Südkorea schließt BYD von der E-Auto-Förderung aus

Südkorea hat die Voraussetzungen für die staatliche Förderung von Elektrofahrzeugen verschärft. Künftig erhalten nur noch Hersteller und Importeure Zugang zum Förderprogramm, die eine neue Bewertung des Umweltministeriums bestehen. In der Kategorie der Elektro-Pkw erfüllten zehn Unternehmen die Anforderungen. BYD gehört nicht dazu.

Byd dji drohnen system
BYD ist der einzige Hersteller von Elektro-Pkw, der die neue Bewertung für das südkoreanische Förderprogramm nicht bestanden hat.
Bild: BYD

Das südkoreanische Ministerium für Klima, Energie und Umwelt hat erstmals eine Bewertung für Hersteller und Importeure von Elektrofahrzeugen eingeführt. Wie das Ministerium mitteilt, wurden dabei die Technologiekompetenz, der Beitrag zur Lieferkette, die Umsetzung von Umweltvorgaben, die Nachhaltigkeit des After-Sales-Services sowie das Sicherheitsmanagement bewertet. Unternehmen mussten mindestens 60 von 100 Punkten erreichen, um weiterhin am staatlichen Förderprogramm teilnehmen zu können.Wie unter anderem die Korea JoongAng Daily berichtet, ist BYD der einzige BEV-Hersteller von Pkw, der die Bewertung nicht bestanden hat.

An der Bewertung beteiligten sich insgesamt 35 Hersteller und Importeure. Davon qualifizierten sich 27 Unternehmen für das Förderprogramm: zehn in der Kategorie Elektro-Pkw, neun bei Elektro-Nutzfahrzeugen und acht bei elektrischen Kleinbussen. Neben BYD bei den Pkw fielen also auch insgesamt sieben Hersteller von Lkw und Transportern durch. Zu den zugelassenen Pkw-Anbietern zählen unter anderem Hyundai, Kia, Renault Korea, Tesla Korea, BMW Korea, Mercedes-Benz Korea, Volkswagen Group Korea, Volvo Cars Korea, KG Mobility und Polestar Automotive Korea.

Für BYD bedeutet dies, dass neu beantragte Fahrzeuge ab dem 1. Juli nicht mehr förderfähig sind. Bereits bis zum 30. Juni eingereichte Förderanträge werden im Rahmen einer Übergangsregelung jedoch weiterhin bearbeitet und können noch bezuschusst werden.

Die neue Bewertung ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der südkoreanischen Förderpolitik. Anders als bislang entscheidet künftig nicht mehr allein die Fahrzeugtechnik über die Förderfähigkeit. Bewertet werden auch der Beitrag zur heimischen Industrie, Investitionen in Forschung und Entwicklung, das Servicenetz sowie das Sicherheitsmanagement. Die Regierung will die staatlichen Zuschüsse damit stärker an Unternehmen vergeben, die zum Aufbau des nationalen E-Mobilitätsökosystems beitragen. Bereits im Frühjahr hatte Seoul angekündigt, die Förderkriterien für Elektroautos und andere Elektrofahrzeuge entsprechend anzupassen.

chosun.com

1 Kommentar

zu „Südkorea schließt BYD von der E-Auto-Förderung aus“
Andre Henrich
01.07.2026 um 14:56
das finde ich eine unrechtmäßige behandlung- es sollte sich doch das verbraucherfreundlichste fahrzeug durchsetzen, aber die "bösen" chinesen werden mal gelinkt

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