DKV launcht Ladekarte für Elektro-Trucks

DKV Mobility bringt eine Ladekarte speziell für Transportfirmen mit E-Lkw auf den Markt. Die DKV Card +Charge Truck ermöglicht das Laden an über 3.000 verifizierten Lkw-Ladepunkten in 17 Ländern. Die Karte deckt dabei sowohl das Laden von E-Lkw als auch das Tanken konventioneller Fahrzeuge ab.

Dkv card charge truck
Bild: DKV Mobility

Mit dem E-Lkw unterwegs zu laden, ist spontan ohne Weiteres möglich – vorausgesetzt man findet eine Lkw-taugliche Ladestation. DKV Mobility prescht nun mit einem Angebot vor, das das Filtern von gut 3.000 Lkw-tauglichen Ladern in Europa mit einer einheitlichen Abrechnung und „attraktiven Konditionen“ verbinden soll. Konkret hat DKV Mobility mit einer Reihe an CPOs bessere Preise verhandelt als sie regulär an den Ladestationen herrschen, wenn man dort direkt bezahlt. Noch nicht für alle der 3.000 Lader, aber für einen stetig wachsenden Teil, wie electrive auf Nachfrage erfahren hat. Genaue Preise nennt DKV nicht.

Mit dieser Abdeckung und diesem Ladenetzumfang ist die DKV Card +Charge Truck aktuell einzigartig. Auch Aral hat zwar eine Tank- und Ladekarte (von Aral Fleet Solutions), hier geht es aber vor allem um den Zugang zu den 25 speziell für Elektro-Lkw ausgestatteten Aral-Standorten im eigenen Netz.

Klar ist: Auch DKV Mobility launcht im Kern eine Tank- und Ladekarte, die eine einheitliche Abrechnung für Laden, Tanken, Waschen und weitere
Fahrzeugservices gewährt. Der Mehrwert liegt aber bewusst auf den günstigen Ladekonditionen: „Die Karte ergänzt das bestehende Produkt- und Dienstleistungsportfolio von DKV Mobility und ist Teil der Wachstumsstrategie […] im Bereich E-Mobilität. Ziel ist, den Kundinnen und Kunden den Umstieg auf alternative Antriebe so reibungslos wie möglich zu gestalten.“ Hintergrund sei, dass Flottenbetreiber bei der Transformation mit neuen Herausforderungen konfrontiert seien, „insbesondere beim Zugang zu geeigneter Ladeinfrastruktur, bei der Einsatzplanung sowie bei der Integration unterschiedlicher Abrechnungs- und Energiesysteme“.

Elementar ist dabei natürlich, dass Kartenbesitzer die Lkw-tauglichen Lader herausfiltern können. DKV Mobility gibt an, deshalb jede Lkw-Ladestation im eigenen Netzwerk anhand klar definierter Mindeststandards zu prüfen. Dazu gehören unter anderem eine Dachhöhe von mindestens vier Metern, eine Durchfahrtsbreite von mindestens 2,7 Metern sowie ausreichend Platz für
komfortables Manövrieren. Zudem müssen die Stationen für Fahrzeuge mit einer Länge von mindestens neun Metern geeignet sein. Auch bei der Ladeleistung achtet das Unternehmen auf ausreichend Power: An mehr als 80 Prozent der über 3.000 Standorte stehen Ladeleistungen von über 300 kW zur Verfügung.

An vielen der Lkw-tauglichen Stationen sollen Unternehmen zudem von den eingangs genannten Ladekonditionen profitieren. Die Preise pro Station, Ladezeit und verbrauchte Kilowattstunden seien transparent und in Echtzeit in der DKV Mobility App einsehbar, heißt es in einer uns per E-Mail vorliegenden Mitteilung. Darüber hinaus bietet die Karte Zugang zu weiteren Services an ausgewählten Standorten, darunter Reparatur, Reifenservice, Fahrzeugwäsche und Parken. Und: „Sollte kein Lkw-tauglicher Ladepunkt in der Nähe sein, haben Fahrer zudem Zugriff auf das gesamte Ladenetzwerk von DKV Mobility mit rund 1,2 Millionen Ladepunkten“, schreibt der Mobilitätsdienstleiter weiter.

