„Wie bewährte eMobility-Konzepte den eTruck ermöglichen“ – Melanie Neth & Tim Dambor, DKV Mobility
Die beiden Experten von DKV Mobility sind überzeugt, dass es nun vor allem darum geht, bewährte Prinzipien aus der Welt der Elektroautos konsequent auf den Güterverkehr zu übertragen. Systeme wie Roaming, etablierte Abrechnungsmodelle und technische Datenstrukturen seien bereits in der Breite verfügbar und skalierbar. „Der größte Hebel, den wir hier eigentlich sehen, ist die konsequente Übertragung der bewährten Prinzipien, die wir im E-Mobilitätsbereich in der Pkw-Flotte bereits haben“.
Dass dies in der Praxis bereits funktioniert, belegen die Daten von DKV Mobility: Viele Lkw-Ladevorgänge finden bereits heute in einem Netz statt, das gar nicht explizit für den Schwerlastverkehr vermarktet wurde. „Es ist heute schon davon auszugehen, beziehungsweise wir sehen das in unseren Daten, dass wirklich eine Vielzahl von Ladungen heute schon bei uns im Netz stattfindet, obwohl keine konkrete Vermarktung dieser Ladepunkte stattfindet“.
Um die Bedürfnisse von Transportunternehmen noch besser abzudecken, hat DKV Mobility aber vor kurzem eine dedizierte Lkw-Ladekarte herausgebracht, die das Laden an über 3.000 verifizierten Lkw-Ladepunkten in 17 Ländern Europas ermöglicht. Sollte kein Lkw-tauglicher Ladepunkt in der Nähe sein, haben Fahrer auch Zugriff auf das gesamte Ladenetzwerk von DKV Mobility mit rund 1,2 Millionen Ladepunkten.
Wichtig aus Sicht der Experten: Der E-Truck ist kein „größerer Pkw“, da die Ladevorgänge integraler Bestandteil logistischer Wertschöpfungsketten sind. Hier klafft aktuell noch eine Lücke bei der Qualität der bereitgestellten Daten, wie etwa bei der Verfügbarkeit oder der Ladeleistung. „Denn wir wissen, wie kritisch das am Ende des Tages ist, wenn Daten nicht korrekt sind, auf die ich mich verlasse, insbesondere dann, wenn ich planen muss“.
Ein weiterer entscheidender Faktor für die Akzeptanz bei den Fahrern sind zudem Komfort-Annehmlichkeiten, die im heutigen Lkw-Alltag oft noch vernachlässigt werden. „Wenn es ein Truck-Produkt geben soll, ein Ladeprodukt für den Truck, dann müssen diese Sachen erfüllt sein, sonst wird man wahrscheinlich keine echte Akzeptanz im Markt haben“.
Wie der Spagat zwischen bestehender Infrastruktur und den spezifischen Anforderungen der Logistik gelingen kann, erfahren Sie im Video-Mitschnitt von unserer Online-Konferenz, den Sie sich oberhalb dieses Beitrags in unserem Videoplayer anschauen können – oder wahlweise auch bei YouTube.





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