Volvo CE liefert erste elektrische A30-Knicklenker nach Norwegen
In einem ersten Schritt hat Volvo CE vier Exemplare des A30 Electric an LNS (Leonhard Nilsen & Sønner AS) übergeben, drei weitere Baufahrzeuge sollen im Laufe des kommenden Monats folgen. Eingesetzt werden die Maschinen im Auftrag von Hafslund Kraft beim Bau des Wasserkraftwerks Hemsil 3 in der norwegischen Region Hallingdal. Das Projekt soll bis 2029 abgeschlossen werden und die jährliche Stromerzeugung um rund 110 GWh erhöhen.
Die elektrischen Knickgelenk-Dumper übernehmen Transportaufgaben beim Bau eines rund 20 Kilometer langen Tunnels. Nach Angaben der Projektpartner eignet sich das Einsatzprofil dort besonders für Batterie-elektrische Maschinen. Denn während der regelmäßigen Sprengpausen sei ausreichend Zeit zum Nachladen und lokal emissionsfreie Fahrzeuge seien gerade in geschlossenen Arbeitsumgebungen wie Tunneln besonders effektiv.





Für Volvo markiert dieser Einsatz den nächsten Schritt nach dem Produktionsstart. Erst im April hatte das Unternehmen im schwedischen Braas die Serienproduktion des A30 Electric und des größeren A40 Electric aufgenommen. Nach Unternehmensangaben ist Volvo damit der weltweit erste Hersteller, der elektrisch angetriebene Knickgelenk-Dumper dieser Größenklasse in Serie fertigt. Die ersten Kundenlieferungen waren damals für Norwegen und Großbritannien angekündigt worden, mit dem Hemsil-3-Projekt folgt nun der erste Praxiseinsatz.
Der A30 Electric verfügt über eine Nutzlast von 29 Tonnen und wird von einem 265 kW starken Elektromotor angetrieben. Die Batterie bietet eine Kapazität von 245 kWh und soll je nach Einsatzprofil Betriebszeiten von vier bis viereinhalb Stunden ermöglichen. Geladen werden kann der Dumper mit bis zu 350 kW.
Mit dem A30 Electric baut Volvo CE sein Angebot elektrischer Baumaschinen weiter aus. Während elektrische Bagger und Radlader inzwischen in mehreren Leistungsklassen verfügbar sind, gilt die Elektrifizierung schwerer Transportmaschinen weiterhin als anspruchsvoll. Norwegen zählt dabei zu den Vorreitern. Öffentliche Infrastrukturprojekte setzen dort zunehmend auf emissionsfreie Baumaschinen, wodurch das Land zu einem wichtigen Erprobungsmarkt für neue elektrische Schwerlasttechnik geworden ist.





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