Nissan spendiert dem Ariya einige neue Features

Zum neuen Modelljahr hat der Nissan Ariya ein leicht angepasstes Design erhalten – und auch neue Funktionen wie Vehicle-to-Load und integrierte Google-Dienste. Eines ändert sich mit der kleinen Modellpflege aber nicht: Der recht hohe Preis.

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Bild: Nissan

Der überarbeitete Ariya ist auch zum neuen Modelljahrgang immer noch als solcher zu erkennen – es ist kein großes Facelift, sondern eher ein Bündel an mehreren kleinen Anpassungen am Design. An der neu gestalteten Frontpartie ist etwa die Frontblende künftig in Wagenfarbe gehalten, das bisher große, schwarze Designelement wird kleiner. Zudem wurde das Lampendesign etwas angepasst und die serienmäßigen 20-Zoll-Felgen, die Elemente aus Aluminium und Kunststoff kombinieren, haben eine neue Optik erhalten. Um den frischeren Design-Eindruck abzurunden, gibt es den Ariya künftig auch in der neuen Lackierung „Plasma Green“.

Auch der Innenraum wurde eher im Detail verbessert. Die neu konzipierte Mittelkonsole bietet mit 3,8 Litern mehr Stauraum, die Ladeleistung der induktiven Smartphone-Ladeschale wurde auf 15 Watt erhöht und mit einer eigenen Kühlung ausgestattet. Zudem wurden die USB-C-Ports neu positioniert, damit sie besser zugänglich sind. Und das Farbspektrum der Ambientebeleuchtung wurde auf 64 Farben erweitert. Am Lounge-artigen Design ändert sich aber grundsätzlich nichts.

Dafür wurde die Software angepasst. Wie der kleinere Nissan Micra verfügt nun auch der Ariya über tiefer integrierte Google-Dienste, um das „vernetzte Fahrerlebnis“ zu verbessern. Das betrifft etwa die Navigation per Google Maps, die auch per Sprachbefehl „Hey, Google“ aktiviert werden kann. Nötige Ladestopps werden automatisch eingeplant und die Batterie für die Ladevorgänge vorkonditioniert, damit sie sich direkt im optimalen Temperaturfenster befindet. Außerdem ist das Head-up-Display nun serienmäßig an Bord.

Am Ladeverhalten und den Batterien ändert sich für den reinen Fahrbetrieb nichts, es bleibt bei 11 kW AC und 130 kW DC ab Werk. Neu ist aber, dass serienmäßig in allen Ariya ein Vehicle-to-Load-Adapter (V2L) beiliegt. Über die V2L-Funktion lassen sich externe Elektrogeräte mit bis zu 3,7 kW mit Strom versorgen – „ideal für Outdoor-Aktivitäten oder als Notstromversorgung“, so Nissan.

Weiteres Feintuning gibt es am Fahrwerk und den Assistenten. Federung und Dämpfer wurden „für mehr Stabilität, weniger Vibrationen und ein noch ruhigeres Fahrgefühl“ neu abgestimmt. Der Fahrassistent ProPilot soll künftig besser bremsen und beschleunigen und etwa auch Überholvorgänge auf Strecken mit Überholverbot verhindern. Und die Around-View-Funktion mit acht Kameras wurde optimiert. So können die Kunden etwa bis zu 40 Orte hinterlegen, an denen sich die Frontkamera für eine bessere Übersicht automatisch einschaltet – etwa an Einfahrten oder engen Kreuzungen, die man regelmäßig befährt.

Auch wenn Nissan bei den Ausstattungen, Design und Technik etwas nachgelegt hat, bleibt der Ariya auch im MY26 eines der teureren Elektro-SUV in der hart umkämpften Mittelklasse. Die Preise starten in Deutschland bei 58.840 Euro, dafür gibt es den 87-kWh-Akku mit einem 178 kW starken Frontantrieb. Der 225 kW starke Allradler mit dem Namenszusatz e-4ORCE ist ab 63.840 Euro verfügbar. Bisher war der Ariya auch mit einem 63 kWh großen Basis-Akku zu Preisen ab 43.490 Euro verfügbar – diese Variante erwähnt Nissan Deutschland in der Mitteilung zum neuen Modelljahr nicht mehr. Aber auch mit dem großen Akku ist der leicht überarbeitete Ariya teurer geworden: Mit dem Evolve Pack war der Ariya mit diesem Antrieb bisher ab 56.490 Euro verfügbar.

nissannews.com

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