Australien verlängert E-Auto-Förderung

Die australische Regierung hat beschlossen, ihr E-Auto-Förderprogramm namens Electric Car Discount (ECD) fortzuführen. 2022 eingeführt, bietet die Förderung einen Steuerrabatt, wenn Arbeitnehmer mittels einer Entgeltumwandlung die Leasingraten für ein Elektroauto bestreiten.

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Bild: Pixabay/MLbay

Laut einer aktuellen Evaluierung der Förderung namens „Statutory Review of the Electric Car Discount“ hat das Programm zwischen 2022 und 2025 zu ca. 64.000 zusätzlichen Verkäufen von reinen Batteriefahrzeugen geführt. Hinzu kamen noch 78.000 Plug-in-Hybride, die aber mittlerweile von der Förderung ausgeschlossen sind. Zugleich stieg der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen von 2,0 Prozent im Jahr 2021 auf 13,1 Prozent im Jahr 2025. Dennoch liegt Australien damit weiterhin unter dem weltweiten Durchschnitt von 22 Prozent.

Nun also haben Schatzmeister Jim Chalmers und Energieminister Chris Bowen bekanntgegeben, dass die bestehende Regelung bis Ende März 2027 verlängert wird. Solange gilt noch die volle Befreiung von der Fringe Benefits Tax (FBT) auf den Teil des Arbeitsentgelts, der für die Zahlung von Leasingraten genutzt wird. Da die FBT normalerweise 47 Prozent beträgt, lassen sich so während der Laufzeit des Leasingvertrags tausende Australische Dollar sparen.

In der zweiten Phase, die zwischen dem 1. April 2027 und dem 1. April 2029 laufen soll, wird der volle FBT-Rabatt nur für Elektrofahrzeuge mit einem Kaufpreis von maximal 75.000 Australischen Dollar (ca. 46.000 Euro) gelten – laut Schatzmeister Chalmers soll dies die Hersteller dazu anregen, auf dem australischen Markt erschwinglichere E-Autos anzubieten. Während dieser Phase gilt für Elektrofahrzeuge, die mehr als 75.000 Australische Dollar kosten, aber unterhalb der Luxusautosteuer-Grenze von 120.000 Australischen Dollar liegen, ein Rabatt von 25 Prozent auf die zu zahlende FBT.

In einer dritten Phase ab dem 1. April 2029 gilt dann für alle Elektrofahrzeuge unterhalb der Luxusautosteuer-Grenze nur noch ein Rabatt von 25 Prozent auf die zu zahlende FBT. Wichtig zudem: Die australische Regierung will daran festhalten, dass für das Förderprogramm geeignete Elektrofahrzeuge auch weiterhin dauerhaft von Einfuhrzöllen befreit bleiben.

Das Förderprogramm hat laut dem „Guardian“ seit dem Iran-Krieg und der Schließung der Straße von Hormus deutlich an Beliebtheit gewonnen. Das hatte bei der Befürwortern des Programms zu der Befürchtung geführt, die australische Regierung könnte die E-Auto-Förderung aus Kostengründen einstellen. Stattdessen hat die Regierung aber nun das oben geschilderte mehrstufige Verfahren vorgestellt, das zwar grundsätzlich an der Förderung festhält, deren Umfang pro Antragsteller aber in den nächsten Jahren abschwächen wird.

treasury.gov.au, guardian.co.uk, treasury.gov.uk (PDF-Evaluationsbericht)

1 Kommentar

zu „Australien verlängert E-Auto-Förderung“
Volker
05.05.2026 um 12:05
Australien schafft die Förderung von PlugIn Hybrid ab, Deutschland führt sie wieder ein...gesegnet sind die Länder ohne starke Hersteller lobby

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