Rohm lizensiert TSMC-Produktiontechnologie für GaN-Halbleiter
„Durch die Lizenzierung der GaN-Technologie von TSMC wird Rohm seine Lieferkapazitäten erweitern, um der wachsenden Nachfrage nach GaN in Anwendungen wie Elektrofahrzeugen und KI-Servern gerecht zu werden“, wie das japanische Unternehmen mitteilt. Sprich: Rohm wird Produktionstechnologie des taiwanesischen Chipherstellers lizensieren, um die eigene Produktion der Galiumnitrid-Halbleiter zu erweitern.
Galliumnitrid-Leistungshalbleiter bieten als Alternaitve zu Chips auf Basis von Silizium oder Siliziumkarbid (SiC) laut Rohm „hervorragende Hochspannungs- und Hochfrequenzeigenschaften und tragen so in einer Vielzahl von Anwendungen zu höherer Effizienz und geringerer Baugröße bei“. In Consumer-Produkten wie Netzteilen kommt diese Technologie bereits heute großflächig zum Einsatz, aber auch in Onboard-Chargern von Elektrofahrzeugen und in deutlich leistungsfähigeren Netzteilen von KI-Servern sieht Rohm Potenzial.
Das japanische Unternehmen hat schon frühzeitig die Entwicklung von GaN-Produkten vorangetrieben und bereits 2022 eine Massenproduktionsanlage für 150-V-GaN-Halbleiter in Hamamatsu eröffnet. Für höhere Spannungen hat Rohm auch mit Partnern zusammengearbeitet, wie etwa mit TSMC. Ende 2024 hatten die beiden Unternehmen eine Partnerschaft im Bereich „Automotive GaN“ verkündet.
Jetzt haben Rohm und TSMC einen Lizenzvertrag geschlossen, in dessen Rahmen die Prozesstechnologie zu dem 650-Volt-Verfahren von TSMC an Rohm Hamamatsu übertragen wird. Die Japaner planen nach eigenen Angaben, die Produktionsanlage bis 2027 aufzubauen, um die steigende Nachfrage zu decken.
Was als „Weiterentwicklung der bestehenden Partnerschaft“ dargestellt wird, ist aber zugleich auch deren teilweises Ende, zumindest bei Produkten für die Autobranche: „Nach Abschluss des Technologietransfers werden Rohm und TSMC ihre Partnerschaft im Bereich Automotive-GaN einvernehmlich beenden“, heißt es in der Mitteilung. „Gleichzeitig werden die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren, um effizientere und kompaktere Stromversorgungssysteme zu entwickeln.“





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