Hylane vermietet nun auch Elektro-Lkw MAN eTGX

Hylane, Vermieter emissionsfreier Lkw, hat den elektrischen Lastwagen MAN eTGX in sein Angebot aufgenommen. Damit baut Hylane sein Portfolio an Batterie-elektrischen Lkw weiter aus, nachdem das Unternehmen lange Zeit nur Wasserstoff-Lkw vermietet hatte.

Hylane man etgx
Bild: Hylane

Der MAN eTGX ist seit rund eineinhalb Jahren auf dem Markt. Der Münchner Hersteller hatte das erste Kundenfahrzeug im Oktober 2024 in Leipzig für den Transport von Traktionsbatterien von Dräxlmaier ins Porsche-Werk Leipzig überreicht. Seitdem hat sich das Modell ordentlich verkauft. Und MAN kann künftig on top auf einen Kanal mehr zählen: Hylane beschafft ab sofort Exemplare der Baureihe, um diese weiterzuvermieten. Der nun über Hylane mietbare E-Sattelschlepper verfügt über eine Reichweite von etwa 500 Kilometern bei einer Leistung von 330 kW. Die nutzbare Batterie-Kapazität beträgt 480 kWh bei einer Ladeleistung von bis zu 375 kW.

Hylane-Chefin Sara Schiffer sagt: „Wir sind stolz mit der Aufnahme des eTGX in unsere Flotte unsere Partnerschaft mit MAN, einem der führenden europäischen Lkw-Hersteller, weiter auszubauen. Das neue Modell ist eine logische und wichtige Erweiterung unserer bestehenden Fahrzeug-Auswahl. Nur durch unsere technologieoffene und herstellerunabhängige Flotte können wir jedem Kunden das beste Fahrzeug für seinen individuellen Bedarf liefern.“

MAN-Manager Richard Frenz ergänzt: „Mit dem MAN eTGX bringen wir emissionsfreie Technologie auf die Straße, die heute schon im Realbetrieb überzeugt. Dass hylane sich für MAN entscheidet, unterstreicht unseren Anspruch, die Transformation des Transportsektors aktiv anzuführen. Mit unserem breiten eTruck-Portfolio – vom eTGX bis zu eTGM und eTGL – schaffen wir die Basis, künftig noch mehr Anwendungen gemeinsam mit Hylane abzudecken.“

Die Flotte von Hylane umfasst mittlerweile rund 150 emissionsfreie Lkw, sowohl Batterie-elektrisch als auch mit Brennstoffzelle. Neben MAN, dessen Wasserstoff-Verbrenner hTGX bereits zur Hylane-Flotte zählt, umfasst der Lkw-Pool auch Fahrzeuge von Daimler Truck, Hyundai und Iveco. Zum Angebot gehören nicht nur Sattelzugmaschinen, sondern auch Motorwagen mit Trockenkoffer, Kühlung, Wechselbrücken- und Planenaufbau.

Hylane hatte seit seiner Gründung 2021 zunächst ausschließlich auf Wasserstoff-Mobilität gesetzt. Mit der im Juni 2025 angekündigten Aufnahme von 30 Mercedes-Benz eActros 600 in die Flotte wurde das Geschäftsmodell dann aber auch gegenüber Batterie-elektrischen Lkw geöffnet. Für Geschäftsführerin Sara Schiffer war dieser Schritt ein natürlicher Move – und vor allem, wie sie bei uns im Interview sagte, „keine Abkehr vom Wasserstoff, sondern eine strategische Ergänzung“.

hylane.de

6 Kommentare

zu „Hylane vermietet nun auch Elektro-Lkw MAN eTGX“
Ben Becker
26.05.2026 um 15:17
Die "strategische Ergänzung" bildet die Mehrheit in der Flotte. Die Abkehr von Wasserstoff ist unvermeidlich.
Mark Müller
26.05.2026 um 20:02
FCEV-Befürworter sind rational denkende Leute und haben keine Probleme mit BEV, wenn das genügt. Bei vielen BEV-Befürwortern kann man das leider so nicht sagen.
Wolfbrecht
27.05.2026 um 08:37
"FCEV-Befürworter sind rational denkende Leute ..." ... Wenn sie das wären, hätten sie ihre Wasserstoff-feuchten Träume – nicht zuletzt wegen der überbordenden Betriebs- und Wartungskosten – LÄNGST beerdigt! Diese Träume platzen nämlich jeweils sofort, wenn die ganzen (allgemein- und projektbezogenen) Subventionen entfallen!
ioniqKnechter
27.05.2026 um 10:18
Genau so sehe ich das auch! . . . Die Förderung der E-Trucks (KsNI) gab es insgesamt gerade einmal rund 3,3 Monate — verteilt auf zwei Abschnitte. Gefördert wurden dabei lediglich 80 % der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren verschwenderischen Diesel-Lkw. . . - Den Steuerzahler hat das „nur“ etwa 1,2 Milliarden Euro gekostet: rund 900 Mio. € Fahrzeugförderung, 298 Mio. € Infrastruktur und etwa 1,5 Mio. € für Machbarkeitsstudien. . . . Ursprünglich gab es Förderzusagen für 8.646 Fahrzeuge und 3.453 Ladesäulen. Am Ende gefördert wurden dann 6.607 Fahrzeuge der Klassen N1, N2 und N3 sowie 2.486 Ladesäulen. . . Verglichen mit Diesel-Subventionen, Dienstwagenprivileg und den fossilen Folgekosten ist das eher Taschengeld. . . .Vor allem mit Blick auf die Wasserstoffförderung seit 2019, die inzwischen wohl die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten hat. . . . Viel Steuergeld … aber erstaunlich wenig Zapfpistole.
Jensen
27.05.2026 um 11:16
Der nächste logische Schritt wird sein, das LKW-Wasserstoffexperiment mit der gebotenen Ruhe auslaufen zu lassen.
Robert
27.05.2026 um 11:40
"Geschäftsführerin Sara Schiffer war dieser Schritt ein natürlicher Move – und vor allem, wie sie bei uns im Interview sagte, „keine Abkehr vom Wasserstoff, sondern eine strategische Ergänzung“. bla bla bla natürlich ist das eine Abkehr von Wasserstoff weil sich eben damit kaum Geld verdienen lässt orientiert man sich um auf E-Mobilität. man wird es sehen in ein paar Jahren wird es bei Hylane nur noch E-LKWs geben. Aber besser spät als nie umdenken

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