DKV Mobility übernimmt Optimile
Die Anteile wurden von BNP Paribas Fortis und AG Insurance erworben, wie DKV Mobility mitteilt. Was das Unternehmen mit Sitz in Ratingen nahe Düsseldorf für Optimile gezahlt hat, ist nicht bekannt: Über finanzielle Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. „Für Optimile und seine Kunden schafft die Transaktion Kontinuität und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten“, heißt es in der Mitteilung. „Das Unternehmen erhält Zugang zu erweiterten Ressourcen, um die Weiterentwicklung der Plattform zu beschleunigen und seine Marktposition weiter auszubauen.“
Optimile wurde 2016 gegründet und betreibt eine modulare Software‑as‑a‑Service‑Plattform für E‑Mobility Service Provider (MSP) sowie Betreiber von Ladeinfrastruktur (CPO). Damit hat sich das Unternehmen aus Gent laut DKV Mobility zu einem „führenden Anbieter im belgischen E-Mobilitätsmarkt“ entwickelt. Optimile bietet Dienstleistungen wie Autorisierung, Monitoring, Zugangsmanagement sowie paneuropäisches Roaming von Ladepunkten an. Zusätzlich ist Optimile im Endkundengeschäft tätig, dieses wird unter der Marke Mobiflow angeboten.
Bei der Übernahme hatte DKV Mobility aber offenbar vor allem das Plattformgeschäft im Visier, weniger das Endkundenangebot. „Die Elektromobilität ist ein zentraler Wachstumstreiber für DKV Mobility“, sagt Sebastian Klauke, CEO von DKV Mobility. „Mit Optimile erweitern wir gezielt unsere Technologie- und Servicekompetenzen und stärken unsere Plattformstrategie. So können wir unseren Kunden durchgängige E-Mobility-Lösungen aus einer Hand bieten und Komplexität entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren.“
Sven Mehringer, Managing Director bei DKV Mobility und verantwortlich für die Bereiche Energy & Vehicle Services, kündigt an, den unter der Eigentümerschaft von BNP Paribas Fortis und AG Insurance eingeschlagenen Wachstumskurs von Optimile fortsetzen zu wollen und die Plattform gezielt weiterzuentwickeln. „Belgien ist einer der stärksten und am schnellsten wachsenden E‑Mobility‑Märkte Europas und damit ein ideales Umfeld für Wachstum und Innovation“, sagt Mehringer. „Optimile hat sich in diesem dynamischen Markt als schnell wachsender führender Anbieter etabliert und verfügt über ausgeprägte Softwarekompetenz im Bereich E‑Mobility. Die klare Mission, intelligente, nachhaltige und nutzerfreundliche Elektromobilität zu ermöglichen, passt hervorragend zu unserer Strategie und zu unserem Purpose.“
Tatsächlich gehört Belgien zu den größten Elektroautomärkten innerhalb der EU. In der jüngsten ACEA-Statistik für das erste Quartal liegt Belgien (trotz eines leichten Rückgangs im Jahresvergleich) mit 39.469 neuen Batterie-Elektroautos auf Rang drei – mit großem Abstand zu Deutschland und Frankreich, die beide sechsstellig sind, aber noch vor Märkten wie Italien (38.084), Dänemark (34.970) und Spanien (27.226). Diese Absatzzahlen hat Belgien dank gezielter Förderungen erreicht, auch im Dienstwagen-Sektor – wo DKV Mobility vor allem seine Kunden hat.
Das Roaming‑Netzwerk des deutschen Mobilitätsdienstleisters bietet mittlerweile Zugang zu über 1,1 Millionen Ladepunkten in ganz Europa, die Millionen-Marke wurde im vergangenen Jahr erreicht. Inklusive Optimile verwaltet DKV Mobility rund 1,5 Millionen Ladekarten und -tokens sowie über 260.000 Ladepunkte, von denen 112.000 öffentlich zugänglich sind.





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