Sven Mehringer, Managing Director bei DKV Mobility und verantwortlich für die Bereiche Energy & Vehicle Services, kommentiert: „Die Energieversorgung von Nutzfahrzeugen wird komplexer – mit mehr Antriebsformen, mehr Anbietern, mehr Abrechnungssystemen. Die DKV Card +Charge Truck gibt Flottenbetreibern eine Antwort darauf: eine Karte für alle Antriebe, alle Services, eine Abrechnung. Damit treiben wir unsere Entwicklung zur führenden integrierten Mobilitätsplattform aktiv voran.“

Tim Dambor, Director Product Management eMobility Roaming bei DKV Mobility, ergänzt: „Für Fahrer von Elektro-Lkw und Disponenten zählt vor allem Verlässlichkeit. Mit unserem verifizierten Netzwerk und der Echtzeit-Übersicht in der App wissen beide: Die nächste Station ist erreichbar, und das Fahrzeug kann dort auch wirklich laden.“ Die Karte sei ab sofort europaweit erhältlich.

Quelle: Infos per E-Mail

9 Kommentare

zu „DKV launcht Ladekarte für Elektro-Trucks“
Gregor Schulze
21.05.2026 um 10:05
Hier kommt die DKV Ladekarte: Ab jetzt wirds teuer. Mehr muss man dazu nicht sagen. Mit dem eTrucker Chip gibt es eine interessante Akternative, ganz ohne Abzocke.
Musicman
21.05.2026 um 10:41
Ich muss die DKV Ladekarte von meinem Arbeitgeber aus nutzen und bedauere es. Die Preise bei DKV sind unfassbar hoch. Bei Ionity und Aral sind die günstigsten Ladepreise bei 0,76 € brutto pro kWh. Man hatte die Preise zur Jahreswende kurzfristig gesenkt um sie jetzt still wieder massiv zu erhöhen.
Markus
21.05.2026 um 12:45
Ja, als ich das erste Mal den Dienstwagen extern laden musste und die Preise sah hab ich mich auch gefragt ob das deren Ernst ist. Zum Glück braucht man das fast nie. Aber man kann hier halt vernünftig abrechnen. Das fehlt meist bei anderen Anbietern daher wurde es DKV. Zu einem saftigen Aufpreis.
Hagen Hildebrand
21.05.2026 um 15:00
Was heißt günstige Konditionen in ct/kWh? Ohne Wertangabe ist das leider keine belastbare Aussage. LKW mit 9m Länge sind er selten beim öffentlichen Laden.
Bernd Rossdeutscher
21.05.2026 um 18:25
Und wieso ist das jetzt eine Neuheit? Die Ladekarte habe ich schon seit letztem Jahr und ist sündhaft teuer.... 🙄🤔
David Maciejewski
22.05.2026 um 06:46
electrive fungiert hier scheinbar nur als Sprachrohr der Branche, das Pressemitteilungen ungefiltert veröffentlicht. Es wird sich nicht einmal ansatzweise die Mühe gemacht, die Inhalte journalistisch einzuordnen – das stört mich sehr.
Peter Schwierz
22.05.2026 um 09:52
Wir können nur berichten, was gesichert ist. Und wenn wir auf Nachfragen – wie in diesem Fall auch gestellt – zusätzliche Informationen über die PM hinaus erhalten, geben wir diese auch weiter. Gerne den Text entsprechend nochmal lesen.BG, Peter Schwierz
Andreas
22.05.2026 um 15:26
Bei uns das gleiche mit PKW viel zu teuer.
Peter Kass
24.05.2026 um 21:52
Liebe Redaktion, vielleicht macht ihr eurem Namen einmal auch Ehre und druckt nicht einfach Presseaussendungen ab, sondern ordnet die entsprechenden Aussagen ein, vergleicht es mit anderen ähnlichen Angeboten, zum Beispiel auch mit der eTrucker-App + -Chip um den LeserInnen wirklich einen Mehrwert zu geben ? Das die DKV-Karte alles andere als Günstig ist, habe ich bei der Headline schon geahnt, die Kommentare haben meine erste Einschätzung auch bestätigt. Ich bin nun kein Logistiker, aber ich hätte mir schon erwartet, dass in so einem Artikel Alleinstellungsmerkmale - halbewegs objektiv - dargestellt werden. Schade. Immerhin kann man sich aus den Kommentaren ein ganz gutes Bild machen.

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