NexDash kauft March Transporte – zur Umsetzung seiner Logistik-Vision
NexDash bezeichnet sich selbst als „Neo-Carrier“ und verfolgt die Vision, die Lkw-Flotten des fragmentierten deutschen Mittelstands durch sein proprietäres KI-Flottenbetriebssystems NexOS zu elektrifizieren und zunehmend zu automatisieren. Den Aufkauf von March Transporte bezeichnet das Startup als erste Übernahme im Rahmen seiner „Buy-and-Build“-Strategie . Der endgültige Abschluss der Transaktion wird für Juli 2026 erwartet.
Bei March Transporte soll sich derweil außer der Eigentümerstruktur nicht viel ändern: Gründer Marco March bleibt Geschäftsführer. Auch Team, Standort und Kundenbeziehungen bleiben laut NexDash unverändert. „Das Unternehmen erwirtschaftet derzeit einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) von rund 6,5 Millionen Euro“, skizzieren die Berliner. „NexDash strebt bis Ende 2026 ein Ziel von 10 Millionen Euro an, das durch die Beschleunigung des organischen Wachstums und den Einsatz des proprietären KI-Flottenbetriebssystems NexOS erreicht werden soll.“
NexDash ist ein Startup, das von Extantia Capital und Clean Energy Ventures, Platform Horizons (P6N) sowie Magnetic Capital unterstützt wird. Die Übernahme von March Transporte sei die erste in einer Reihe von geplanten Akquisitionen, heißt es in einer begleitenden Mitteilung. Denn NexDash wolle „zur operativen Schnittstelle für den europäischen Güterverkehr werden“.
Ansatzpunkt des Startups ist die starke Fragmentierung des deutschen Logistikmarkts („tausende inhabergeführte Mittelständler, überalterte Dieselflotten, geringe Margen“), in dem gut 90 Prozent der Speditionen über weniger als zehn Fahrzeuge verfügen. NexDashs These lautet, dass genau diese Fragmentierung eine Chance sein kann: „Wer bewährte Betreiber konsolidiert, ihre Flotten elektrifiziert und sie über ein einheitliches, intelligentes Betriebssystem orchestriert, baut einen grundlegend effizienteren und emissionsärmeren Carrier auf.“
Die operative Integration der ersten Spedition wird nun von Karsten Sachsenröder, COO von NexDash, geleitet. Zuvor sei Sachsenröder lange Zeit in leitender Position bei DB Schenker tätig gewesen, heißt es. Als „Neo-Carrier“ werde nun folgender vierstufiger Weg angestrebt: „Konsolidierung → Elektrifizierung → Digitalisierung → Autonomie“, wie es das Unternehmen ausdrückt.
„March Transporte ist der Beweis für alles, was wir aufbauen“, betont Michael Cassau, Gründer und CEO von NexDash. „Dies ist ein gesundes, gut geführtes Transportunternehmen mit engen Kundenbeziehungen – genau die Art von Unternehmen, die von der verfügbaren Technologie und dem verfügbaren Kapital bisher nur unzureichend bedient wurde. Unsere Aufgabe ist es, mit großartigen Betreibern wie Marcos Team zusammenzuarbeiten und ihnen einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen: KI-optimierte Betriebsabläufe, eine elektrifizierte Flotte und die Größe, um mit jedem in Europa zu konkurrieren. Für uns sind Konsolidierung und Intelligenz keine getrennten Strategien – sie sind ein und dieselbe Strategie. Keine Beratung. Keine Software. Der Betrieb.“
„Wir freuen uns sehr, Teil der NexDash-Gruppe zu werden“, sagt Marco March, Gründer und Geschäftsführer von March Transporte. „[…] Gemeinsam mit NexDash wollen wir nun das nächste Kapitel schreiben und aktiv mitgestalten, wie der moderne Straßengüterverkehr in Deutschland aussehen wird: elektrisch, effizient und zukunftsfähig. Für unsere Kunden und Mitarbeiter bleibt alles Wesentliche unverändert: Ich werde weiterhin als Geschäftsführer tätig sein, und wir werden diesen nächsten Schritt gemeinsam gehen.“ Die ersten Elektrofahrzeuge sollen bei March in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Betrieb genommen werden und sowohl Emissionen als auch die Gesamtbetriebskosten senken.
nexdash.com





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