TU Wien eröffnet eMOTION Lab zur Forschung an E-Antrieben

An der TU Wien ist das neue eMOTION Lab eröffnet worden. Die Forschungsinfrastruktur soll Unternehmen und Wissenschaft bei der Entwicklung elektrischer Antriebssysteme unterstützen. Zum Start nimmt ein Inverter-Prüfstand den Betrieb auf, weitere Prüfstände für Hochvolt-Systeme und E-Achsen sind bereits geplant.

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Eröffneten das neue Labor – von links: Helmut List, Katharina Giessenbacher, Monika Ebner, Jens Schneider und Uwe Grebe
Bild: Matthias Heisler | TU Wien

Mit dem eMOTION Lab schafft die TU Wien eine neue Forschungsplattform für Leistungselektronik und elektrische Antriebstechnik. Nach Angaben der Universität steht der erste Teil der Infrastruktur seit Anfang Juli zur Verfügung: ein Inverter-Prüfstand, der Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und universitären Partnern für Entwicklungs- und Testarbeiten offensteht.

Im Mittelpunkt der neuen Einrichtung stehen Komponenten der elektrischen Antriebstechnik. Untersucht werden sollen unter anderem Invertertechnologien, Wirkungsgradoptimierung, thermisches Management sowie neue Kühlkonzepte wie die Immersionskühlung, bei der elektronische Bauteile direkt von einer Flüssigkeit umspült werden. Perspektivisch soll das Labor zudem um einen Hochvolt-Integrationsprüfstand sowie einen E-Achsen-Prüfstand erweitert werden.

Leistungselektronik gilt als Schlüsseltechnologie für elektrifizierte Antriebe – unabhängig davon, ob Fahrzeuge Batterie-elektrisch, mit Hybridantrieb oder über Brennstoffzellen betrieben werden. Inverter übernehmen dabei die Umwandlung des Gleichstroms aus der Batterie in Wechselstrom für den Elektromotor und zählen damit zu den zentralen Komponenten moderner Elektrofahrzeuge.

Das eMOTION Lab ist bei der Automotive & Mobility Engineering GmbH (ame), einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der TU Wien, angesiedelt. Ziel ist es, Forschungsprojekte gemeinsam mit Industriepartnern umzusetzen und gleichzeitig die Ausbildung künftiger Fachkräfte im Bereich der Elektromobilität zu unterstützen. Zu den Industriepartnern zählt unter anderem AVL List. Das österreichische Unternehmen liefert Test- und Prüftechnik für die neue Forschungsinfrastruktur. Im Rahmen der Eröffnung wurden außerdem Fachvorträge zu aktuellen Themen der Elektromobilität gehalten, darunter Invertertechnologien, Immersionskühlung und Megawatt-Ladesysteme für elektrische Nutzfahrzeuge.

tuwien.at

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