Tesla Cybercab wird Leichtgewicht mit 48-kWh-Akku und Frontmotor

Schon 2024 hatte Tesla sein Cybercab präsentiert, damals aber keine technischen Eckdaten genannt. Aus offiziellen Unterlagen der US-Behörde EPA gehen jetzt eine Reihe von Spezifikationen hervor: Demnach erhält das E-Robotaxi einen 163-kW-Frontmotor und eine eher kleine Batterie mit 48 kWh Kapazität.

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Bild: Tesla

Tesla schweigt noch beharrlich zur Plattform und zur Antriebstechnik des Cybercab. Doch der administrative Weg zur US-Serienproduktion geht mit gewissen Offenlegungspflichten einher. So kommt es, dass Tesla bei der US-Umweltschutzbehörde EPA offizielle Unterlagen einreichen musste, die für die Zulassung als Serienfahrzeug erforderlich sind – und die uns nun einen tiefen Einblick in das Datenblatt des Cybercab ermöglichen. Zuerst darüber berichtet hat das Fachmagazin Car and Driver.

Doch zuvor zum Kontext: Vorgestellt hatte Tesla sein Robotaxi 2024 in Form eines goldfarbenen, zweisitzigen Coupés mit Flügeltüren. Es soll die Antwort auf die Robotaxis von Waymo sein und wie vielfach beschrieben ohne Lidar auskommen. Stattdessen setzt Tesla mit seiner Full-Self-Driving-Software (FSD) auf ein Kamera-basiertes, rein visuelles System. Erhältlich sein soll das Modell via B2B-Kanäle, aber auch für Private. Und: Auch in Privatwagen wird das FSD-System aktivierbar sein, jedoch bleibt der Fahrer in der Verantwortung, wie es zur Präsentation vor eineinhalb Jahren hieß.

Klar war bereits zudem, dass es sich beim Cybercab anders als beim Model 3 nur um einen Zweisitzer handelt. Die Flügeltüren geben bei der Baureihe den Zugang zu einem recht kleinen Innenraum frei. Und hinter den beiden Sitzen gibt es eine massive Trennwand, weshalb Tesla auch auf eine Rückscheibe verzichtet hat. Unter der goldenen Abdeckung ist dennoch ein erstaunlich großer Kofferraum verbaut. All diese und weitere Eindrücke haben wir hier in unserem Premieren-Artikel ausgeführt.

Zu den neuen Erkenntnissen: Laut den EPA-Unterlagen verfügt das Cybercab über einen 163-kW-Frontmotor, der von einem 48 kWh-Akku gespeist wird. Das Leergewicht der Limousine soll 3.113 Pfund, die Nutzlast 617 Pfund betragen, umgerechnet sind das 1.412 bzw. 280 Kilogramm. Damit wäre der Tesla-Stromer laut dem Portal InsideEVs das derzeit leichteste Elektroauto auf dem US-Markt. Die Nutzlast fällt ebenfalls eher niedrig aus, sprich: Personen und Gepäck an Bord dürfen zusammen nicht mehr als 280 Kilo wiegen.

Ob die 163 kW über den Tritt aufs Pedal abrufbar sind, ist dabei noch unsicher. Tesla stellte ursprünglich in Aussicht, dass Cybercab ohne Lenkrad und Pedale zu bauen, stattete damit dann aber später doch Testfahrzeuge aus. Die Batterie kommt laut EPA-Daten auf 146 Amperestunden Kapazität und eine Spannung von 326 Volt, woraus sich die genannten 48 kWh ergeben. Die Reichweite soll bei 418 Meilen gemäß EPA-Zyklus liegen, umgerechnet 673 Kilometer. Dies ist laut InsideEVs aber nicht die spätere offizielle Reichweite, die noch nach unten korrigiert werden muss. Die Autonomie dürfte laut gängigen Berechnungen vielmehr knapp unter 300 Meilen liegen, also unter 480 Kilometern.

Wann das Cybercab nun wirklich in Serie gefertigt wird, bleibt unterdessen weiter unklar. Ein erstes Exemplar des Zweisitzers hatten die Texaner im Februar im Werk in Austin gefertigt, dabei handelte es sich aber noch um ein Vorserienexemplar. Die letzte offizielle Tesla-Angabe war, dass der Launch „vor 2027“ beginnen soll.

Wie auch immer: Für Tesla ist das Modell ein weiterer Schritt in Richtung Robotik und autonomes Fahren. Tesla-Chef Elon Musk macht keinen Hehl daraus, dass er das Unternehmen weiter umbauen will, hin zu Robotaxis und humanoiden Robotern, die er als zentral für die Zukunft von Tesla bezeichnet. Und: Mit dem Cybercab kündigte der Tesla-CEO stets auch die Einführung eines neuen Produktionssystems namens „Unboxed“ an. Dieses soll die Fertigung stark vereinfachen.

Tesla plant konkret, verschiedene Baugruppen des Cybercab in separaten Bereichen der Fabrik zu montieren und diese anschließend zusammenzuführen. Also eine Abkehr vom aktuellen Linien-Ansatz. Dies soll Kosten senken, weniger Produktionsfläche benötigen und die Fertigung beschleunigen. Ob das System nun tatsächlich zum Einsatz kommt, ist aber nicht bestätigt. Auch warnte Musk laut dem Portal InsideEVs Anfang des Jahres, dass die Produktion des Cybercab unter dem neuen System voraussichtlich „quälend langsam“ erfolge – da Tesla in die neuartige Produktionstechnik noch hineinwachsen muss.

dis.epa.gov via insideevs.com, caranddriver.com

1 Kommentar

zu „Tesla Cybercab wird Leichtgewicht mit 48-kWh-Akku und Frontmotor“
nobody cares
16.06.2026 um 12:07
Nobody cares

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