Norwegens E-Quote liegt im Juni bei 96,5 Prozent

In Norwegen wurden im Juni insgesamt 18.875 Elektroautos neu zugelassen, was einem Anteil von 96,5 Prozent aller neu zugelassenen Pkw entspricht. Im ersten Halbjahr stieg die Elektro-Quote trotz eines leicht rückläufigen Gesamtmarkts auf 97,6 Prozent. Zugleich hat der Bestand im Land die Marke von einer Million E-Autos überschritten.

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Bild: Tesla

Insgesamt kamen im Juni über alle Antriebsarten hinweg 19.558 Pkw neu auf die Straße, 6,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber Mai, als die Elektro-Quote noch bei 97,8 Prozent gelegen hatte, fiel der Anteil der Elektroautos im vergangenen Monat zwar leicht. Im Vergleich zum Juni 2025, als 96,8 Prozent der neu zugelassenen Pkw elektrisch waren, blieb die Quote aber nahezu unverändert. Der norwegische Neuwagenmarkt blieb damit auch im vergangenen Monat nahezu vollständig Batterie-elektrisch.

Bei den Modellen lag das Tesla Model Y mit 2.257 Neuzulassungen deutlich vorn. Auf Rang zwei folgte der Kia Niro mit 1.031 neuen Exemplaren, dahinter das Tesla Model 3 (961), der Toyota Urban Cruiser (897) und der Volvo EX30 (696). Tesla führte auch die Markenwertung mit 3.222 Neuzulassungen und einem Anteil von 16,5 Prozent an.

Allerdings fiel der Vorsprung des Model Y deutlich geringer aus als im Juni des Vorjahres. Damals hatte Tesla 5.004 Einheiten seines überarbeiteten Elektro-SUV zugelassen, was 27,2 Prozent aller Neuzulassungen entsprach. Die Juni-Zahlen bestätigen damit weiterhin die starke Position von Tesla. Zugleich verteilt sich der Markt stärker auf mehrere Modelle und Marken.

„Hier zeigt sich, dass sich der Markt für Elektroautos in einer neuen Phase befindet. Kunden entscheiden sich nicht mehr primär zwischen Elektro- und Verbrennerautos, sondern zwischen verschiedenen Marken, Modellen, Preisen und Nutzungsbedürfnissen. Dies verschärft den Wettbewerb“, sagt Geir Inge Stokke, Geschäftsführer des Opplysningsrådet for veitrafikken (OFV).

Bemerkenswert ist zudem die regionale Entwicklung. In mehreren eher ländlich geprägten Regionen lag die Elektroauto-Quote im Juni sogar über den Werten in Oslo und Akershus. Telemark erreichte 99,8 Prozent, Rogaland 99 Prozent. In Oslo lag der E-Auto-Anteil bei 93,7 Prozent, in Akershus bei 92 Prozent. Nach Einschätzung des norwegischen Straßenverkehrsinformationsrats OFV ist das Elektroauto damit längst kein reines Großstadtphänomen mehr.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Norwegen 73.403 neue Pkw zugelassen. Das waren 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der E-Autos stieg dennoch deutlich: Von Januar bis Juni lag er bei 97,6 Prozent, nach 93,7 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Insgesamt wurden 71.661 Batterie-elektrische Pkw neu registriert. Bei den einzelnen Modellen lag in diesem Zeitraum wie auch im Juni das Tesla Model Y vorn. Insgesamt kamen 11.132 Exemplare des Modells neu auf norwegische Straßen. Der Abstand zum Tesla Model 3 auf Rang zwei war mit 3.241 Neuzulassungen groß. Der Urban Cruiser von Toyota folgte mit 3.179 Einheiten nur knapp dahinter.

Auch bei den Transportern nahm die Elektrifizierung im ersten Halbjahr weiter zu. Zwar sank die Zahl der Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 11.564 Einheiten. Die Zahl der E-Transporter stieg jedoch um 11,3 Prozent auf 6.303 Fahrzeuge. Damit erhöhte sich ihr Anteil von 45,2 Prozent im ersten Halbjahr 2025 auf 54,5 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

Parallel zum nahezu vollständig elektrischen Neuwagenmarkt hat Norwegen eine weitere Marke erreicht: Der Bestand hat inzwischen eine Million Elektro-Pkw überschritten. „Die Elektroauto-Politik hat sich bewährt. Eine Million elektrische Pkw sind ein wichtiger Meilenstein in der norwegischen Automobilgeschichte. Das bedeutet aber nicht, dass der Übergang abgeschlossen ist. Fast alle Neuwagenverkäufe entfallen auf Elektrofahrzeuge, während sieben von zehn Pkw im gesamten Fahrzeugbestand immer noch Benzin- oder Dieselfahrzeuge sind“, so Stokke.

ofv.no (auf Norwegisch)

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