Voltfactory investiert in Produktionsanlage für Batteriekühlung

Mit neuem Namen und neuem Eigentümer hat das bislang als Miba Battery Systems bekannte Unternehmen Voltfactory aus Österreich mehrere Millionen Euro in eine neue, hochautomatisierte Produktionsanlage für Batteriekühlung gesteckt. Damit wird am Standort in Bad Leonfelden ab sofort eine Flüssigkeitskühlkomponente für Hochvolt-Batterien in Elektrofahrzeugen hergestellt.

Voltfactory fabrik
Bild: Voltfactory

Die neue Anlage wird dabei konkret für die Großserienproduktion des Produkts Flexcooler genutzt. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeitskühlung für EV-Batterien, die für das thermische Management von Batteriezellen aller Typen, Größen und Formen geeignet ist. Ein erster Serienauftrag kommt aus dem Premium-Sportwagensektor.

Laut dem Unternehmen kann Flexcooler zur Kühlung des Bodens, des Pols, der Lasche oder der Seite jeder Art von Batteriezelle verwendet werden. Nach der Integration des Flexcoolers in die gewählte Kühlrichtung bläht er sich durch den Kühlmittelstrom in seinem Strömungsfeld auf, bis eine formschlüssige Verbindung zwischen allen zu kühlenden Oberflächen hergestellt ist, ohne dass wärmeleitende Materialien oder andere Füllmittel erforderlich sind, heißt es dazu von Voltfactory.

„Mit dieser Investition skalieren wir unsere Technologie konsequent in Richtung Großserie. Die neue Anlage ist auf serientaugliche Prozesse und hohe Automatisierung ausgelegt. Das stärkt unsere Lieferfähigkeit für internationale Fahrzeughersteller“, erklärt Stefan Gaigg, der CEO der Voltfactory Group. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage wurde kürzlich am Standort Bad Leonfelden gefeiert, zu der die Belegschaft eingeladen wurde.

Voltfactory hatte zuvor bereits in eine Produktionslinie für stationäre Energiespeicher und eine Produktionslinie für elektrische Motorräder investiert und will nun mit der Serienproduktion der Batteriekühllösung Flexcooler sein Komponentengeschäft für die Automobilindustrie ausbauen. Damit will sich Voltfactory von der technologisch geprägten Entwicklungs- und Industrialisierungskompetenz hin zur verlässlichen Belieferung in der Automotive-Großserie weiterentwickeln.

Spannend sind indes auch die Hintergründe zur Umbennung des Unternehmens von Miba Battery Systems hin zu Voltfactory, denn dahinter steckt ein Eigentümerwechsel: Der österreichische Automobilzulieferer Miba hat Voltfactory bzw. Miba Battery Systems vor kurzem an die familiengeführte Beteiligungsgesellschaft CSSP aus München verkauft. Die CSSP-Gruppe hat dabei die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Oberösterreich, Polen und den USA sowie den etablierten Produktionsstandort in Bad Leonfelden, inklusive der gesamten Belegschaft und des operativen Geschäftsbetriebs, übernommen.

„Mit der Übernahme der Voltfactory werden zukunftsorientierte Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Oberösterreich und Polen sowie der starke Industriestandort in Bad Leonfelden Teil der CSSP-Gruppe. Voltfactory bringt hervorragende Grundlagen mit – sehr qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, moderne Fertigungskapazitäten und tiefes Engineering- und Produktions-Know-how“, sagt Dr. Siegmund Rudigier, Managing Partner der CSSP Holding.

„Damit können wir uns in Zukunft insbesondere im Bereich Energiespeichersysteme als Teil der kritischen Infrastruktur weiterentwickeln und das Unternehmen als leistungsfähigen Entwickler und Spezialfertiger in Europa stärken und positionieren. Wir freuen uns besonders darauf, diesen Weg gemeinsam mit dem bestehenden Management zu gehen“, so Siegmund Rudigier weiter. Dass die Bezeichnung Voltfactory als neuer Firmenname gewählt wurde, kommt übrigens nicht von ungefähr: Bereits seit 2022 trug die Batteriesystem-Fabrik von Miba Battery Systems in Bad Leonfelden diesen Namen.

ots.at (Batteriekühlung), cssp-holding.com (Übernahme)

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