Dreame spendiert Elektro-Sportwagen noch einen Raketenantrieb

Mit seinen Auto-Plänen rund um den E-Sportwagen Nebula 1 hat der chinesische Staubsauger- und Elektrogerätehersteller Dreame für Aufsehen gesorgt. Jetzt legt das Unternehmen mit einem Feature nach, das die Zweifel an dem Projekt eher anwachsen lassen dürften: einem Raketenantrieb.

Dreame nebula next jet edition
Bild: Dreame

Dreame hat im Rahmen einer Hausmesse in San Francisco das Elektroauto Nebula Next 01 Jet Edition mit zusätzlichem Raketenantrieb vorgestellt. Mit diesem soll das Auto in 0,9 Sekunden von null auf 100 km/h kommen. Schon der viertürige E-Sportwagen Nebula 1, der im Januar auf der CES präsentiert wurde, war mit 1.399 kW Leistung und 1,8 Sekunden Beschleunigung alles andere als langsam. Weitere Daten zur Technik des Fahrzeugs wurden aber nicht veröffentlicht.

Schon bei der Ausgründung der E-Auto-Sparte Dreame Cars im August 2025 hatte das Unternehmen einen Produktionsstart 2027 in Aussicht gestellt. Statt nun also mit weiteren Informationen zum bisher nebulösen Antrieb des Nebula 1 nachzulegen, hat sich Dreame dazu entschieden, mit der Jet Edition und der noch extremeren Beschleunigung erneut um Aufmerksamkeit zu kämpfen – praxistauglich und zulässig werden die Feststoff-Booster kaum sein. Der Schub soll bei bis zu 100 Kilonewton liegen, die Reaktionszeit der Raketen soll nur 150 Millisekunden betragen.

Immerhin zur Batterie nennt Dreame nun einige Daten: Es soll sich um eine Feststoffbatterie auf Sulfidbasis handeln, die auf eine Energiedichte von über 450 Wh/kg kommen soll. Allerdings ist die Technologie noch nicht ganz serienreif, sie soll sich in der „Vorbereitungsphase für die Serienproduktion“ befinden. Wenn sie mit der versprochenen Energiedichte tatsächlich gebaut werden kann, stellt Dreame eine CLTC-Reichweite von 550 Kilometern in Aussicht. Nur mit der Batterie, ohne die Raketen.

golem.de, carnewschina.com

2 Kommentare

zu „Dreame spendiert Elektro-Sportwagen noch einen Raketenantrieb“
Matthias
29.04.2026 um 17:53
"Der Schub soll bei bis zu 100 Kilonewton liegen", das entspricht 10 Tonnen. Mit solch einer Schubkraft wäre, wenn das Auto 2 Tonnen wiegt, eine Beschleunigung von 5g möglich, wie ein Top Fuel Dragster der in 1 Sekunde auf 160 und in 3,7 Sekunden auf weit über 500 km/h beschleunigt. Das ist brachial, zuschauen ist schon heftig, drin sitzen wollen die wenigsten.Und dank Rakete hier nicht nur vorwärts auf der Straße, sondern auch in den Himmel.
Volker Jaschke
29.04.2026 um 21:34
Ich bin mir fast sicher, die Menschheit wird es auch schaffen , den Gewinn an Effizienz durch E-Mobilität durch egoistischen Geltungsdrang zunichte zu machen.

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