Nedeljkovic-Nachfolge: Raymond Wittmann wird BMW-Produktionsvorstand
Dass sich der Aufsichtsrat mit der Suche nach einem neuen Produktionsvorstand beschäftigen muss, ist seit dem vergangenen Dezember bekannt. Denn damals wurde angekündigt, dass Milan Nedeljković, der aktuell das Produktions-Ressort führt, mit der Hauptversammlung im Mai auf Oliver Zipse als BMW-CEO folgen wird.
Jetzt hat das Unternehmen eine interne Nachfolge-Lösung präsentiert: Der 47-jährige Raymond Wittmann ist seit 2015 bei der BMW Group tätig und verantwortet seit 2024 den Bereich Konzernstrategie und -entwicklung. In seinen elf Jahren bei BMW hat er das Unternehmen über mehrere Führungsfunktionen in verschiedenen Unternehmensressorts gut kennen gelernt – auch in der für seinen künftigen Job wichtigen Produktion. Unter anderem war Wittmann Leiter der Montage im Stammwerk München, CFO der Vertriebsregion Amerika und als Projektleiter für den Aufbau des Produktionsstandorts in San Luis Potosí (Mexiko) zuständig.
Wittmann wurde schon jetzt in den Vorstand berufen, hat aber noch nicht die Verantwortung über ein Ressort – das wird erst mit dem Wechsel rund um die Hauptversammlung geschehen. Bis dahin kann Wittmann also von Nedeljković eingearbeitet werden. Der künftige Produktionsvorstand bringt auch einen technischen Hintergrund mit: Er ist promovierter Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik und hat auch schon als Partner bei einer internationalen Strategieberatung gearbeitet.
„Raymond Wittmann verbindet strategisches Denken mit operativer Exzellenz und betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Mit seinem breiten, ressortübergreifenden Erfahrungsschatz und seiner internationalen Perspektive verfügt er über die entscheidenden Qualitäten für die Führung des Produktionsressorts“, sagt Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter, früher selbst im BMW-Vorstand aktiv. „Raymond Wittmann ergänzt das künftige Vorstands-Team um Milan Nedeljkovic mit den richtigen Stärken und Kompetenzen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass der Vorstand in seiner neuen Zusammensetzung den Erfolg der BMW Group auch in Zukunft fortschreiben wird.“
Wittmann wird wohl zunächst vor allem die Arbeit seines Vorgängers Nedeljković weiterführen: BMW steckt mitten im Rollout der Neuen Klasse, einer neuen Plattform für Elektroautos, die in vielen Bereichen einem neuen Aufbau folgen – etwa bei den Batterien oder der Elektronik-Architektur mit nur noch wenigen Zentralrechnern. Im neuen BMW-Werk Debrecen hat unter Nedeljković die Serienproduktion des iX3 bereits begonnen, im Werk München wird in diesem Jahr von der Vorserien-Fertigung des i3 zur Serie gewechselt. Wittmanns Aufgabe wird es also unter anderem sein, den Rollout der Neuen Klasse in weiteren globalen BMW-Werken zu managen – auch in dem einst von ihm aufgebauten Mexiko-Werk in San Luis Potosí.
Der Posten als Produktionsvorstand ist bei BMW ein wichtiges Karriere-Sprungbrett gewesen: Seit Norbert Reithofer (2006-2015) wurde jeweils der Produktionsvorstand zum neuen BMW-CEO berufen.




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