Neue Versionen von Polestar 3 und Polestar 4 jetzt bestellbar
Die Neuerungen bei beiden Fahrzeugen unterscheiden sich stark, was auch den auffälligen Preisunterschied erklärt. Der Polestar 3 erhält wie berichtet zum Modelljahr 2026 ein größeres Update, das u.a. ein 800-Volt-System, eine höhere Ladeleistung und einen stärkeren Heckmotor umfasst. Beim aktualisierten Polestar 4, der jetzt offiziell die Bezeichnung Polestar 4 Coupé trägt, wurde nur das Fahrwerk angefasst. Beide überarbeiteten Modelle sind ab sofort bestellbar.
Schauen wir noch einmal genauer auf den Polestar 3, das Flaggschiff-SUV der Marke. Der Polestar 3 erhält – wie zuvor das Schwestermodell Volvo EX90 – zum Modelljahr 2026 ein 800-Volt-System. Und dank dieses neuen Bordnetzes kann die NMC-Batterie des Polestar 3 künftig mit bis zu 350 kW geladen werden. Bisher lag die maximale Ladeleistung bei 250 kW. Dank der doppelten Spannung soll der Ladehub von 10 auf 80 Prozent nur 22 Minuten dauern, es geht also rund 35 Prozent schneller. Zudem soll die Ladeleistung durch die Funktion „Breathe Charge“ weiter optimiert werden. Das ist eine innovative Batteriesoftware, die den Zustand der Batterie kontinuierlich in Echtzeit überwacht.
Auch in Sachen Zelltechnologie gibt es Änderungen: Die Zellen stammen zwar weiterhin von CATL, sie sollen aber um sechs Prozent effizienter sein. Bei der Basisversion mit Heckantrieb hat der Stromspeicher einen Energiegehalt von 92 kWh, während es bei den zweimotorigen Varianten 106 kWh sind. Nur die Dual Motor- und Performance-Varianten haben eine Peak-Ladeleistung von 350 kW, bei der einmotorigen Version mit dem kleineren Stromspeicher sind 310 kW das höchste der Gefühle. Die WLTP-Reichweite rangiert beim Polestar 3 des Modelljahres 2026 zwischen 593 und 635 Kilometern.









Polestar spendiert seinem größten SUV im Rahmen der Modellpflege zudem einen neuen Heckmotor – bei diesem handelt es sich um ein Permanentmagnet-Synchron-Aggregat, das mehr Leistung zur Verfügung stellt. Bei der Performance-Version sind es in Kombination mit dem Frontmotor 500 kW. Letzterer koppelt sich in Situationen, in denen weniger Leistung benötigt wird, automatisch ab. Die Ingenieure haben dem Fahrzeug zudem neue Stabilisatoren verpasst und die Lenkung neu kalibriert, wovon das Handling profitieren soll.
Optisch schlägt sich das Update in den neuen Außenfarben Grau-Grün („Storm“) und Dunkelgrün („Krypton“) sowie neuen Innenraum-Farben nieder. Und die schwedisch-chinesische Marke rüstet ihren 3er auch in Sachen Rechenleistung auf: Statt des bisherigen Xavier-Chips arbeitet künftig der „Nvidia DRIVE AGX Orin“-Prozessor im zentralen Steuergerät und steigert die Leistung von 30 auf 254 TOPS. Das ermöglicht ein schnelleres Reagieren der Sicherheitsfunktionen und Assistenzsysteme, das optimierte Batteriemanagement und eine verbesserte Verarbeitung der Sensordaten. Wichtig: Bestehenden Polestar 3-Kunden wird analog ein kostenloses Hardware-Upgrade auf den neuen Orin-Prozessor angeboten.
Auch der Polestar 4 wurde überarbeitet – ein bisschen
Beim Polestar 4 – jetzt mit Coupé als Namenszusatz – sind die Neuerungen dagegen weitaus weniger stark ausgeprägt. Der neue Modelljahrgang bietet „eine gründlich überarbeitete Fahrwerksabstimmung mit verbesserter Agilität, Komfort und Präzision“, so der Hersteller. Die Varianten Rear Motor und Dual Motor (dazu gleich die neue Nomenklatur) sind nun serienmäßig mit einem neu kalibrierten Fahrwerk ausgestattet, das über passive Dämpfer mit hoher Kapazität, neue Feder- und Stabilisatorspezifikationen sowie Rückprallanschläge aus Polyurethan verfügt, die die internen Rückprall-Schraubenfedern ersetzen. Dies soll zu einem kontrollierteren Fahrverhalten führen.
Das Polestar 4 Coupé bleibt dabei „der bislang schnellste SUV in der Polestar-Modellpalette“, heißt es. Die Allrad-Varianten mit zwei Motoren beschleunigen in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weisen laut der Marke durch Verbesserungen beim Transport gleichzeitig den geringsten CO2-Fußabdruck aller Polestar-Modelle auf.



Wichtig: Sowohl der Polestar 3 als auch der Polestar 4 übernehmen zum neuen Modelljahr zudem die überarbeitete Ausstattungsstruktur und Namenskonvention, die erstmals beim Polestar 5 eingeführt wurde: Die zwei verschiedenen Motorisierungen heißen nun bei beiden Modellen „Rear Motor“ und „Dual Motor“. Die Top-Level-Varianten sind nun „Performance“ beim Polestar 3 und „Dual Motor mit Performance-Paket“ beim Polestar 4.
„Diese Konfiguration sorgt für eine klare Abstufung innerhalb der Modellreihen. Beim Polestar 3 umfasst dies eine optimierte Batteriegröße für die Einstiegsvariante Rear Motor sowie eine aktive Luftfederung, die beim Dual Motor als Option angeboten wird, während sie bei der Performance-Variante zur Serienausstattung gehört“, erklärt Polestar. Optische Details unterscheiden die Versionen beider Modelle zusätzlich, darunter das Design der Sicherheitsgurte in Schwarz beim Rear Motor, in Schwarz mit Streifen in Schwedengold beim Dual Motor und komplett in Schwedengold beim Polestar 3 Performance und Polestar 4 mit Performance-Paket.
Michael Lohscheller, CEO von Polestar, betont: „Der überarbeitete Polestar 3 und Polestar 4 sind jetzt besser denn je. Die gesteigerte Leistung, das verfeinerte Design und die verbesserte Klimabilanz bieten einen Mehrwert, der beide Modelle für Kundinnen und Kunden noch attraktiver macht.“
media.polestar.com




0 Kommentare