Cybercab: Tesla nimmt regulatorische Hürde für induktives Laden

Tesla will sein Cybercab perspektivisch kabellos laden. Dafür hat das texanische Unternehmen nun eine wichtige Ausnahmegenehmigung der Federal Communications Commission (FCC) erhalten. Damit darf Tesla für sein induktives Ladesystem in den USA Ultrabreitband-Funktechnologie verwenden.

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Bild: Tesla

Teslas Cybercab soll serienmäßig als Robotaxi ohne Pedale und Lenkrad auskommen. Ein erstes Exemplar des Zweisitzers haben die Texaner diese Woche im Werk in Austin gefertigt. Nun gibt es auch Neuigkeiten zum Vorhaben, das Cybercab ohne menschliche Hilfe zu laden. Demnach gewährt die Federal Communications Commission (FCC) Tesla in den USA eine Ausnahmegenehmigung, wonach das Unternehmen in seinem künftig induktiven Ladesystem Ultrabreitband-Funktechnologie („Ultra-Wideband radio technology, UWB“) nutzen darf. Dies galt zuvor als regulatorische Hürde.

Konkret schwebt Tesla vor, eine statische Ladelösung einzuführen, die aus einem Ladepad am Boden und einem passenden Empfänger am Unterboden der Fahrzeuge besteht. Hält der Wagen über dem Ladepad wird kabellos Strom übertragen. Dies funktioniert bei induktiven Systemen üblicherweise über Magnetspulen. Eine der Herausforderungen ist dabei die exakte Positionierung des Fahrzeugs über der Bodenplatte.

In einem offiziellen Dokument im Kontext der Behördengenehmigung heißt es dazu: „Das Tesla-Positionierungssystem ist ein Impuls-UWB-Funksystem, das die Peer-to-Peer-Kommunikation zwischen einem im Elektrofahrzeug (EV) installierten UWB-Transceiver und einem zweiten, auf einer ebenerdigen Ladestation – die sich im Freien befinden kann – installierten UWB-Transceiver ermöglicht, um eine optimale Positionierung für das kabellose Laden des EV zu erreichen.“

Tesla selbst betont laut dem Dokument, dass „die UWB-Signale nur kurzzeitig beim Annähern des Fahrzeugs an die Ladefläche und hauptsächlich auf Bodenhöhe zwischen Fahrzeug und Ladefläche auftreten“. Und, dass die Signale „durch die Karosserie des über der Ladefläche positionierten Fahrzeugs deutlich abgeschwächt werden“. Ehe die Ultrabreitband-Funktechnologie zum Einsatz kommt, will Tesla zudem übergangsweise auf Bluetooth setzen.

Auch wird das Cybercab wahrscheinlich auch herkömmlich laden können. „Prototypen des Cybercab wurden in den USA bereits häufig beim Laden an regulären Tesla Superchargern gesichtet“, schreibt etwa das Portal Teslarati.

teslarati.com, x.com, docs.fcc.gov (PDF)

4 Kommentare

zu „Cybercab: Tesla nimmt regulatorische Hürde für induktives Laden“
MWF
23.02.2026 um 08:07
Immer einen Schritt voraus.
Branchenkenner
23.02.2026 um 17:04
Eigentlich sind sie immer einen SChritt hintendran. Aber wer die Augen davor verschließt will das wohl auch einfach nicht sehen. Nicht wahr?
Egon Kohler
23.02.2026 um 18:50
Autos induktiv zu laden ist an sich ist nichts neues (siehe z.B. https://autonotizen.de/neuigkeiten/bmw-wireless-charging-530e-iperformance-preis), ausser dass es nicht in der Breite angewandt wird sondern bisher ein Nischen-Dasein fristet. Warum genau Tesla später UWB zur Kommunikation einseten will, statt wie aktuell Bluetooth, das wäre in der Tat interessant zu wissen.
F.
24.02.2026 um 11:01
Es geht um die möglichst exakte Positionierung, nicht um Kommunikation. Genauer kann ich es aber leider auch nicht erklären.

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