. Wartezeit vorprogrammiert. Nen Super Charger bekommst du immer und der funktioniert dann auch noch. Software und Bedienung bei Tesla immer noch ganz vorne dabei. Mein Fazit: Der Markt entwickelt sich rasant weiter, ein Glück! China dringt massiv in den Markt mit scheinbar tollen Autos. Aber haben die ganzen Schwärmer mal einen Zeekr gefahren oder gar länger getestet? Habt ihr mal ne Scheibe gewechselt oder nen spontanen Service nötig gehabt? Die Deutschen holen auf, haben aber auch alle noch viele Bugs. Vor allem in der Software. Wenn du ein Anfänger BEV suchst, mit anwenderfreundlicher Technik und Laden, Top Performance und Platz für die Familie, in Deutschland gebaut. Dann ist und bleibt der Tesla eine gute Wahl.
HAF
18.02.2026 um 06:34
Was hindert Dich daran mit dem BMW an einen Supercharger zu fahren? Verstehe die Logik dahinter nicht.
Branchenkenner
16.02.2026 um 09:27
Nein ein Tesla ist natürlich nicht weit vorne mit dabei. Alleine das es nicht mal ein Fahrerdisplay gibt, keine physischen Tasten, keine Massagesitze, keine Head-Up-Display, kein bidirektionales Laden, keine 360° Kameraansicht, die Ladezeiten sind mit 32-35 Minuten viel zu lang un im letzten Jahrzehnt stecken geblieben, die Reichweite ist nur in Ordnung (BMW iX3 oder Volvo EX60 mit ca. 810km, Tesla bietet maximal nur ca. 625km.) Sorry, die rosarote Brille abnehmen und mal fie technischen Daten vergleichen. Chinesische Modelle wie Xpeng G6 oder Zeekr 7G kosten ähnlich viel und bieten als Gesamtpaket mehr, deutsche Hersteller bieten viel mehr kosten aber auch deutlich mehr). Und dann wäre da noch Leapmotor die ja selbst in China zusammen mit Geely (Zeekr, Volvo, Polestar) den Markt aufrollen. Ein Leapmotor C10 800V Allrad ist deutlich günstiger als ein Model Y Premium Allrad und bietet so ziemlich überall bis auf die maximale Reichweite deutlich mehr fürs Geld.
Lorenz
15.02.2026 um 21:58
Welche Premium Features sollen das sein? Bin sehr gespannt.
Fischmeister
15.02.2026 um 16:41
Der Tesla kann aber auch nur die Hälfte des Audi. Nicht das ich den Audi besonders geil finde. Aber Tesla ist halt technisch Murks. Die sind halt nur effizient. Sonst können die nichts. Haben die Teile als Poolfahrzeug in der Firma. Nichtmal der Highland ist wirklich geil. Nichts wofür ich meine MEB Plattform tauschen würde.
Wolfgang
15.02.2026 um 16:26
Schöner realitätsnaher Bericht. Sind gerade auf der Rückreise aus Kühtai bei Innsbruck. Dort konnten wir im Ort für 36 ct/kWh laden. Zusammen mit Ladestopps bei der TEAG auf An- und Abreise kommen wir insgesamt günstiger weg als mit dem Verbrenner.
tacjazo
16.02.2026 um 00:09
Wow, wie fortschrittlich Audi mit dem Flagschiff doch ist. Also ich setze mich in meinem Ioniq 6, sage ihm ich will nach Ischgl (oder sonst wohin) und er führt mich Problemlos dahin mit direkt vom Navi geplanten Ionity Ladestopps und Akkuvortemperierung, da entsprechender Filter vorhanden. Mache ich mir vorher Gedanken über Reichweite, Verbrauch und welchen Transzendenten mitternachts der Merkur hat? Natürlich nicht. Schade, dass Audi es nicht genau so hinbekommt. Das mache ich so übrigens schon 3 Jahre lang und ob Winter oder nicht waren mir und dem Auto schnurzpiep egal. Im Sommer drückt die höhere Reichweite manchmal doch sehr auf die Blase. Der A6 etron ist eine lame duck. Richtig dicker Akku, akzeptabler Verbrauch - ok. Aber das gab und gibt es woanders schon länger und günstiger. Und die Preise für Audi-Inspektionen hatte ich schon 8 Jahre vor meinem Hyundai, das brauche ich nicht nochmal.
