Andreas Schmid Group setzt eActros 600 auf Fernstrecken ein
Die Andreas Schmid Group hat zwei Batterie-elektrische Mercedes-Benz eActros 600 in den Regelbetrieb übernommen. Die Fahrzeuge verkehren bereits im Fernverkehr auf einer Nachtlinie zwischen Gersthofen und Neuenstein in Hessen. Fünf weitere Elektro-Lkw sollen nach Unternehmensangaben noch in diesem Jahr folgen. Mit knapp 800 Kilometern zählt die Verbindung zu den längsten Nachtlinien des Unternehmens und dient als Praxistest für den Einsatz elektrischer Lkw im Fernverkehr.
Nach Angaben der Andreas Schmid Group stehen dabei vor allem wirtschaftliche Aspekte im Fokus. Neben planbaren Einsatzprofilen und einer passenden Ladeinfrastruktur verweist das Unternehmen insbesondere auf die bis Ende Juni 2031 verlängerte Mautbefreiung für emissionsfreie schwere Nutzfahrzeuge als wichtigen Faktor für die Wirtschaftlichkeit.
Die Anschaffung der Fahrzeuge ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Logistikunternehmens. Die Andreas Schmid Group setzt nach eigenen Angaben unter anderem auf Photovoltaik an ihren Standorten, den alternativen Kraftstoff HVO100 sowie digitale Lösungen zur Emissionserfassung. Zudem wurde das Unternehmen 2026 nach dem Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert.
„Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob E-Lkw technisch funktionieren. Die entscheidende Frage ist, wo sie zuverlässig und wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können“, äußert Thomas Schledorn, Vorstand der Andreas Schmid Group. „Auf definierten Fernverkehrsrelationen wie unserer Nachtlinie von Gersthofen nach Neuenstein in Hessen können wir heute zeigen, dass Elektromobilität im Schwerlastverkehr planbar, praxistauglich und zunehmend wirtschaftlich ist.“
Die Erfahrungen des Unternehmens decken sich mit einer aktuellen Befragung des Öko-Instituts unter 57 Logistikunternehmen, die schwere Elektro-Lkw seit mindestens einem Jahr einsetzen. Demnach bewerten 93 Prozent der befragten Unternehmen die Fahrzeuge positiv. Als wichtigste Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb nennen sie die Mautbefreiung, günstige Stromkosten am Depot sowie den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.





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