Zukunft der Flotte: Vom Fuhrpark zum Flexibilitätspool – Jozsef Farkas, Energy Hub Alliance
Farkas machte deutlich, dass die Komplexität des Systems – von CPOs über eMSPs bis hin zu den OEMs – eine nahtlose Integration zur Kernaufgabe macht. Durch die Nutzung von Echtzeitdaten anstelle monatlicher Abrechnungen ließe sich die E-Flotte heute bereits signifikant optimieren. Laut Farkas steckt in der intelligenten Steuerung ein enormes Potenzial: „Wir können heute schon 10 bis 60 Prozent durch verschiedene Optimierungsfaktoren heben“.
Die Energy Hub Alliance, zu der u.a. The Mobility House, Tibber und Vattenfall zählen, setzt dabei auf eine hardwarefreie Software-Plattform, die basierend auf dem European Data Act verschiedene Cluster wie Ladehardware, Stromtarife und Fahrzeugdaten agnostisch miteinander verbindet. Praxisbeispiele zeigen, wie durch smartes Laden bei niedrigen Spotmarkt-Preisen oder der Einbindung von PV-Anlagen die Autarkie von Fuhrparks massiv gesteigert werden kann. Das Ziel ist eine Interoperabilität, die so einfach funktioniert wie eine Banking-App, bei der Nutzer ihre Daten sicher für Mehrwertdienste freigeben.
Zum Abschluss betonte Farkas, dass die Zeit der geschlossenen Datensilos zugunsten eines kooperativen Ökosystems endet, in dem die Digitalisierung das Rückgrat bildet. Wer verstehen will, wie aus Fuhrparkmanagern die Energiemanager von morgen werden und welche Rolle bidirektionales Laden dabei spielt, sollte sich seinen Impulsvortrag als Videomitschnitt nicht entgehen lassen. Farkas‘ Fazit für die Branche ist klar: „Der größte Hebel liegt in der intelligenten Steuerung von Energie, nicht im Fahrzeug selbst“.
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