ChriBri
17.02.2026 um 17:38
Nach 70T km Ioniq6 kann ich das bestätigen. Akkuvorkonditionierung, Ladeplanung, Anbieterfilterung, Ladeperformance, niedriger Verbrauch… das alles machen die Koreaner sehr zuverlässig. Beim Ioniq6 ist halt die Praktikabilität nicht so gut wie beim A6.
tacjazo
18.02.2026 um 22:27
Praktikabilität? Zu 95% brauche ich keinen großen Kofferaum. Wenn doch, dann gibt es Dachboxen, AHK-Gepäckträger oder zur Not Anhänger. Und für die 5% ist der Verbrauch dann auch vernachlässigbar. 1.600km mit 2 E-Bikes quer durch Frankreich. Geht alles. Nur die französischen Raststätten sind einfach zu wenige und schlecht designed. Das ist eher eine Beeinträchtigung, als der leicht höhere Verbrauch. Mit der Gepäckbox auf dem Fahrradträger quer durch Norwegen - ebenfalls kein Problem. Und einen Verbrauch von mehr als 24 kWh/100 km habe ich nur mit Planenanhänger gesehen
Volker Jaschke
16.02.2026 um 08:35
Zu viert im A6 Avant mit Skigepäck, hätte gern mal ein Bild vom Kofferraum gesehen. Wir schaffen das nur mit Dachbox, auch weil wir nix leihen und haben im ID.7 Tourer ungefähr 27kwh/100km auf ähnlicher Strecke gebraucht. Mit ein bisschen Planung kann man die Ladepausen gut nutzen. Richtig spaßig wird es dann auf den Passstrassen - lautlos nimmt man jede Steigung und Kurve mit Leichtigkeit. Und 100k muss man dafür auch nicht ausgeben.
Volker Jaschke
16.02.2026 um 11:12
Kofferraumbild war doch dabei, sorry. Wunderschönes Auto!
Martin
16.02.2026 um 10:57
Malpelo-Blau kostet 990€ lt. Konfigurator. Wer für einen derartigen Test einen A6 mit 21" Rädern zur Verfügung stellt, muß sich über eine dürftige Energiebilanz nicht wundern. Mit 19" benötigt ein ansonsten gleich konfigurierter A6 lt. Energielabel beim Autobahnwert 1,8 kWh weniger als mit 21" Rädern.
TeeKay
16.02.2026 um 12:06
Würde Audi jetzt endlich noch die Individualisierungsoptionen, die es im Verbrenner-A6 gibt und im Q8 e-tron gab, im elektrischen A6 anbieten, wäre es das perfekte Auto. Aber aus welchen Gründen auch immer entschied Audi, dass nur Verbrennerfahrer Komfortsitze in beliebigen Farben (auch außen) haben dürfen. Und der 22 kW Lader fehlt auch immer noch. Meiner Meinung nach passt der Slogan "Vorsprung durch Technik" bei Audi seit 15 Jahren nicht mehr - seit sie sich ab 2010 demonstrativ der Elektrisierung verweigerten und einem bis heute das Gefühl geben, dass sie Elektromobilität nur als unbeliebte Pflicht ansehen.
Entusiast
18.02.2026 um 02:00
Ein schöner Bericht, danke!Ich fahre seit Anfang Januar 2026 den gleichen Wagen, gleiche Farbe. Eine Woche nach Übernahme ging's auch zum Skifahren in Österreich. Das Fahren mit Straßenlage und Lenkverhalten etc. ist ein Traum, auch im Vergleich anderer E-Autos wie Lucid, Cadillac, oder die MGs oder BYD... Ebenso das relativ schnelle Laden zu Beginn der Ladekurve 20-80% mit locker 220-270kW. Die Planung will eher öfter kurz als lange laden. Die so 200-250km im Winter passen zu den körperlichen Bedürfnissen. Die Sitze empfinde ich ebenfalls als sehr angenehm, aber gleichzeitig nicht als Plüschcouch.Was aber gar nicht geht: Die Untauglichkeit zu Fahren bei Schneeregen oder Schneegestöber, was bei Fahrten im Winter und zum Skifahren ja vorkommt: * Die Spurhalte- und Abstandsautomatik (ACC) steigt nach ca. 2km im Schnee aus, weil der Sensor wie ein Schneepflug unten auf der Strasse sitzt. Es ist schleierhaft, warum dann nicht sukzessive auf Abstandsautomatik bzw. zumindest Tempomat umgestellt wird. Gerade bei schlechter Sicht würde ich doch erwarten, dass die Assistentenfunktionen mich unterstützen und evtl. schützen. * Die Scheibenwischer schieben den Matsch immer direkt vor die Augen des Fahrers. Scheinbar sind die Standard-Scheibenwischer untauglich. * Scheiben beschlagen schnell bei relativ geringer Temperatur (19,5°C) im Wagen. * Im Frunk bildet sich ein Teich, weil der keine Abflüsse hat und so Feuchtigkeit von Wischtüchern oder Ladekabeln nicht entweichen kann.Ich hätte erwartet, dass ein Wagen aus Bayern zumindest mal im Winter getestet wird.Erwartet definitiv keine Software-Komfort-Funktionen aber einen Wagen, der einfach zum komfortablen und zügigen Fahren gemacht ist.
Forenfreund
23.02.2026 um 00:22
Danke für die realistische Zielgeschwindigkeit von 130km/h. Auch wenn es nicht immer möglich war. Zumindest wünsche ich mir das für weitere Tests erneut.

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