BMW-Werk Leipzig wird für „Neue Klasse“ umgebaut

BMW will sein Werk in Leipzig im Sommer für die Fertigung von E-Autos der "Neuen Klasse" vorbereiten. Während einer fünfeinhalb Wochen dauernden Produktionsunterbrechung soll die Automobilfabrik umfangreich angepasst werden. Welche Elektromodelle im Werk Leipzig künftig gebaut werden sollen, verrät BMW aber noch nicht.

mini countryman electric produktion production leipzig 2024 05 min
Produktion des Mini Countryman Electric
Bild: BMW

Das Leipziger BMW-Werk ist Pionier der Elektromobilität: An dem Standort nördlich der Autobahn A14 wurde zwischen 2013 und 2022 das erste Elektromodell des Konzerns überhaupt gebaut, nämlich der kompakte Stromer BMW i3. Unter dem selben Namen ist neuerdings die neue E-Limousine i3 von BMW bestellbar, die auf der neuen Elektroplattform „Neue Klasse“ basiert. Zwar soll dieser neue i3 ab August im Stammwerk in München gebaut werden. Aber auch das BMW-Werk Leipzig soll bald in die Produktion von E-Autos auf Basis der „Neuen Klasse“ einsteigen.

„Wir bereiten uns auf die ‚Neue Klasse‘ vor“, sagte Werkleiterin Petra Peterhänsel nun gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Dazu wird die Leipziger Automobilfabrik im Sommer fünfeinhalb Wochen lang umgebaut. Welches Elektromodell oder welche Elektromodelle dort dann konkret gebaut werden, will das Unternehmen bislang nicht verraten. Fakt ist aber auch, dass der Münchner Hersteller in Leipzig bisher nur kompakte Modelle baut, konkret den BMW 1er, das BMW 2er Gran Coupé, den BMW 2er Active Tourer sowie den Mini Countryman, der auch als Elektroversion hergestellt wird. Entsprechend käme ein größeres Modell mit mehr als 4,50 Meter Länge für den Standort Leipzig überraschend.

Anlässlich des 20-jährigen Werksjubiläums hatte BMW vergangenes Jahr angekündigt, einen dreistelligen Millionenbetrag in die Erweiterung und Erneuerung seiner Anlagen und Strukturen in Leipzig zu investieren. Damit solle das Werk auf künftige Fahrzeuggenerationen vorbereitet werden – gemeint war vermutlich schon damals auch die „Neue Klasse“. Zudem hatte Betriebsratschef Jens Köhler Ende 2025 gefordert, dass Leipzig künftig eine größere Rolle bei der Produktion von Elektroautos bei BMW übernehmen solle.

Seit dem Start der Serienproduktion am 1. März 2005 sind im BMW-Werk Leipzig über 4 Millionen Fahrzeuge vom Band gelaufen. Über 5,6 Milliarden Euro hat die BMW Group seitdem in den Standort investiert und dabei  6.680 Arbeitsplätze geschaffen. Zählt man die Mitarbeiter von Dienstleistern z.B. in der Intralogistik hinzu, so arbeiten auf dem Werksgelände über 11.600 Menschen. 

handelsblatt.com

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