i-charging enthüllt 500-kW-Ladesystem für Pkw und Lkw
Das neue Standalone-System liefert i-charging zufolge die namensgebenden 500 kW (bei 1.000 Volt) aus einer kompakten Einheit. Die Säule hat zwei Anschlüsse und kann diese Maximalleistung dynamisch auf die zwei Ladepunkte verteilen. Als Option bringen die Portugiesen an der AiO 500 flüssigkeitsgekühlte Kabel an, außerdem bieten sie an, zwei der erhältlichen Ladestandards (CCS, NACS, GB/T) auch in Kombination an einer Säule zur Anwendung zu bringen. Sprich: An einer Station einen CCS-Anschluss beispielsweise mit einem NACS-Anschluss zu kombinieren.
Der Hersteller betont, die Lösung u.a. für Autobahnkorridore, Tankstellen und städtische Standorte konzipiert zu haben – überall dort, wo eine hohe Fahrzeugdichte herrscht, aber wenig Platz zur Verfügung steht. Die ersten Auslieferungen der AiO 500 strebt i-charging für Ende 2026 in ersten Märkten Europas und für das erste Quartal 2027 in Nordamerika sowie in Märkten mit Eichrechts-Anforderungen vor (also beispielsweise Deutschland).
Bei der dynamischen Leistungsverteilung setzen die Portugiesen auf eine eigene, patentierte Technologie. Im Fall der AiO 500 kann die verfügbare Leistung mit einer Granularität von 100 kW auf die angeschlossenen Ladepunkte verteilt werden. Dies geschieht in Echtzeit und bedarfsgerecht, wie die Verantwortlichen betonen: „Wenn zwei Fahrzeuge angeschlossen sind, erfolgt die Leistungszuteilung auf der Grundlage der maximalen Ladeleistung, die das jeweilige Fahrzeug im aktuellen Moment aufnehmen kann. Benötigt ein Fahrzeug eine höhere Ladeleistung als das andere, passt das System die Verteilung entsprechend an.“ Dies soll dem Unternehmen zufolge die Auslastung der installierten Gesamtkapazität optieren und für die Kunden die Ladevorgänge kurz halten.
Bei den Kabeln unterscheidet i-charging zwischen einer Standardversion und flüssigkeitsgekühlten Kabeln. Erstere unterstützen bis zu 500 Ampere, letztere bis zu 800 Ampere. Die Option zur Flüssigkeitskühlung laut dem Hersteller Schwerlast-Ladevorgänge an der AiO 500 ermöglichen. Denn: „Nutzfahrzeuge und Schwerlastfahrzeuge benötigen über längere Zeiträume hinweg höhere Dauerströme, als herkömmliche Ladekabel zuverlässig liefern können. Dank der flüssigkeitsgekühlten Kabel eignet sich der AiO 500 – neben dem Laden von Pkw – auch ideal für den Einsatz in der Güterlogistik, im Reisebusverkehr und im Schwerlasttransport“, wirbt i-charging.
Bedient wird die Einheit wie bei den Portugiesen üblich über einen 32-Zoll-Touchscreen. Außerdem wartet die Säule mit einem kontaktlosen Kartenleser und optional mit einem Bankkartenterminal auf. Weiter unterstützt die AiO 500 die Funktionen Plug&Charge und Autocharge und läuft über die Protokolle OCPP 1.6 und 2.0.1. Vernetzbar ist das Gerät über ein 4G-Modem oder Ethernet.
Laut Pedro Moreira da Silva, CEO von i-charging, gewinnt die Obergrenze von 500 kW zunehmend an Bedeutung, da immer mehr serienmäßige Elektrofahrzeuge Ladegeschwindigkeiten von 400 kW oder mehr unterstützen. „Verfügt ein Standort lediglich über eine All-in-One-Einheit, deren Leistung auf diesem Niveau begrenzt ist, würde bereits ein einzelnes Fahrzeug, das mit voller Geschwindigkeit lädt, die gesamte installierte Kapazität belegen. Das AiO 500 ist hingegen so dimensioniert, dass es beide Ausgänge gleichzeitig mit hoher Leistung versorgen kann“, so der Firmenchef.
Auch betont Moreira da Silva, dass es bei den Standalone-Lösungen seines Unternehmens schon immer darum ging, platzsparend vorzugehen. „Mit der All-in-One 500 führen wir diesen Ansatz noch einen Schritt weiter. Während dezentrale Lösungen – wie unser MAX-System, das über mehrere Leistungseinheiten hinweg auf bis zu 1.600 kW skaliert werden kann – weiterhin die Referenz für leistungsstarke Standorte mit zahlreichen Ladepunkten darstellen, begegnet die All-in-One 500 einer anderen Herausforderung: maximale Leistung auf minimaler Stellfläche – ideal für Standorte, an denen der verfügbare Platz eine dezentrale Installation schlichtweg nicht zulässt.“
Die erwähnte Stromversorgungseinheit namens MAX mit bis zu 1,6 MW Leistung hat i-charging vor einem Vierteljahr vorgestellt. Sie ermöglicht das gleichzeitige Laden von bis zu acht E-Fahrzeugen – ebenfalls mit dynamischer Leistungszuweisung. Das MAX-System nutzt aber im Gegensatz zur AiO 500 das Layout einer Split-Unit-Anlage: Eine zentrale Power Unit versorgt mehrere angeschlossene Ladesäulen mit dem nötigen Gleichstrom.
Quelle: Infos per E-Mail , i-charging.tech





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