Porsches neuer Taycan-Jahrgang erhält Fake-Gangschaltung – gegen Aufpreis

Porsche stellt den 2027er Taycan vor. Dabei fällt vor allem das neue „E-Shift“-System ins Auge: Wie vermutet erhält der neu aufgelegte Taycan ein virtuelles Getriebe – allerdings nur gegen Aufpreis. Größere Technik-Updates bleiben aus, neue Reifen sollen aber 20 km mehr Reichweite herausholen. Bestellbar ist der neue Modelljahrgang ab sofort.

Porsche taycan my my

Porsche präsentiert den neuen Jahrgang seines Elektro-Sportlers und hat bei seinem Update an mehreren Stellen angesetzt: So sind für die einmotorigen Einstiegsmodelle nun Sommerreifen mit weniger Rollwiderstand erhältlich. Dadurch soll sich die Reichweite des Taycan um bis zu 20 Kilometer verbessern. In Kombination mit der Performance-Batterie Plus sind für das Modell so erstmals bis zu 700 Kilometer WLTP-Reichweite machbar, heißt es in einer begleitenden Mitteilung.

Weiter hat Porsche für den neuen Modelljahrgang auch am Infotainment gefeilt: Porsches Communication Management (PCM) bietet eine bis zu fünfmal höhere Rechenleistung als bisher. Dies sorge für schnellere Reaktionszeiten, flüssigere Menüabläufe und eine insgesamt spürbar verbesserte System-Performance, schreibt Porsche. Eine erweiterte Sprachsteuerung umfasst künftig zudem die Bedienung von Navigation, Fahrzeugfunktionen, Medien und ausgewählten Apps. Ergänzt wird sie dabei durch den KI-unterstützten Voice Pilot.

Was noch? Updates für das Infotainmentsystem können im Taycan nun vollständig „over the air“ heruntergeladen werden. Und Smartphones lassen sich in der Ablage kabellos rund 1,5-mal schneller laden als bisher. Die Ladeleistung beträgt nun bis zu 25 Watt.

Klar ist: Das sind alles kleinere Anpassungen. An Modellstruktur und Preisen ändert sich dem Hersteller zufolge durch das Update nichts. Auch künftig gibt es den Taycan als Coupé-Limousine, Sport oder Cross Turismo in zusammen 18 Varianten mit 300 bis 760 kW. Die Preise bewegen sich zwischen 102.600 und 241.100 Euro.

Ein neues, bisher noch nicht genanntes Feature für rund 1.000 Euro extra lässt allerdings aufhorchen – und wird kontrovers diskutiert: Der Taycan erhält zum neuen Jahrgang ein virtuelles Getriebe, das Gangwechsel mit spürbaren Schaltrucken simuliert. Diese Reminiszenz an die Benzin-Ära kombiniert Porsche mit einem neu interpretierten Sport-Sound und einem virtuellen Drehzahlmesser. Das „Handelsblatt“ bezeichnet dieses Angebot treffend als „Flirt mit der Verbrenner-Fraktion“.

Das sogenannte E-Shift-System ist über zwei Schaltwippen am Lenkrad bedienbar und offeriert acht Fahrstufen – mit Verbrenner-gewohnter Zugkraftunterbrechung. Im Topmodell Turbo GT ist es ab Werk verbaut, in allen anderen Versionen der Baureihe ist es für rund 1.000 Euro als Option bestellbar. Darum, dass Porsche an einer Fake-Gangschaltung arbeitet, gibt es schon länger Gerüchte. Zuletzt schwärmte Frank Moser, der Baureihen-Leiter der zweitürigen Porsche-Modelle 718 und 911, in einem Interview mit „The Drive“ von solch einem Feature.

handelsblatt.com, insideevs.de, newsroom.porsche.com

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