Kiew prüft 6.500 Standorte für Ladeinfrastruktur
Die Stadtverwaltung von Kiew hat nach eigenen Angaben mit den Vorbereitungen für einen umfassenden Ausbau der Ladeinfrastruktur begonnen. Das kündigte der stellvertretende Leiter der Stadtverwaltung (KMDA), Kostjantyn Usow, auf dem Forum „Elektroperspektive 2026“ an. Demnach sammelt und wertet die Stadt derzeit Daten zu rund 6.500 potenziellen Standorten aus. Auf diesen Flächen könnte künftig eine Ladeinfrastruktur mit Kapazitäten für etwa 13.000 Stellplätze entstehen.
Stadt plant transparente Ausschreibungen für Standorte
Nach Abschluss der Analyse können die ausgewählten Standorte Investoren für den Aufbau von Ladeinfrastruktur angeboten werden. Die Vergabe der Nutzungsrechte soll über das ukrainische Auktionssystem „Prozorro.Sale“ erfolgen. Das kommunale Unternehmen Kyivtransparkservice, das auch für das Parkraummanagement der Hauptstadt zuständig ist, beabsichtigt dafür, mit Netzbetreibern und weiteren Einrichtungen zusammenarbeiten. Dabei werden unter anderem verfügbare Netzkapazitäten, Anschlussmöglichkeiten und technische Rahmenbedingungen untersucht, um geeignete Standorte für Ladestationen zu identifizieren.
„Wir möchten, dass der Ausbau des Ladenetzes nicht ungeordnet erfolgt, sondern auf technischen Berechnungen und der tatsächlicher Nachfrage basiert. Deshalb sammeln wir aktuell alle notwendigen Informationen, um fundierte Entscheidungen treffen und Investoren gewinnen zu können. Unser Ziel ist eine harmonische Entwicklung der Ladeinfrastruktur, die sich schnell, systematisch und entsprechend den Bedürfnissen der Stadt entwickelt“, erklärte Usow.
Laut der Stadtverwaltung soll das Projekt die Elektromobilität in Kiew fördern und zusätzliche Investitionen in die städtische Infrastruktur ermöglichen. Gleichzeitig will Kiew bei der Planung der Ladeinfrastruktur auf transparente Vergabeverfahren und eine koordinierte Entwicklung des Ladenetzes setzen. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung wurde bislang nicht genannt. Wann und in welchem Umfang die geplanten Standorte tatsächlich realisiert werden können, dürfte zudem auch von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage in der Ukraine abhängen.





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