Green NCAP will die Interoperabilität von E-Autos beim Laden bewerten

Die Bewertungsinitiative Green NCAP hat vor, das CharIN-Label in seinen Vergleichstests und den entsprechenden Beurteilungen von E-Fahrzeugen zu berücksichtigen. Dabei geht es um die Einschätzung der Interoperabilität von Elektrofahrzeugen mit verschiedenen Ladeinfrastrukturen.

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Bild: Green NCAP

Green NCAP und die Charging Interface Initiative (CharIN) haben vor diesem Hintergrund eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel sei es, die Zusammenarbeit im Bereich der Interoperabilität von Elektrofahrzeugen und der Transparenz der Ladeleistung zu verbessern, heißt es. Konkret liebäugelt Green NCAP damit, die Konformitätsprüfungs-Programme von CharIN in seine Bewertungen zu integrieren. Dadurch sollen im Endeffekt Verbraucher, Flottenbetreiber und politische Entscheidungsträger „klarere, unabhängige Informationen über die Kompatibilität und Leistung von E-Fahrzeug-Ladesystemen“ erhalten.

Zur Einordnung: Bei Green NCAP (New Car Assessment Programme) handelt es sich um eine Initiative von Euro NCAP. Diese Gesellschaft ist vor allem für ihre Crashtests bekannt. Green NCAP bewertet seit 2019 die Umweltfreundlichkeit von Pkw nach einheitlichen Standards. So sollen verschiedene Antriebstechnologien hinsichtlich Schadstoffemissionen, Verbrauch und Treibhausgas-Emissionen verglichen werden können. Aus Deutschland ist der ADAC in beiden Initiativen aktiv und steuert die Erfahrungen aus dem ADAC EcoTest bei.

Im Zuge der Absichtserklärung mit CharIN will Green NCAP künftig Elektrofahrzeuge noch präziser mit Blick auf deren Ladeinfrastruktur-Interoperabilität bewerten. Denn die Konformitätsprüfungen der Organisation „stellen sicher, dass Elektrofahrzeuge und Ladeeinrichtungen den festgelegten technischen Standards und Protokollen entsprechen“, schreibt Charin in einer begleitenden Mitteilung. „Sie gewährleisten, dass ein Fahrzeug oder ein Ladegerät wie vorgesehen funktioniert und anerkannte Branchenspezifikationen erfüllt.“

Mit dem Begriff Interoperabilität bezeichnet man bekanntlich die Fähigkeit verschiedener Fahrzeuge und Ladestationen über Marken, Netzwerke und Länder hinweg, nahtlos zusammenzuarbeiten. In der Praxis bedeutet dies, dass Fahrer ihre Autos zuverlässig anschließen und aufladen können. Ein Schlüsselaspekt in der E-Mobilität. Die diesbezüglichen Tests, die in den Green NCAP einfließen würden, könnten „gemäß den etablierten Prozessen von CharIN oder durch anerkannte CharIN-Partner durchgeführt werden“, schreibt die Organisation weiter.

„Der Übergang zur Elektromobilität muss durch Transparenz, Zuverlässigkeit und Interoperabilität unterstützt werden“, kommentiert Dr. Aleksandar Damyanov, Technischer Leiter von Green NCAP. „Durch die Zusammenarbeit mit CharIN und die Anerkennung der Konformitätsprüfungsprogramme dieser Organisation verbessern wir die Informationen, die Verbrauchern über die Kompatibilität und Leistung von Ladestationen zur Verfügung stehen. Diese Zusammenarbeit unterstützt unsere Mission, Autofahrern und Flottenbetreibern zu ermöglichen, fundierte und nachhaltige Mobilitätsentscheidungen auf der Grundlage verifizierter und unabhängiger Bewertungen zu treffen.“

„Durch diese Zusammenarbeit mit Green NCAP machen wir einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz in Bezug auf Ladekompatibilität und -leistung“, sagt Michael Keller, Chief Technology Officer von CharIN. „Indem wir die Konformitätsprüfungsprogramme von CharIN in unabhängige Bewertungen integrieren, können wir dazu beitragen, dass Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur nahtlos zusammenarbeiten, und das weitere Wachstum der E-Mobilität unterstützen.“

charin.global, greenncap.com

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