CATL arbeitet mit großen OEMs an Rahmenwerk für recycelbare Batterien

Große Akteure der Batterie-, Tech- und Autoindustrie haben in London die "Global Energy Circular Economy Alliance" gegründet, darunter CATL, BMW, Renault, Volvo, Google und Xiaomi. Die Partner wollen fixe Richtlinien für recycelbare Batteriedesigns erarbeiten – mit CATL als zentralem Batterieakteur.

Catl global energy circular economy alliance london
Bild: CATL

Im Rahmen der Londoner Klimaschutzwoche kamen die Initiatoren der neuen Allianz in der britischen Hauptstadt zusammen. Die Koordination des Bündnisses übernimmt die Ellen MacArthur Foundation. Eine Schlüsselrolle nimmt daneben CATL ein, denn die Batterie-Riese umgibt sich in der Allianz allen voran mit Fahrzeugherstellern – und kann so seine eigenen Batterien und Lieferketten zum Maß für die Normen machen.

CATL gründete schon vor gut einem Jahr zusammen mit der Ellen MacArthur Foundation das Global Energy Circularity Commitment (GECC), eine kollaborative Plattform für die Kreislaufwirtschaft von Batterien. Jiang Li, Vizepräsident und Vorstandssekretär von CATL, kommentierte diese Initiative auf der letztjährigen IAA wie folgt: „Um die Kreislaufwirtschaft in großem Maßstab zu verwirklichen, benötigt die Branche klare Standards sowie aufeinander abgestimmte politische und finanzielle Rahmenbedingungen. Mit immer mehr Partnern arbeiten wir gemeinsam daran, ein Ökosystem aufzubauen, das Batterien für die kommenden Jahrzehnte widerstandsfähiger, sicherer und nachhaltiger macht.“

Die nun publik gemachte „Global Energy Circular Economy Alliance“ soll sich in diesem Kontext auf die großflächige Förderung zirkulärer Geschäftsmodelle konzentrieren. Sie soll konkret einheitliche Bewertungskriterien für Schlüsselfaktoren „wie Batterienutzungshistorie, Zustand, Degradation und Recyclingverantwortung etablieren, um Automobilherstellern, Logistikern, Investmentgesellschaften und politischen Entscheidungsträgern eine präzisere Einschätzung des Batteriewerts und der betrieblichen Risiken zu ermöglichen“, wie CATL schreibt. Die Ellen MacArthur Foundation diene dabei als Kooperationsplattform zur Förderung der Zusammenarbeit entlang der Lieferkette.

Erstes Etappenziel des Bündnisses ist dabei die Gestaltung eines einheitlichen Rahmenwerks für die Kreislaufwirtschaft. Dieser „Battery Circular Design Guide“ soll 2027 veröffentlicht werden und dann u.a. einheitliche Kriterien für diagnostische Zelltests, die vereinfachte Demontage von Batteriepacks und die Wiederaufbereitung von Zellen enthalten. Ferner wollen die Partner technische Parameter definieren, die die strukturelle Bewertung von Elektro-Pkw und -Lkw ermöglichen. Die Hoffnung seitens der OEMs und ihrer Kunden ist, dass sie durch die Festlegung einheitlicher Lebenszyklus-Regeln den Wert ihrer Anlagen genauer berechnen und finanzielle Einsatzrisiken besser steuern können. Die Restwert-Problematik von Batterie-Fahrzeugen ist allgemein bekannt.

carnewschina.com, mp.weixin.qq.com (auf Chinesisch), prnewswire.com (IAA 2025)

0 Kommentare

zu „CATL arbeitet mit großen OEMs an Rahmenwerk für recycelbare Batterien“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert