BMW startet Vorserienproduktion des i3
Die neuen Produktionslinien im BMW-Werk München, auf denen die Elektroautos der Neuen Klasse gebaut werden, gehen damit in den Probebetrieb. Nach dem iX3 aus dem komplett neuen Werk im ungarischen Debrecen soll der i3 als Mittelklasse-Limousine der erste Neue-Klasse-Stromer aus einem zuvor bestehenden, umgerüsteten BMW-Werk werden.
Dass BMW jetzt den Start der Vorserie vermeldet, kommt nicht überraschend. Schon Mitte Dezember 2025 hatte der Autobauer gemeldet, dass die Vorbereitungen abgeschlossen sind und das Werk bereit für die Vorserie ist. Auch wenn derzeit in München mit dem 3er und 4er als Verbrenner und Hybrid bereits heute ähnlich große Fahrzeuge gebaut werden, mussten für die neue „iFACTORY“-Produktionslogik des Unternehmens zahlreiche Anlagen umgebaut werden. Auf rund einem Drittel der Werksfläche fanden in den vergangenen 18 Monaten „umfangreiche Umbauten“ statt – im laufenden Betrieb.
Die Modellbezeichnung i3 für die Limousine, die als Concept Car „Vision Neue Klasse“ hieß, hatte BMW-CEO Oliver Zipse im November in der Telefonkonferenz zur damaligen Quartalsmitteilung bestätigt – auch wenn schon lange vermutet wurde, dass es nach dem Elektro-Kleinwagen aus Leipziger Produktion wieder einen BMW i3 geben wird. Auf das intern NA0 genannte Modell wird später ein Kombi namens NA1 folgen, der dann i3 Touring heißen dürfte.







Der Start der Vorserie ist ein „entscheidender Schritt für die Vorbereitung der zukünftigen Serienproduktion“, so BMW. Das Werk München wird schon seit Monaten umgebaut, um auf die Neue Klasse vorbereitet zu sein. Parallel zu diesen Umbauarbeiten hat ein Team aus dem Werk gemeinsam mit dem Team des nahegelegenen Pilotwerks die ersten Fahrzeuge im Forschungs- und Innovationszentrum montiert, um Erfahrung zu sammeln. Mit diesen Erkenntnissen können dann auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Montage geschult werden.
Bei der Vorserienfertigung auf den eigentlichen Produktionslinien geht es aber nicht nur um die Montage selbst und eine Optimierung der Prozessschritte, sondern auch um einen Test der Logistik. „Mit der Fertigstellung der neuen Fertigungs- und Logistikbereiche im Werk durchlaufen die Fahrzeuge nun sämtliche Produktionsschritte im Werk“, teilt BMW mit. „Das bedeutet: Alle Logistikprozesse, Produktionsanlagen und Arbeitsschritte müssen bereits jetzt reibungslos laufen.“Auch wenn die Stückzahlen noch gering sind, werden bei der Vorserienproduktion schon alle vorgesehenen Materialflüssen bereitgestellt und an der Linie verarbeitet.
Zwar wurden die einzelnen Montageschritte, Produktionsanlagen und Logistikwege seit Langem am Computer geplant und optimiert, mit dem Testlauf am realen Fahrzeug lassen sich aber weitere Optimierungspotenziale erkennen. „Für die nächsten Monate heißt das: auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse die Prozesse verfeinern“, so BMW. Dabei wird nun jedes Teil und jeder Produktionsschritt überprüft, auch die Freigabeprüfungen der neuen Anlagen und Werkzeuge sowie deren digitale Anbindung an die Systeme werden unter die Lupe genommen.
„Die Produktion der Vorserienfahrzeuge ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk“, sagt Peter Weber, Leiter des BMW Group Werk München. „Damit haben wir erstmals einen BMW i3 komplett in unserem Werk gefertigt – mit modernster Fertigungstechnik und digital vernetzten Prozessen. Die nun nahezu serienreife Produktion zeigt: Unsere Logistik- und Produktionsabläufe funktionieren unter Realbedingungen in allen Technologien: im modernisierten Presswerk, dem neuen Karosseriebau, der state-of-the-art Lackiererei, der neuen Montage sowie den innovativen Logistikstrukturen. In den kommenden Monaten nutzen wir die Erkenntnisse aus dem Anlauf, um die Prozesse für die Serienproduktion weiter zu verfeinern und einen reibungslosen Serienstart sicherzustellen“.




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